Read Deutsche Geschichte von 1848 bis zur Gegenwart: Macht in der Mitte Europas by Peter Zolling Online

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Zehn Jahre ist es her, dass Peter Zollings gro e Geschichtserz hlung von Deutschlands Weg zu Einheit und Freiheit erstmals erschien Inzwischen ist vieles geschehen und nachzutragen Eine weltweite Finanzkrise warf mit neuer Wucht die Frage nach einer gerechten Wirtschaftsordnung auf Die Ukraine Krise zeigt, dass der Weltfriede gef hrdeter ist, als man nach dem Ende der Sowjetunion glaubte Und der Terror radikaler Islamisten verst rkt noch den Eindruck, dass die Welt aus den Fugen geraten ist Der Klassiker von Peter Zolling in einer aktualisierten Neuauflage ein unverzichtbarer Wegbegleiter f r alle, die Deutschland verstehen wollen....

Title : Deutsche Geschichte von 1848 bis zur Gegenwart: Macht in der Mitte Europas
Author :
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ISBN : 3446249389
ISBN13 : 978-3446249387
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Carl Hanser Verlag GmbH Auflage 2 28 September 2015
Number of Pages : 377 Pages
File Size : 798 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Deutsche Geschichte von 1848 bis zur Gegenwart: Macht in der Mitte Europas Reviews

  • ase8thgjyasp9
    2019-04-02 16:47

    Die bisherigen Rezensionen zur Ausgabe von 2005 könnten auch für die aktualisierte Fassung 2015 gelten. Die Stoffauswahl und die Art der erzählenden Zusammenfassung sind gut gelungen -- mit einer gravierenden Ausnahme, siehe unten. Das Update 2015 deckt auch die letzten 10 Jahre -- mit der notwendigen Vorläufigkeit in der Beurteilung -- gut ab.Der größte Makel: Die DDR wird viel zu dürftig dargestellt. Es fehlen die für die BRD beschriebenen sozialen, politischen und kulturellen Entwicklungen, die Konflikte der Bevölkerung im Alltag und gegenüber der Führung, und dieser gegenüber eigenem Volk, sozialistischen Brudervölkern und anderen Nationen, es fehlen wichtige Einzelpersonen aus Politik, Kultur, Dissidenz, etc.. Angesichts der noch deutlichen Unterschiede zum Westen in Wirtschaft, Politik (Wählerverhalten, Werte und Einstellungen) und Gesellschaft (Frauen im Beruf, Bezahlung,Verfolgung bestimmter Delikte) ein gravierender Mangel! Auch wichtige Symbolfiguren fehlen, und wer war eigentlich der erste Deutsche im Weltraum? Das Studium in Hamburg und an der London School of Economics (laut Angaben S. 443) dürfte beim Autor diese Lücke gelassen haben, und Nacharbeiten für ein Buch das (zumindest in der vorigen Auflage) von Bundes-/Landeszentralen für politische Bildung verschenkt oder für 4 Euro verkauft wurde wäre zuviel Aufwand gewesen. Oder steckt eine Absicht hinter dieser Auslassung?Die Inhalte sind nicht immer auf dem neuesten Stand der Forschung sondern geben den Stand der Allgemeinbildung wieder. Z.B. ist das Foto (S. 195) deutscher Soldaten, die beim Einmarsch 1939 einen polnischen Schlagbaum an der Grenze niederreißen, längst als gestellt entlarvt. Überhaupt die Bilder... Die Auswahl ist nett illustrierend, doch Diagramme und mehr Karten hätten wohl mehr und besseren inhalt transportiert. So bleibt es beim "nett, ja so hat's damals ausgesehen" als Wirkung.Zumindest in meinem Exemplar weisen viele Abbildungen senkrechte weiße Streifen auf, als hätte man Ausdrucke eines billigen defekten Tintenstrahldruckers verwendet (und die flaue Qualität stützt diese Annahme) -- siehe Fotos. Die Bildunterschriften sind flapsig und wenig aussagend, und wohl auch nicht vom Autor selbst: Auf S. 332f zitiert der Autor Michail Gorbatschow korrekt mit "Wenn wir zurückbleiben, bestraft uns das Leben sofort" und liefert auch die bekannt gewordene inkorrekte Übersetzung dazu. Auf S. 334 in der Bildunterschrift (Gorbatschow sieht darauf auf seine Armbanduhr) wird daraus ein blödelndes " 'Wer zu spät kommt den bestraft das Leben' dachte wohl Michael Gorbatschow, als er auf seine Uhr blickte." Das ist Praktikanten-Niveau in einem Wochenblättchen.Die Sprache ist zwar nicht trocken, aber auch nicht wirklich lebendig. Es wimmelt von abgegriffenen Floskeln und kraftlosen Metaphern, auch und gerade wenn's eindrucksvoll sein soll. Beispiel? Gerne: Nach einem Zitat August Bebels über die Zuspitzung der Aufrüstung, in dem er eindringlich vor einer "Katastrophe" warnt, folgt der das Kapitel beendende Absatz: "Das war 1911. Die Uhr tickte. Drei Jahre später gingen in Europa die Lichter aus." (S. 69) So etwas funktioniert eventuell im Hörfunk wenn man den Text drohend-dramatisch sprechen und mit dumpf-dräuender Musik unterlegen läßt, in einem Buch ist das einfach lächerlich. (Der Autor war "Hörfunk- und Fernsehjournalist beim Süddeutschen Rundfunk".)Einarbeitung von vielleicht 20 zusätzlichen Seiten zur DDR, bessere Bildvorlagen in besserem Druck und vor allem eine komplette sprachliche Überarbeitung hätten aus diesem wirklich guten Manuskript ein langjähriges Standardwerk für den Haus- und Schulgebrauch gemacht. Jetzt liest es sich wie eine überlange Illustrierte. (Der Autor war "verantwortlicher Redakteur für Zeitgeschichte beim Spiegel.")Rechtschreibung und Grammatik sind aber wirklich in Ordnung.P.S.: Der Erste Deutsche im Weltraum war Sigmund Jähn aus der DDR.