Read Geraubte Leben: Zwangsarbeiter berichten by Kathrin Janka Online

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ber f nfzig Jahre nach Kriegsende erlie die Bundes rung unwiderruflich ver ndert republik Deutschland ein Gesetz zur Entsch digung der wurde ehemaligen Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter Damit wurde ein Prozess in Gang gesetzt, der noch ber eineinhalb Millionen Menschen erreichte berlebende, die w hrend des Zweiten Weltkriegs auf unterschiedlichste Weise Zwangsarbeit im nationalsozialistischen Deutschland oder auf deutsch besetzten Territorien geleistet hatten Sie unterzogen sich der Antragstellung und schrieben ihre Erinnerungen an die damalige Zeit nieder In ihren Antr gen spiegeln sich ihre Schicksale und Geschichten, die so verschieden sind wie die Herkunftsl nder und die individuellen Lebensweisen berlebende der Konzentrations lager und Ghettos kommen ebenso zu Wort wie Personen, die in der Industrie, im ffent lichen oder privaten Sektor oder in der Landwirtschaft zur Arbeit gezwungen wurden Eine Auswahl aus diesen Erinnerungstexten versammelt der vorliegende Band Sie gew hren dem Leser Einblicke in das Schicksal Einzelner, aber auch in das ganzer Gruppen, deren Leben unwiderruflich und unabh ngig von jeder Entsch digung durch ihr Schicksal als Zwangsarbeiter gepr gt ist Dabei bezeugen sie nicht nur die unterschiedliche Erfahrung, die der Zwangseinsatz zur Arbeit f r den Einzelnen bedeutet, sondern machen auch die inter nationale Dimension und das gewaltige Ausma des Ph nomens sichtbar Mit diesem Band werden eindr ckliche Schlaglichter in ein lange verschwiegenes Kapitel der deutschen Geschichte geworfen....

Title : Geraubte Leben: Zwangsarbeiter berichten
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ISBN : 9783412200923
ISBN13 : 978-3412200923
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : B hlau K ln Auflage 1., 1 M rz 2008
Number of Pages : 570 Pages
File Size : 796 KB
Status : Available For Download
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Geraubte Leben: Zwangsarbeiter berichten Reviews

  • Emilia
    2019-03-13 20:59

    Endlich gehört zu werden, das eigene Schicksal publik zu machen und damit aus der Anonymität der Millionen Opfer des NS-Systems herausgehoben zu werden, das war das Anliegen einiger Betroffener, die in Geraubte Leben - Zwangsarbeiter berichten" zu Wort kommen. Viele waren auch dankbar, zu den 35 Autoren zu zählen, die von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" ausgewählt worden waren, um auf diesem Wege vielleicht an ihre verstorbenen Lieben zu erinnern. Mehrere Töchter berichten von dem Schicksal ihrer meist längst verstorbenen Mütter, da diese nicht mehr für sich selber sprechen können, das ihnen angetane Unrecht jedoch nicht in Vergessenheit geraten dürfe.Über 1,6 Millionen ehemalige Zwangsarbeiter und ihre Rechtsnachfolger wurden von 2000 bis Mitte 2007 aus dem Fonds der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft" mit insgesamt 4,37 Milliarden Euro entschädigt. Doch kann man dafür finanziell entschädigt werden, daß man jahrelang körperlich schwere Sklavenarbeit für das NS-Regime hat verrichten müssen und dabei Angehörige hat sterben sehen? In einem geschilderten Fall wird eine Frau sogar zur Mörderin ... an ihrem eigenen Kind. Um nicht wie alle Schwangeren um sich herum getötet zu werden, verheimlicht eine Zwangsarbeiterin ihre Schwangerschaft und arbeitet bis zu ihrer Niederkunft genauso hart wie alle anderen Schicksalsgenossen. Im Dunkel der Nacht bringt sie ihr Kind zur Welt, doch da der Säugling im Arbeitslager keine Überlebenschance hat, sie sich auch nicht verraten will, wirft sie den Nachwuchs in einen Sack auf den im Lager befindlichen Leichenwagen. Welche Schuldgefühle wird diese Frau für den Rest ihres Lebens gehabt haben? Und wie wird sich die Tschechin Adolfina Sovova am 8. März 1944 gefühlt haben, als sie wußte, daß ihre Mutter nur einige hundert Meter von ihr entfernt in die Gaskammern geschickt wurde, während sie, gesund und kräftig, als Zwangsarbeiterin weiter leben durfte?Die einzelnen meist nur wenige Seiten umfassenden Schicksalsberichte werden jeweils mit einem Foto des Betroffenen und einer Kurzvita aufgemacht. So erfährt der Leser, was aus den Menschen wurde, wo und ob sie heute leben. Den gebürtigen Slowenen Alois Starina zog es beispielsweise 1957 wieder zurück nach Offenbach, wo er noch gute Kontakte aus seiner Zeit als Zwangsarbeiter in einem Gartenbaubetrieb hatte.Mit Ich hatte mir ein anderes, besseres Leben vorgestellt" beginnt das weitgehend unpolitische Buch Geraubte Leben". Abgebrochene Schulkarrieren, fehlende Ausbildung und körperliche Folgeschäden bestimmten für viele das Leben nach Kriegsende.