Read Die Lieben meiner Mutter by Peter Schneider Online

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Es sind Briefe, deren Feuer dem Sohn auch noch Jahrzehnte, nachdem sie aufs Papier geworfen wurden, die Hand versengt.Jahrzehntelang haben ihre Briefe aus der Kriegs und Nachkriegszeit ungelesen im Schrank gelegen Als Peter Schneider sich endlich entschlie t, die in S tterlin geschriebenen Briefe seiner Mutter transkribieren zu lassen, st t er auf eine unglaubliche Geschichte eine offene Dreiecksbeziehung Eine aufw hlende Recherche beginnt Aus den Briefen seiner Mutter und seinen eigenen Erinnerungen rekonstruiert Peter Schneider seine Kindheit und zeichnet ein vielschichtiges Portr t einer faszinierenden Frau, die ohne R cksicht auf die Konventionen der Zeit ihren Leidenschaften folgte....

Title : Die Lieben meiner Mutter
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ISBN : 3442747368
ISBN13 : 978-3442747368
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : btb Verlag 8 September 2014
Number of Pages : 304 Seiten
File Size : 698 KB
Status : Available For Download
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Die Lieben meiner Mutter Reviews

  • Xeniana
    2018-12-21 10:55

    Die Lieben meiner Mutter von Peter Schneider/Rezension Jun19 ” Jahrzehntelang haben ihre Briefe aus der Kriegs-und Nachkriegszeit ungelesen im Schrank gelegen. Als Peter Schneider sich endlich entschließt, die in Sütterlin geschriebenen Briefe seiner Mutter transkribieren zu lassen, stößt er auf eine unglaubliche Geschichte.”-Klappentext.Und auf eine Seite seiner Mutter , die er bis dahin nicht kennengelernt hatte. ” Vor allem aber lernte ich eine Schreibende kennen, die ihren Schwankungen zwischen Lebenslust und Schwermut fast hilflos ausgeliefert war.”Peter Schneider, geboren 1940 in Lübeck, lässt aus Erinnerungen und Briefen das Bild einer Frau erstehen die in den Wirren der Kriegsjahre versucht ihren Weg zwischen Pflicht und eigenen Ausdruck zu finden. Bis zur Selbstaufgabe verbrennt sie in der abhängigen Liebe zum Regisseur Andreas, der sich später mit der besten Freundin der Mutter liieren wird.Die Liebe zu Andreas besteht neben der Liebe zu ihrem Ehemann Heinrich der sie wiederum bedingungslos liebt. Liebe die in beiden Fällen auf Überhöhung, Idealisierung, Abhängigkeit gegründet zu sein scheint.Die 4 fache Mutter , künstlerisch ambitioniert und wohl die meiste Zeit auf sich selbst gestellt, findet ihren Selbstausdruck in der atemlosen Liebe und im Schreiben der Briefe. Immer ist es auch ein Ringen um die Frau die sie neben dem Mutterdasein auch noch ist.Andreas schätzt ihre Lage so ein: “daß vier Kinder eben zu viel für mich seien. Weniger, weil ich daß nicht schaffe,sondern weil in mir Dinge entfaltet werden könnten, die bei anderen nicht möglich wären-Dinge geistiger Natur.Er meint Kinder haben und aufziehen können viele.Das, wozu meine Befähigung vielleicht reichen würde, können ganz wenige”Andreas der von dieser großen Liebe überschwemmt wird, erwidert die Gefühle allenfalls halb.Wie aber ging es Heinrich, Ehemann, ebenfalls an der Oper tätig in dieser Dreiecksgeschichte, fragt sich Peter Schneider.” Hat er die Untreue seiner Frau gar nicht als Verrat empfunden? Sie als Überlebensmittel einer Frau toleriert , die immer am Rand ihrer Möglichkeiten lebte und sich durch ihre Amouren vor dem Absturz in die Depression zu retten suchte?”“…das schreiben ist für die Mutter offenbar ein Überlebensmittel gewesen, eine Waffe mit dem die zerstörererischen Kräfte, die von außen und von innen auf sie einstürmen, in Schach zu halten versuchte.”Peter Schneider verwebt eigene Erinnerungen, mit Gelesenen und Interpretationen , webt draus eine Geschichte aus Fiktion und Recherchierten.Das Fragmentarische machte mir das Eintauchen in die Geschichte nicht leicht. Trotzdem mochte ich den Sprachgestus, das feingeschliffene und das Bild das Peter Schneider von seiner Mutter , einer faszinierenden Frau entwirft. Mich erstaunte beim Lesen immer wieder, das so eine Geschichte in einer Zeit in der Not , Mangel, Gefahr und pures Überleben vermutlich zentrales Thema waren, lebbar und erfahrbar war.Aufmerksam geworden bin ich durch “Das blaue Sofa”. Gekauft habe ich es mir hier.Erschienen ist es 2013 bei Kiepenheuer[...]

  • Peter Schneider
    2019-01-17 11:03

    Sprachlich ausgefeiltes Zeitdokument, gründliche Recherche, spannend zu lesen, amüsant und auch traurig, eines der besten Bücher für Kriegs- und Nachkriegskinder

  • Ursken
    2018-12-31 14:10

    Sehr berührend fand ich die frühen Erinnerungen von Peter Schneider an seine Mutter und seine eigene Kindheit angeregt durch die Entschlüsselung der mütterlichen Briefe. Auch ein interessantes Dokument der Nachkriegsjahre.

  • Guckerin
    2018-12-26 12:57

    Hier hat doch mal ein Sohn wirklich einfühlsam das Leben im Krieg und nach dem Krieg erzählt, wie es nicht in den TV- oder Kinoberichten vorkommt. Diese Generation war vielleicht gerade wegen der Allgegenwart des Todes viel freizügiger als angenommen wird. Sehr differenziert wird hier ein eindrückliches Bild gemalt.Ein rundum erfreuliches Lesen!

  • Amazon Customer
    2018-12-24 09:48

    Grandioses Buch über einen Mann, der erst im Erwachsenenalter seine bereits verstorbene Mutter anhand ihrer Briefe kennen lernt!Ich habe diesen Roman sehr gerne gelesen!

  • Ulrich Meyer
    2019-01-09 09:10

    Die Liebensbeschreibung - eigentlich Lebensbeschreinbung - seiner Mutter ist einfühlsam und verständnisvoll. Stilistisch seltsam, dass er stets nur von "die Mutter" spricht, nie "meine Mutter" o.ä.. Als romanhaftes Sachbuch gut zu lesen. Vermißt habe ich ein Sachregister der Namen, Orte, Verwandtschaft (!) u.a.m., um mich besser orientieren zu können.

  • Anja Be
    2019-01-05 10:48

    Aufgrund der vielen positiven Rezensionen hatte ich mir ein packendes Buch zu einem doch recht interessanten Thema erwartet. Jedoch liest sich das Ganze eher mühsam. Die zitierten Briefe der Mutter sind oft unerträglich kitschig, ihre unerwiderte Sehnsucht nach Liebe und ihre Rastlosigkeit vom Sohn ohne viel Einfühlungsvermögen staunend beschrieben. Sie bleibt ihm ein Rätsel und somit leider auch dem Leser. Schön jedoch die Passagen welche die schwierige Nachkriegskindheit als Flüchtling in Grainau beschreiben. Eine Leseempfehlung nur für diejenigen, die einen Einblick gewinnen wollen in die Zeit des Krieges und kurz danach. Wer eine Liebesgeschichte erwartet wird enttäuscht sein.

  • Maria Adastra
    2019-01-04 12:06

    Ein großartiges und beeindruckendes Buch! Unvergesslich und so lebensnah, als hätte man diese tapfere frau (und leildenschaftlich liebende und leidende) gekannt ...