Read Wildlife. Ein Leben für die Elefanten. by Richard E. Leakey Online

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.deRichard Leakey kannte die Zahlen Lebten 1979 in Kenia noch 85.000 Elefanten, so war ihr Bestand ein Jahrzehnt sp ter auf 22.000 geschrumpft Der Pal ontologe und frisch ernannte Direktor der kenianischen Naturschutzbeh rde hatte auch die Fotos der von Wilderern entsetzlich verst mmelten Tiere gesehen Nichts aber vermittelte Leakey das Ausma des jahrelangen Gemetzels so drastisch, wie der Anblick, der sich ihm im Mai 1989 in einem Lagerhaus in Nairobi bot S uberlich aufgereiht, lagen da 2.000 konfiszierte Sto z hne, Elfenbein im Wert von Millionen, das nun versteigert werden sollte Um diesen Geldkreislauf zu stoppen, griff der beherzte Leakey zu einer au ergew hnlichen Ma nahme Seine erste Amtshandlung, ein bewusstes Fanal, das aber Wirkung zeigte Leakeys Schlag gegen die uns glichen, von h chsten Regierungskreisen gedeckten Tiermorde, war kennzeichnend f r den unerschrockenen Pragmatiker Die Bilder des riesigen brennenden Elfenbeinstapels machten 1989 einer schockierten Welt ffentlichkeit drastisch klar, dass Artenschutz in Kenia von nun an zur Chefsache erkl rt wurde Der Lebensweg des in Kenia geborenenen Sohnes eines weltber hmten Anthropologen Ehepaars liest sich wie ein Abenteuerroman Safarileiter, mit nur 25 Jahren Direktor der kenianischen Nationalmuseen, fr h zu Ruhm gelangt durch spektakul re Fossilienfunde, schlie lich Bestsellerautor Der Ursprung des Menschen, Die sechste Ausl schung Sein Einsatz f r die Rechte der einheimischen Bev lkerung des 1963 in die Unabh ngigkeit entlassenen Staates erhob Leakey endg ltig in den Rang einer Lichtgestalt Schutz und Erhalt des Elefantenbestandes gerieten fortan zu seiner Lebensaufgabe Leakeys Kampfansage gegen marodierende Wildererbanden und korrupte Staatsbeamte, wie auch die Ausbildung einer schlagkr ftigen Wildh ter Truppe, m ndete schlie lich in ein generelles Handelsverbot f r Elfenbein Ein erster Erfolg, der mit gro en pers nlichen Opfern bezahlt wurde, wie der mysteri se, nie gekl rte Flugzeugabsturz zeigt, bei dem Leakey beide Beine verlor Eines aber verlor dieser Ausnahmemann niemals Seine leidenschaftliche Liebe zu Kenia und seiner bedrohtesten Spezies Wichtiges Buch zum Verst ndnis des Schwarzen Kontinents Ravi UngerRezensionOrganisierte Banden von Wilderern treiben in Kenias Nationalparks ihr Unwesen Sie schlachten mit automatischen Waffen ganze Elefantensippen wegen ihrer wertvollen Sto z hne ab, terrorisieren die Landbev lkerung und berfallen Touristen Korrupte Beamte der Naturschutzbeh rde Wildlife and Conservation Management Department, WCMD machen mit den Wilderern gemeinsame Sache, und etliche Wildh ter schie en gar selbst Elefanten Dabei sind diese das Aush ngeschild f r Kenias Tourismusbranche und akut bedroht Von dem in zehn Jahren von 85000 auf 22000 Tiere geschrumpften Bestand werden durchschnittlich drei pro Tag gewildert Das ist die Situation, in der Kenias Staatspr sident Daniel arap Moi im April 1989 Richard Leakey zum Chef des WCMD ernennt Zu jener Zeit ist Leakey bereits ein international bekannter Mann Mit erst 23 Jahren ist er ohne nominelle Ausbildung Direktor des Nationalmuseums geworden und hat es ber zwanzig Jahre lang zu einer ersten Adresse in Afrika ausgebaut Vortragsreisen, eine Fernsehserie sowie Bestseller B cher Spektrum der Wissenschaft 08 1995, S 115 und 08 1998, S 112 haben dem Urmenschen Forscher, Naturkundler und patriotischen Kenianer zu exzellenten Beziehungen und Ansehen verholfen Leakey sagt Wilderei und Korruption den Kampf an, und sein Leben wird zu einem Husarenritt durch die Konfliktfelder afrikanischer Naturschutzpolitik und in die Hinterhalte von Machtinteressen Er setzt durch, dass Pr sident Moi f r den Minister f r Tourismus und Naturschutz eine neue Arbeit findet Er erh lt gr nes Licht, um 1600 korrupte oder berfl ssige Mitarbeiter von insgesamt ber 4500 des WCMD loszuwerden und selbst Personal einzustellen Im Ausland wirbt er innerhalb kurzer Zeit mehrere hundert Millionen Dollar ein berwiegend bei der Weltbank und baut eine neue schlagkr ftige Naturschutzbeh rde auf, den halbstaatlichen Kenyan Wildlife Service KWS Das Parlament genehmigt Nato Sturmgewehre f r die Wildh ter, um die ebenfalls mit Kriegswaffen ausger steten Banden zu bek mpfen Mit hohem Blutzoll auf beiden Seiten Wilderer ergeben sich selten gehen Bandenterror und Wilderei drastisch zur ck, die Touristen sind wieder sicher Mit spektakul ren Aktionen bringt Leakey Wilderei und Elfenbeinhandel in die Medien und zusammen mit anderen Staaten den Afrikanischen Elefanten in den Anhang I des Washingtoner Artenschutzabkommens CITES Damit ist der Handel mit Elfenbein weitgehend verboten Als er auch von Abnehmerl ndern wie den USA und den EU Staaten eingestellt und durch Medienkampagnen ge chtet wird, bricht der Preis des einst begehrten Sto zahnmaterials ein Leakey geht mit ungest mer Energie zu Werke und scheint durch nichts aufzuhalten zu sein So st t er einige Naturschutzverb nde vor den Kopf, weil er deren untaugliche Projekte auf Eis legt Menschenrechtsorganisationen kreiden ihm an, dass er Nomaden aussiedelt, die sich illegal ganzj hrig in Nationalparks niedergelassen hatten, und auf Wilderer schie en l sst All das erz hlt Leakey freim tig, in direkten, klaren Worten, knappen Bildern und mit britischem Gleichmut Er u ert seine eigenen Gef hle und achtet sehr genau auf die Befindlichkeiten seiner Gespr chspartner Dabei ist seine Sprache nicht sehr originell seine Koautorin, die amerikanische Reise Journalistin Virginia Morell, hat seine Aufzeichnungen offenbar nicht wesentlich aufgewertet Leakey fasziniert mit seiner Authentizit t Er tr gt sein Herz auf der Zunge , er kann hart austeilen, aber auch beobachtend neben sich stehen und Selbstkritik ben Seine gro angelegten Naturschutz Projekte sehen zun chst die Sicherung der Lebensr ume in den Nationalparks sowie einen naturvertr glich gesteuerten Tourismus vor Zugleich will er den umliegenden Kommunen Gelder f r die Entwicklung ihrer Infrastruktur zuschie en, wenn sie selbst die Instandhaltung von Stra en oder eigene Naturschutzprojekte in die Hand nehmen Doch hier scheitert er Vermutlich tragen nicht nur Gez nk mit St mmen und Gemeinden sowie Neid und Habgier der politischen Elite dazu bei, sondern auch sein kompromisslos harter Kurs Im M rz 1994 tritt Leakey zur ck, nach schweren ffentlichen Angriffen von Regierungsmitgliedern und Zeitungskampagnen Seine Gegner werfen ihm nun selbst Korruption, Rassismus und Missmanagement vor Eine Untersuchungskommission der Regierung kann ihm jedoch nichts nachweisen 1998 wird Leakey quasi rehabilitiert und erneut Chef des KWS, sp ter sogar, bis zum M rz 2001, Leiter der obersten Verwaltungsbeh rde ber weite Strecken verfestigt sich der Eindruck, dass Leakey mit dieser R ckschau auf die schweren Vorw rfe zu seiner Amtsf hrung antworten will Er begr ndet sein hartes Vorgehen oder gibt sich wehrlos gegen ber Ger chten aus dem Dunstkreis der politischen Macht Gern m chte man seiner Sicht der Dinge glauben, doch gibt es einige Ungereimtheiten So spricht er auf Seite 244 von 1500 bewaffneten Mitarbeitern, an sp terer Stelle erw hnt er nur 500 gegen ber seinem Vorgesetzten Und da Leakey auf den ersten rund 120 Seiten zwischen der aktuellen Situation und historischen Ereignissen springt, leiert auch der Spannungsbogen zu einem der zentralen Ereignisse aus der Verbrennung von rund 2000 konfiszierten Sto z hnen im Wert von 3 Millionen Dollar am 18 Juli 1989 als Signal Kenias gegen den Elfenbeinhandel Wilderei und Elfenbeinhandel sind auch im Jahr 2002 aktuell Derzeit beantragen f nf s dafrikanische Staaten bei CITES, den Elfenbeinhandel wieder zuzulassen wenn dieses Heft erscheint, hat die 12 Konferenz zum Washingtoner Artenschutzabkommen in Santiago de Chile im November 2002 dar ber entschieden Rezensent Martin BoppAlle Produktbeschreibungen...

Title : Wildlife. Ein Leben für die Elefanten.
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ISBN : 3100432088
ISBN13 : 978-3100432087
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : S Fischer 2002
Number of Pages : 188 Pages
File Size : 666 KB
Status : Available For Download
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Wildlife. Ein Leben für die Elefanten. Reviews

  • Carsten Bolz
    2019-02-27 00:08

    .. und auch inhaltlich das was ich beim Titel erwartet hatte. Wer sich für dieses Thema interessiert kann getrost zugreifen.

  • KGBeast
    2019-02-24 02:10

    Den Meisten ist die Leakey-Familie durch ihre anthropologische Arbeit und durch die Förderung der Primatenforschung in freier Wildbahn – Goodall, Fossey und Galdakatis sind durch Louis Leakey für ihre jeweiligen Lebensprojekte rekrutiert worden – bekannt. So haben sie sich mit dem Herkommen der Menschen in prähistorischer Sicht und im Vergleich mit ihren nächsten Verwandten – den Schimpansen, den Gorillas und den Orang Utans – auseinander gesetzt. Richard Leakey ist hingegen auch ganz enorm ein zoon politicon.In diesem Buch zeigt sich sehr deutlich, dass Leakey ein Mensch ist, mit dem man nicht über Kreuz liegen möchte. Er ist ein perfekter Machtmensch, der in seinen Überzeugungen absolut unbeweglich ist und der im Verfolgen seiner Ziele keinerlei Rücksichten nimmt. Wenn Napoleon sich dem Umwelt- oder Artenschutz zugewandt hätte, hätte er eine ähnliche Autobiographie schreiben können. Seine Leistungen sind bewundernswert, aber wie viele „große“ Männer der Geschichte dürfte es schwierig sein, mit ihm zurecht zu kommen.Eine großartige, wenn auch unbeabsichtigte, psychologische Studie eines Machtmenschen und eine interessante Darstellung der kenianischen Geschichte und Politik.

  • One Way Out
    2019-03-18 04:11

    Ein Buch, dass man kaum aus der Hand legen kann! Stets möchte man erfahren wie es auf der nächsten Seite weitergeht.Eine gute Mischung aus Fakten, persönlichem Empfindungen, Tragik und dem Willen eines Menschen seinen Weg zu gehen.Für jeden Afrika-Liebhaber ein sehr empfehlenswertes Werk!Fazit: ein Buch das einen gefangen nimmt, fesselnd!