Read Musik (Kunst) by Jean-Jacques Sempé Online

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Um dem Ehekrach seiner Eltern zu entfliehen, dr ckte Semp schon als kleiner Junge sein Ohr ans Radio und entdeckte den Modern Jazz, Duke Ellington und Ray Ventura, der ihm mit seiner Musik das Leben rettete Mittlerweile sieht Semp sich selbst als Jazzer, der zuf llig einen Zeichenstift in die Hand bekam Damit dirigiert er ein ganzes Orchester voller Musiker, Musikliebhaber und seine eigene, farbige Com die humaine....

Title : Musik (Kunst)
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ISBN : 3257021682
ISBN13 : 978-3257021684
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Diogenes Auflage 1 26 September 2018
Number of Pages : 506 Pages
File Size : 877 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Musik (Kunst) Reviews

  • Volker M.
    2019-05-17 22:01

    Viel lieber wäre er Musiker geworden als Zeichner, aber die Eltern hatten kein Geld für seine musikalische Ausbildung. So zerplatzte zwar Sempés Jugendtraum, aber die Liebe zur Musik ist ihm geblieben und ein bemerkenswert hoher Anteil seiner Zeichnungen befasst sich mit dem Thema. Besonders gerne karikiert er klassische Orchester und deren Pathos, das er durch kleine Begebenheiten am Rande auf Normalmaß herunterstutzt. Aber auch seine Musikerportraits sind fein beobachtete Studien von Persönlichkeiten, denen allen gemeinsam ist, dass sie eine fast schon intime Beziehung zu ihrem Instrument haben, seinen sie nun erleuchtete Dilettanten oder abgebrühte Profis. Sempé spielt selber Klavier, wenn auch nicht auf dem Niveau, das er gerne beherrschen würde, aber er ist das, was man einen enthusiastischen Amateur nennen darf. Duke Ellington, Count Basie oder Ray Ventura sind seine Idole, der Jazz sein Leben, ja er behauptet sogar, er hätte ihm sein Leben gerettet. In der Klassik mag er Debussy und Puccini, Verdi und Wagner sind nicht sein Ding.Woher ich das alles weiß? "Musik" ist nicht nur Bildband mit Sempé-Zeichnungen über berufene und unberufene Musiker, sondern es enthält auch ein umfangreiches Interview, das Marc Lecarpentier führt und in dem auch die verborgene Seele Sempés zu Tage tritt. Zwar sind Lecapentiers Fragen manchmal etwas bemüht, um nicht zu sagen, dass sie Sempés Gedankenfluss unnötig unterbrechen, aber diese Eigenschaft, dem Anderen unvermutet ins Wort zu fallen, habe ich in Frankreich schon oft bemerkt. Vereinzelt kommen einem Lecarpentiers Einwürfe vor wie "Herr Lehrer, ich weiß auch was!", denn Sempé zeigt sich als ein geradezu enzyklopädischer Kenner der Materie. Er war sogar schon als Komponist tätig und kennt (bzw. kannte) eine ganze Reihe französischer Jazz- und Chansongrößen persönlich. Mittlerweile ist Sempé 86 und so langsam sterben seine Idole weg.Ist der Welt jetzt ein großer Musiker verloren gegangen? Nein, Sempé ist da in seinem Selbsturteil ziemlich kritisch. Zum großen Musiker hat es nie gereicht, für eine große Liebe zur Musik dagegen schon. Wer seine Zeichnungen ansieht, und davon hat der großformatige Band einige zu bieten, der spürt diese tiefe Verbundenheit in jedem Strich. Das subtile ironische Augenzwinkern, das wie ein roter Faden die Momentaufnahmen aus dem Musikerleben durchzieht, ist typisch Sempé und macht den liebenswerten Reiz aus. Er schafft es, in einem kleinen Bild große Geschichten zu verpacken, und sei es, wenn eine junge Klavierschülerin grimmig auf das "Allegro" auf ihrem Notenständer starrt. Sempé kann sogar mit viel Zuneigung den Hass auf die Musik zu Papier bringen...

  • WeLoveBooks Literaturplattform
    2019-05-15 18:07

    Meine MeinungMusik und Kunst – zwei Kulturgüter, miteinander verbunden im neuen, wundervollen Buch von Sempé, »Musik«, erschienen bei Diogenes. Das Buch mit dem ordentlichen Gewicht und der stattlichen Größe beinhaltet eine kleine und kunstvolle Reise in die Welt der Musik – und der Kunst. Sempé nämlich verehrt die Musik – aber auch die Kunst, denn Sempé ist ja Künstler. Das Buch erzählt von Sempés Leben uns seiner Liebe zur Musik – wie kam er zur Musik, welche Künstler hat er früher liebend gern gehört und welche Instrumente hatte er damals vor zu spielen? All die Fragen werden geklärt, verpackt in einem sehr interessanten Gespräch, welches Marc Lecarpentier mit Sempé geführt hat. Sempés Leben und sein Weg, seine Karriere wird schön und klug im Buch verteilt erzählt. Dabei wird auch deutlich, wie sympathisch und humorvoll Sempé ist, welche Mentalität seinen Tag beherrscht und wie locker er auf Fragen und Hypothesen von Marc Lecarpentier antwortet.Nun kommen wir zu dem wohl wichtigsten Inhalt des opulenten Buches: Die Zeichnungen, die Sempé einst über die Musik – für die Musik angefertigt hat. Mit Liebe zum Detail zeigt und Sempé eine große Palette an liebevollen Zeichnungen – Personen, Menschen aus dem Alltag, die nicht immer die edelsten, kultiviertesten oder monetärsten Zeitgenossen sind, sondern schlicht die Musik lieben und sie – egal wo und egal wann – musizieren. Sempé hat daher ganz wundervolle Zeichnungen in das neue Buch mit integriert, die allesamt eine Sprache sprechen – die Sprache der Kultur; Musik mit Literatur und Kunst vereint – ein wundervolles Buch!FazitSempés »Musik« fand ich großartig. Mit einer Tasse Tee vor dem Kachelofen sitzen und mit großer Neugier und großem Interesse durch das Buch blättern und die Dialoge lesen – tolle Unterhaltung und ein opulentes, faszinierendes Werk!