Read Das Ende des Ersten Weltkriegs und die Dolchstoßlegende (Kriege der Moderne) by Gerhard Groß Online

das-ende-des-ersten-weltkriegs-und-die-dolchstosslegende-kriege-der-moderne

Bis 1918 waren die Soldaten wie auch die Bev lkerung des Deutschen Kaiserreichs noch berzeugt, dass ihr Sieg im Ersten Weltkrieg unmittelbar bevorstehe Doch mit der Schlacht bei Amiens wendete sich das Blatt, nicht zuletzt weil aufseiten der Alliierten erstmals zahlreiche Panzer zum Einsatz kamen Deutschland musste im Herbst 1918 kapitulieren, w hrend sich im Hintergrund die Novemberrevolution zusammenbraute In der sogenannten Dolchsto legende wurde die milit rische Niederlage sp ter auf die politische Unruhe im Land zur ckgef hrt Warum es sich dabei um einen Mythos handelt und welche Umst nde wirklich zum Scheitern des Kaiserreichs f hrten, erhellt dieses Buch Die Reihe Kriege der Moderne, herausgegeben vom Zentrum f r Milit rgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, stellt die wichtigsten milit rischen Konflikte des 19 und 20 Jahrhunderts nach modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen vor und erl utert ihre geschichtlichen Ursachen und politischen Folgen....

Title : Das Ende des Ersten Weltkriegs und die Dolchstoßlegende (Kriege der Moderne)
Author :
Rating :
ISBN : 9783150111680
ISBN13 : 978-3150111680
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Reclam, Philipp, jun GmbH, Verlag 16 M rz 2018
Number of Pages : 156 Seiten
File Size : 962 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Das Ende des Ersten Weltkriegs und die Dolchstoßlegende (Kriege der Moderne) Reviews

  • Dominik
    2019-03-28 16:21

    Der Militärhistoriker Gerhard P. Groß analysiert in diesem 156 Seiten fassenden Werk, wie es deutscherseits zum Ende des Ersten Weltkrieges kam und wie die berühmte Dolchstoß-Legende entstand. Deutlich wird, wie die Deutschen 1918 in ihren letzten Offensiven an der Westfront buchstäblich die letzten Reserven in die Waagschale geworfen haben, diese sich dann aber unerbittlich zu Gunsten der Alliierten senkte, weil die ständig zufließenden amerikanischen Truppen und Rüstungsgüter einen quantitativen Unterschied ausmachten, der durch nichts anderes aufgewogen werden konnte. Der Umgang mit der daraus resultierenden Erkenntnis, das nun alles verloren sei, brachte dann die Dolchstoß-Legende hervor. Die Annahme des Militärs, vermeintlich zu früh aufgegeben zu haben und zudem noch dem obersten Befehlshaber (Kaiser Wilhelm II.) in letzter Konsequenz die Gefolgschaft aufgekündigt zu haben, führte nicht zuletzt auch dazu, dass im Zweiten Weltkrieg bis zum bitteren Ende gekämpft wurde und Oberst Graf von Stauffenberg am 20. Juli 1944 nur wenig Rückhalt erfuhr aus den Reihen der Spitzenmilitärs. Denn - wie Gerhard P. Groß ausführt - die Obersten und Generäle von 1944/45 waren 1918 zumeist junge Leutnante und Hauptleute gewesen - und hatten dem Zusammenbruch ohnmächtig und verstört zusehen müssen. Ein zweites Mal wollten sie das nicht erleben...Das Buch ist mit etlichen Bildern, Schautafeln und Karten versehen und macht einen hochwertigen Eindruck. Und der Preis ist recht günstig. Natürlich handelt es sich auf Grund der limitierten Seitenanzahl nur um eine Zusammenfassung, aber die ist gelungen.

  • Manfred Orlick
    2019-03-24 18:04

    Mit dem 100. Jahrestag des Endes des Ersten Weltkrieges gibt es wieder zahlreiche Publikationen zum Ende des Deutschen Kaiserreichs 1918. In der Reihe „Kriege der Moderne“ befasst sich der Historiker Gerhard P. Groß mit der Legende vom Dolchstoß in den Rücken des deutschen Heeres. Mit ihr sollte die Schuld an der Niederlage des Deutschen Reiches auf die Sozialdemokraten abgewälzt werden.Groß stellt die Mythen um das letzte Kriegsjahr nüchtern und kenntnisreich auf den Prüfstand. In acht umfangreichen Kapiteln beleuchtet er nicht nur die Lage an der Westfront sondern auch im Osten und Südosten. Die Oberste Heeresleitung (unter Hindenburg und Ludendorff) wollte mit einer Frühjahrs-Offensive unter dem Decknamen „Michael“ den „Siegfrieden“ erringen. Bereits seit Ende 1917 liefen die operativen Planungen und Vorbereitungen. Statt Stellungskrieg sollte jetzt ein Bewegungskrieg zum Erfolg führen. Der taktische Durchbruch wurde zwar organisatorisch hervorragend vorbereitet, doch es fehlte ein klares strategisches Ziel.Unter strengster Geheimhaltung begann der Angriff am 21. März 2018 und man konnte tatsächlich die Stellungen der Gegner durchbrechen, aber eine Woche später kam der Angriff der Deutschen ins Stocken. Die temporären taktischen Erfolge waren teuer erkauft worden - die deutschen Truppen hatten fast 240.000 Mann verloren. Am 24. Juli begann schließlich die Gegenoffensive der britischen, französischen und amerikanischen Truppen. Es folgte der lange Weg zurück bis zur Unterzeichnung des Waffenstillstands. Auf die Niederlage hatten deutschnationale Kreise eine einfache Antwort: die Heimat sei der Front in den Rücken gefallen. Damit stahl sich die OHL und Ludendorff aus der Verantwortung.Mit vielen Fakten und Details analysiert Groß das Kriegsgeschehen im Jahr 1918 und beleuchtet dabei auch die politischen und wirtschaftlichen Hintergründe. Zahlreiche farbige Abbildungen, historische Aufnahmen und Karten veranschaulichen das Geschehen vor hundert Jahren.

  • Osorno
    2019-04-04 19:16

    Leider geht das Buch nicht auf die Frage ein warum das Reich Wilhelms II. so schnell binnen weniger Wochen überraschend zusammenbrach und welchen Einfluss hier "Innere Faktoren" wie z.B. Desertion, bolschewistische Propaganda, Defaitismus der Eliten und Nachschubversagen hatten.