Read Der Feigenbaum: Roman by Ramiro Pinilla Online

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Ein Roman wie der Blick eines Kindes, in Stein gemeielt Lutz Bunk im Deutschlandradio Kultur Francos Truppen haben 1937 das Baskenland erobert, die Anhnger der Republik werden grausam verfolgt Als der Falangist Rogelio Cern einen Vater und seinen Erstgeborenen fesselt, bleiben seine Augen an dessen kleinem Bruder hngen Unverwandt starrt der kleine Gabino ihn an, sein undurchdringlicher Blick verfolgt ihn fortan Ein groer Roman ber die Verstrickung von Ttern und Opfern....

Title : Der Feigenbaum: Roman
Author :
Rating :
ISBN : 3423141573
ISBN13 : 978-3423141574
Format Type : E-Book
Language : Englisch
Publisher : dtv Verlagsgesellschaft 1 M rz 2013
Number of Pages : 320 Seiten
File Size : 565 KB
Status : Available For Download
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Der Feigenbaum: Roman Reviews

  • schmechi
    2019-04-07 03:35

    Der junge Falangist Rogelio Céron ist im spanischen Bürgerkrieg als Mitglied eines Säuberungskommandos an Erschießungen nach der Eroberung des Baskenlandes beteiligt. Dabei zerbricht er am Blick eines zehnjährigen Jungen, dessen Vater und Bruder von der Falange ermordet werden.Pinillo erzählt die seltsame Geschichte des sich wandelnden Täters Céron aus dessen eigener Perspektive. Seine Auseinandersetzung mit dem spanischen Bürgerkrieg ist ein Buch über Schuld und Sühne. Verstrickungen von Tätern und Opfer, das Vergessen der Kriegsgreuel aber auch das Thema der Versöhnung behandelt Pinillo anhand der Parabel eines Feigenbaums, der am Grab der Ermordeten gedeiht.Pinillos Roman ist reich an Symbolik und Absurditäten und bietet einen Blick auf das Zeitalter des Franquismus. Die Handlung selbst allerdings ist zeitweise recht platt und durchschaubar und bleibt das Handeln des Ich-Erzählers in seiner grotesken Irrationalität trotz zahlreicher Erklärungsversuche des Autors dem Leser unverständlich, was die Glaubwürdigkeit der Geschichte mindert.

  • Amazon Customer
    2019-04-01 22:37

    Der Feigenbaum ist ein wunderbares, ein sehr stilles, intelligentes Buch. Ramiro Pinilla nimmt sich viel Zeit dem Leser die Möglichkeit zu geben, sich in die Beweggründe und Ängste des Protagonisten einzufühlen. Wir wissen, warum er 30 Jahre lang das Wachsen des Baumes begleitet und bewacht. Nicht so die weiteren Charaktere des Romans. Für die einen ist er schlicht ein Verrückter, für die anderen ein Heiliger, für die Kinder Zielscheibe ihrer Steine und Neckereien und für einen das Hindernis auf dem Weg zu einem vermeintlichen Schatz.Hieraus ergeben sich bei aller Nachdenklichkeit, die sich beim Lesen breitmacht durchaus komische Aspekte, die mich immer wieder zum Schmunzeln gebracht haben.Entscheidend für die positive Bewertung war letztlich die Eindringlichkeit mit der beschrieben wird, wie verschiedenste Menschen nicht verstehen. Dieses Unverständnis versuchen sie allerdings nicht zu lösen, indem sie darüber nachdenken oder dem Protagonisten zuhören. Stattdessen interpretieren sie in seine Haltung einfach hinein, was in ihre eigene Weltanschauung paßt.Kurios dabei, daß auch der Protagonist selbst durch genau diesen menschlichen Zug sein Schicksal wählt: Er interpretiert sein Schicksal in den strafenden Blick eines Jungen hinein, der ihn dabei beobachtet, wie er seinen Vater und seinen Bruder tötet.Bitte lesen Sie dieses, wie ich meine, wertvolle Buch.Das Bild auf dem Umschlag ist ein Kunstwerk für sich.

  • wolfgang neubacher
    2019-04-10 21:24

    Spanien; wir schreiben das Jahr 1937. Rogelio Ceron ist 21 Jahre alt, stammt aus Valladolid und hat hier seine Freundin Loreto zurückgelassen. Rogelio befindet sich im Baskenland. Hier ist der Bürgerkieg bereits zu Ende; nun beginnt die Zeit der Rachefeldzüge. Rogelio ist mit weiteren 5 Falangisten unterwegs, um "Rote" zu liquidieren. Joseba Ermo, ein Denunziant, hat die Familie Garcia angeschwärzt. Dafür wurde ihm der Hof der Familie versprochen. Eines Nachts überfällt der Falangisten-Trupp diesen Hof, nimmt Simon Garcia, einen Lehrer, und seinen 16jährigen Sohn gefangen und erschießt sie kurz danach.Der 10jährige Sohn musste - wie die weiblichen Mitglieder der Familie - die Entführung von Vater und Bruder mitansehen. Er fixiert mit seinen Augen Rogelio so sehr, dass sich dieser vor der Rache des 10jährigen zu fürchten beginnt. Dass ihn der Knabe in 6 Jahren, wenn er dann 16 wäre, ermorden würde, wird zur fixen Idee. Deshalb macht er sich auf die Suche nach dem Grab der Erschossenen - und findet es tatsächlich. Der 10jährige Junge hatte in einer übermenschlichen Anstrengung Vater und Bruder begraben.Von Reue gepackt, verlässt Rogelio das Grab nicht mehr und bewacht es. Diese "Bewachung" zieht sich über viele Jahre hin...Ramiro Pinilla, im deutschen Sprachraum kaum bekannt, hat mit diesem Roman Weltliteratur geschrieben (hallo, Nobelpreiskomitee!) Der Autor setzt mit dem "Feigenbaum" den Opfern der Franco-Dikltatur - in diesem Fall geht es um die Rache an willkürlich ausgesuchten "Gegnern" - ein Denkmal. Wie er etwa den Denunzianten beschreibt, lässt einen erschauern - genauso wie das Weltbild der Vertreter der Kirche oder der Frankisten. Gleichzeitig sind der Feigenbaum und die Frauenfiguren ein Zeichen der Hoffnung...Ganz, ganz große Literatur; heftigste Leseempfehlung!

  • Holger Köhler
    2019-03-23 04:22

    Ein unglaublich fesselndes und intensives Buch.Am Anfang kommt man sehr langsam rein,aber mit jeder neuen Seite erschließt sich einem mit jedem Wort die intensive Erzählweise des Buches.Ich konnte es teilweise gar nicht aus der Hand legen,es zeigt die verschiedenen Wege die das Leben gehen kann,wie man sich mit sich selbst auseinander setzt und reflektiert und die Ignoranz einiger anderer Menschen mit denen man eine intensive Zeit zusammen verbracht hat.Ramiro Pinilla schafft es aufzuzeigen wie viele Menschen im spanischen Bürgerkrieg unschuldig und willkürlich umgebracht worden ohne offen anzuklagen.Ich könnte noch so viel schreiben,aber das würde viel von der Spannung des Buches nehmen...Und das wäre sehr schade...Ich kann dieses Buch jedem Leser nur ans Herz legen,es ist ein Kleinod in meiner doch recht großen Büchersammlung,und das obwohl ich nur 14 Cent für dieses Buch bezahlt habe.Der ideelle Wert für mich,das was dieses Buch mir gegeben hat,ist mit Geld nicht aufzuwiegen.Eskerrik asko,Ramiro Pinilla.