Read Auf der Sonnenseite: Roman (Gulliver) by Klaus Kordon Online

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Nach dem packenden Zeitpanorama Krokodil im Nacken setzt Klaus Kordon mit Auf der Sonnenseite seine bewegende Lebensgeschichte fort.Hannah und Manfred Lenz sind von der BRD aus der Stasi Haft freigekauft worden ihre Kinder werden in der DDR im Heim festgehalten Erst zwei Jahre sp ter d rfen sie in den Westen ausreisen Aufmerksam beobachtet Lenz die Entwicklungen seiner neuen Heimat und ebenso das Geschehen in der DDR Mit gemischten Gef hlen verfolgt er die politischen Ereignisse im Osten, die schlie lich 1989 zur Aufl sung seines ehemaligen Staates f hren....

Title : Auf der Sonnenseite: Roman (Gulliver)
Author :
Rating :
ISBN : 3407742398
ISBN13 : 978-3407742391
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Gulliver von Beltz Auflage 2 29 Februar 2016
Number of Pages : 304 Seiten
File Size : 774 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Auf der Sonnenseite: Roman (Gulliver) Reviews

  • R.G.H.
    2019-07-27 01:02

    Ganz große Klasse. Das 6. buch, dass ich von K.K. lese. Deutsche Geschichte ohne Besserwisserei. Von 1848 über die roten Matrosen usw. sollten diese Bücher Pflichtlektüre sein. Das steckt so viel Wissen, Ehrlichkeit und Nachdenklichkeit drin und vor allem Neutralität. Zum Schluß schilldert er die Wiederveinigung und man kann sie erneut durchleben. Was für ein tolles, wichtiges Ereignis in der deutschen Geschichte für das wir immer dankbar sein müssen. Statt dessen jammern viele über den Soli. Lächerlich. Ich zahle gerne diese "Zusatzusteuer" für das beste was uns passieren konnte.

  • Bienchen
    2019-08-19 02:44

    Von "Krokodil im Nacken" total begeistert, habe ich gleich im Anschluß "Auf der Sonnenseite" gelesen. Ich dachte, es geht so weiter wie im ersten Buch, nur halt auf der "Sonnenseite", der BRD. Leider wurden meine Erwartungen dahingehend enttäuscht. Ich stimme dem Rezenten W.Öschelbrunn voll zu, der sagte:" Leider ist es kein Roman, sondern erzählte Zeitgeschichte". Genau das habe ich auch gefühlt beim Lesen. Jetzt habe ich ja nichts gegen erzählte Zeitgeschichte, die gehört ja bei den Büchern von Kordon dazu, man "erlebt" ja sozusagen "Geschichte". Und das gefiel mir ja bisher so gut.Aber es soll halt nur in den Roman eingebaut werden, als Nebenstrang. Nur in diesem Buch "Auf der Sonnenseite" wird dem Roman viel zu wenig Platz eingeräumt, die Geschichte um Manfred Lenz ist zusehr an den Rand gedrängt, und der" erzählten Zeitgeschichte" und Politik wird für meinen Geschmack viel zu viel Platz eingeräumt. Für meinen Geschmack zuviel, weil ich anderes von Kordon kennen und schätzen gelernt habe. Dies war immerhin innerhalb eines Monats mein 6. Kordon-Buch.

  • Dana Tiefenbacher
    2019-08-20 08:48

    Schließe mich gern der Meinung des vorhergehenden Schreibers an; es ist auch ziemlich meine eigene zur Fortsetzung von Krokodil im Nacken. Der Autor beschreibt sehr glaubwürdig und nachvollziehbar den Start der Familie Lenz in der BRD, wie z.B. das unfrohe und irgendwie zermürbende Gefühl, ideell zwischen zwei Welten zu pendeln und streckenweise zweifelnd an der Richtigkeit der getroffenen Entscheidung zum Verlassen des Staates, in dem man schließlich aufgewachsen ist, wo die Wurzeln liegen, die sich eben doch nicht so ohne weiteres kappen lassen. Drüben nicht mehr zu sein, weil endgültig gebrochen, hier noch nicht richtig angekommen, ist sehr schwer zu ertragen und führt zu Irritationen. Die Probleme, die sich privat und beruflich beim Kennenlernen der westdeutschen Mentalität ergeben und das daraus resultierende Befremden von Hannah und Manfred, sind sehr authentisch und nachvollziehbar für ehemalige DDR'ler, die dem "Sozialismus" der DDR ebenfalls den Rücken gekehrt haben, beschrieben. Bei der Schilderung der 68er Generation sowie der RAF geriet meine Lesefreude zeitweilig etwas ins Stocken, was sich dann aber als unberechtigt heraus stellte, weil unverzichtbar für das Begreifen der Geschichte der Bundesrepublik. Ganz besonders gefreut hat mich die immer währende Verbundenheit von Manfred Lenz zu seiner Heimatstadt Berlin und den Erinnerungen an Kindheit und Jugend. Beide Bücher sind sehr tiefsinnig geschrieben, sie basieren auf großem Erinnerungsvermögen und unglaublich guter Beobachtungsgabe und Einfühlung des Autors in Menschen und Zeitgeschehen. Insgesamt das beste und wahrhaftigste, was ich bisher zum Thema Verlassen der DDR, gelesen habe.

  • Andreas Meißner
    2019-08-11 00:50

    vor einiger zeit habe ich hier schon einmal ein buch vom selben verfasser vorgestellt (das krokodil im nacken).heute gehts im buch: "auf der sonnenseite" zeitlich um die phase nach der umsiedlung in die damalige brd. wie kommt ein "gelernter ddr-bürger" mit der marktwirtschaft und dem freiheitlichen denken (und konkurrenzkampf) klar?zuerst hat das ehepaar noch damit zu tun, dass sie ohne kinder ausgebürgert wurden. später kommen diese nach.wie schwierig es ist, in einer fremden umgebung und "denke" fuss zu fassen, sich selbst und seine arbeitskraft bestmöglich anzupreisen und zu verkaufen, dem misstrauen zu begegnen, was so ein "ossi" wohl im westen macht (es war kurz nach der guillaume-affäre) - das alles galt es für den schreiber lenz zu verkraften. beruflich fasste er fuss, reiste umher und baute den ostmarkt seiner firma auf.zunehmend aber kommt er ins grübeln und merkt, wie das freiheitliche denken auch vieles negative im schlepptau hat. nach und nach durchschaut er das neue system und fängt an, darüber zu schreiben, macht sich sogar als schriftsteller selbstständig. die handlung endet nach dem mauerfall am brandenburger tor, durch welches der nunmehrige wessi auch von der westseite aus hindurchgeht...insgesamt hat mir dieses buch nicht so gut gefallen, wie der erste band, was wohl auch daran lag, dass die erste erzählung viel grössere spannungsmomente beinhaltete. trotzdem versteht es kordon, seine philosophische sicht der ereignisse und politik gut zu erklären und den leser in seine denkprozesse mit hinein zu nehmen. wer den ersten band gelesen hat, wird auch in diesem buch gerne schmökern...

  • Hueva
    2019-07-26 06:49

    Das Buch ist die logische Konsequenz nach "Krokodil im Nacken" und eine hervorragende Fortsetzung des Lebens des Autors in der Bundesrepublik. Naturgemäß ist das Werk nicht mehr so spannend, wie der erste Band, weil die Bedrohung von Außen viel geringer ist. Wer beide Bände gelesen hat, weiß, dass Freiheit - neben Gesundheit - das höchste Gut des Menschen ist. Auch und gerade in satten Zeiten, muss man wachsam bleiben, um die Freiheit zu erhalten.