Read Pontifex: Die Geschichte der Päpste by Volker Reinhardt Online

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Hter einer ewigen Ordnung So sehen sich die Ppste, deren Institution durch ihre lange Kontinuitt fasziniert Volker Reinhardt zeigt, dass diese Unvernderlichkeit eine Fiktion ist Er erzhlt hchst spannend, wie sich das Papsttum immer wieder neu erfunden hat, und vollbringt das Kunststck, dabei jedem Pontifikat in seinen theologischen, politischen und kulturellen Besonderheiten gerecht zu werden Volker Reinhardt legt nach dreiigjhriger Forschung zur Geschichte Roms und des Papsttums mit diesem Buch die seit Langem erste Gesamtgeschichte der Ppste aus der Feder eines Historikers vor Er schildert, wie die Bischfe von Rom in der Antike den Primat ber alle anderen Bischfe durchsetzten, im Mittelalter die Hoheit ber Knige und Kaiser gewannen, als weltliche Herrscher den Kirchenstaat vergrerten und dabei jahrhundertelang die Erhhung der eigenen Familie im Blick hatten Unzhlige Kunstwerke zeugen bis heute von diesem vielfltigen Machtanspruch, und die meisten entstanden in Renaissance und Barock, als die Machtflle schon brckelte Bis weit ins 20 Jahrhundert stemmten sich die Ppste gegen die Moderne und handelten dem Papsttum das Stigma des Ewiggestrigen ein Aber der Ruf nach Reformern ist, wie die fulminante Darstellung zeigt, so alt wie das Papsttum....

Title : Pontifex: Die Geschichte der Päpste
Author :
Rating :
ISBN : 340670381X
ISBN13 : 978-3406703812
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : C.H.Beck Auflage 2 29 Januar 2018
Number of Pages : 189 Pages
File Size : 987 KB
Status : Available For Download
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Pontifex: Die Geschichte der Päpste Reviews

  • Georg
    2019-03-18 00:32

    ..nun gehört Volker Reinhard zu den ganz Großen seines Fachs. In aussergewöhnlicher Klarheit und auch Objektivität zeigt er in 13 Kapiteln mit Unterkapitel die Kirchengeschichte an Hand der Päpste auf. Sicherlich alleine schon wegen der Fülle der Ereignisse von 2000 Jahren ein schier unmögliches Unterfangen. Aber es gelingt auch wenn es manchmel schwierig ist den Überblick zu bewahren. So kann man das Buch meines Erachtens nur Kapielweise lesen, um es dann aus der Hand zu geben und drüber nachzudenken und anderwo nachzulesen. Ein schon wissenschaftliches Buch ohne Fussnoten. Jedenfalls erschliesst sich dem Leser der jeweilige Pontifex nicht "alleine dastehend, hintereinandergereiht nach dem Vorgänger und vor dem Nachfolger", sondern es ist erkennbar, dass der Pontifex Teil der Strömungen ist, die in der katholischen Kirche zu den jeweiligen Zeiten bestanden und die der jeweilige Papst seinen Stempel aufdrückte oder jedenfalls versuchte..Nicht zum einfachen Gebrauch gedacht.

  • Thomas Leutschacher
    2019-03-01 23:50

    Wenn man sich für das Papsttum der katholischen Kirche interessiert, dann findet man mit diesem Buch genau das Richtige. Sehr gut recherchiert und geschrieben. Zu empfehlen.

  • Fuchs Werner T. Dr
    2019-03-07 02:47

    Es kommt selten vor, dass Sachbücher ihren Platz in meinem Büchergestellt räumen müssen. Aber Volker Reinhardt schaffte es, dass ich zwei Papstgeschichten in den Schrank legte, der mir als Lager für ausgediente Werke dient. Denn möchte ich in Zukunft wieder einmal nachlesen, was zu diesem oder jenem Papst Wissenswertes geschrieben wurde, werde ich den „Reinhardt“ hervorziehen. Und das nicht nur wegen des Umfangs von über 900 Seiten oder den vielen Abbildungen. Nein, es sind die profunden Kenntnisse des Autors und wie er diese seinem Publikum vermittelt.Man kann zur katholischen Kirche und ihren Päpsten eingestellt sein, wie man will. Aber niemand kann bestreiten, dass ein Papst selbst heute noch über viel Macht verfügt. Und sei es auch „nur“ Deutungsmacht. Deshalb erstaunt es mich immer wieder, dass es junge Historiker gibt, die keine Ahnung vom Papsttum und seiner Geschichten haben. Damit kann ich so wenig leben wie mit der Tatsache, dass die Lektüre der Bibel für Germanisten inzwischen freiwillig ist. Aber lassen wir solche persönlichen Aufreger und kümmern uns um den Inhalt. Weil dies bei einem so umfangreichen Werk eine Herkules-Arbeit ist, beschränke ich mich auf wenige Punkte. Zumal die Funktion „Blick ins Buch!“ interessierten Lesern erlaubt, sich genauer zu informieren.Im Gegensatz zu vielen anderen Sachbüchern empfehle ich den Lesern dringendst, sich bei diesem die Zeit für eine aufmerksame Lektüre der ersten 40 Seiten zu nehmen. Denn nur wer die Anfänge des Papsttums einigermaßen versteht, kann den Irrungen und Wirrungen in den Jahrhunderten seines Bestehens folgen. Man muss selbstredend nicht Theologie studieren, um die menschliche Verhaltensmuster früherer Zeiten einordnen zu können. Aber weil gesellschaftliche Geschehnisse und politische Machtverhältnisse unsere Wahrnehmung oder Entscheidungsstrategien ebenfalls beeinflussen, bringen und kirschengeschichtliche Grundkenntnisse der Realität näher. Das Buch von Volker Reinhardt vermittelt solchen Wissen auf ebenso spannende wie faktengeprüfte Weise.Auf den ersten Blick geht der Autor in der für Historiker üblichen chronologischen Weise vor. Aber das stimmt nur bedingt. Denn er denkt zum Glück auch thematisch und verhindert so eine langweilige Abfolge von Zahlen, Namen und Ereignissen. Dieses Vorgehen macht Kirchengeschichte zur Menschheitsgeschichte und somit auch für ein breiteres Publikum bekömmlich.Obwohl die Druckqualität der vielen Abbildungen nicht als herausragend bezeichnet werden kann, lassen sich auch Details erkennen, die für die Deutung des Dargestellten oft wichtiger sind als das Offensichtliche. Trotzdem hätte ich mir bei etlichen Abbildungen ein größeres Format gewünscht und dafür lieber auf einige nebensächliche Ausführungen verzichtet. Für Leser, die sich von einem Werk mit über 900 Seiten abschrecken lassen, sei noch gesagt, dass nach Seite 872 der umfangreiche Anhang folgt. In ihm sind 4 Karten zu finden, eine Liste der Päpste und Gegenpäpste, nach Kapitel geordnete Literaturhinweise, die Bibliographie, Bildnachweise sowie ein Personenregister.Mein Fazit: Von neidischen Fachkollegen abgesehen, wird es wohl keine Leser geben, die Volker Reinhardts Geschichte der Päpste die Maximalnote verweigern werden. Dieses rundum gelungene Werk empfehle ich auch allen, die nach einem „Nachhilfeunterricht“ in Kirchengeschichte Ausschau halten, um kulturelle, gesellschaftliche und politische Gegebenheiten besser verstehen zu können. Lieber auf die Lektüre einer selbstbeweihräuchernden und schlechten Autobiographie von letztlich unbedeutenden Politikern verzichten und dieses Buch von Volker Reinhardt lesen.

  • Ein Kunde
    2019-02-26 01:38

    Volker Reinhardt nähert sich dem Phänomen "Papsttum" als (Profan-) Historiker, und dies ist dem Werk anzumerken. Auf über 900 Seiten wird das Papsttum als weltliche Institution wie jede andere auch beschrieben, die einzelnen Päpste, die als Personen meist recht blass bleiben, unter dem Aspekt der Erlangung und Handhabung der "Macht" präsentiert (wobei der Autor seine bereits an anderen Stellen entfaltete "Netzwerktheorie" wiederholt) und schließlich die Beziehungen zu den anderen politischen Gewalten in Kategorien der Außen- und Bündnispolitik dargestellt. Theologische, philosophische oder kulturelle Aspekte kommen dabei fast überhaupt nicht zum Tragen, das Handeln der Päpste als Leiter der Kirche wird lediglich angerissen. Nimmt man diese Beschränkungen in Kauf, ist die Darstellung recht ausführlich und zudem gut zu lesen. Eine Darstellung der "Päpste" ist das Werk jedoch nicht, der Autor hat, trotz aller Fleißarbeit, das Papsttum als solches und seine Grundlagen nicht verstanden. Hier wären die älteren und noch dazu detaillierteren Werke von Ludwig von Pastor und Franz Xaver Seppelt immer noch vorzuziehen.