Read Alles, was wir geben mussten: Roman by Kazuo Ishiguro Online

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Ein gro er Sportplatz, freundliche Klassenzimmer und getrennte Schlafs le f r Jungen und M dchen auf den ersten Blick scheint Hailsham ein ganz gew hnliches englisches Internat zu sein Aber die Lehrer, so engagiert und freundlich sie auch sind, hei en hier Aufseher, und sie lassen die Kinder fr h sp ren, dass sie f r eine besondere Zukunft ausersehen sind Dieses Gef hl h lt Kathy, Ruth und Tommy durch alle St rme der Pubert t und Verwirrungen der Liebe zusammen bis es an der Zeit ist, ihrer wahren Bestimmung zu folgen....

Title : Alles, was wir geben mussten: Roman
Author :
Rating :
ISBN : 345342154X
ISBN13 : 978-3453421547
Format Type : Other Book
Language : Englisch
Publisher : Heyne Verlag 14 November 2016
Number of Pages : 352 Seiten
File Size : 763 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Alles, was wir geben mussten: Roman Reviews

  • www.gritliest.de
    2019-05-20 19:10

    WORUM GEHT’S?Jeder Mensch ist einzigartig. Weit gefehlt. Erst nach und nach erkennt Kathy, dass ihre heile Welt im Internat Hailsham eine trügerische ist. Sie ist ganz und gar nicht einzigartig und all ihre Freunde auch nicht. Es gibt sie nur zu einem einzigen Zweck, der ihnen so offen dargelegt wird, dass sie ihn gar nicht in Frage stellen. Erst sehr spät erkennen sie den wahren Sinn ihrer Existenz.MEINE MEINUNG? Der heute in England lebende japanische Autor Kazuo Ishiguoro ist ein Meister seiner Klasse. Er erzählt in Rückblenden das Leben seiner Protagonistin Kathy und ihrer Freunde Tommy und Ruth. Eine zarte Erzählung – bestehend aus lauter kleinen Anekdoten – die so leichtfüßig daherkommt, so unschuldig erzählt wird, dass sich der Horror der Geschichte erst nach und nach entwickelt. Das Buch ist eine Zukunftsvision und doch habe ich mich in Gedanken oft in der Vergangenheit ertappt. Als Kind der DDR habe ich ebenso vieles nicht in Frage gestellt, weil es mir von klein auf als Normalität verkauft wurde. Auch die meisten Figuren dieser Geschichte nehmen ihr Schicksal einfach so hin, ohne zu hinterfragen. Wozu, wenn man sich nicht mal eine Alternative vorstellen kann?

  • Wolfka
    2019-05-08 02:33

    Der in England aufgewachsene Kazuo Ishiguro zeichnet ein fragwürdiges und sehr düsteres Bild einer möglichen Zukunft. Was dürfen Menschen tun? Wo sind ethische Grenzen? Wer mag heute der These widersprechen, dass allen Ethik-Kommissionen zum Trotz alles was technisch machbar ist, irgendwann auch einmal von Menschen gemacht wird? Davon ausgehend schreibt Ishiguro seine Vision der Zukunft. Er schreibt in einer einfach gehaltenen Alltagssprache die still und unauffällig daherkommt. Der Verzicht auf sprachliche Höhenflüge tut dem Buch in besonderem Maße gut. Wird doch dadurch der Fokus noch stärker auf die Handlung und die darin ausgedrückte Gesellschaftskritik gelenkt.Im Grunde weiß jeder, der dieses Buch in die Hand nimmt, was ihn erwartet. Aber eben nur im Prinzip. Ishiguro schreibt diesen Roman als Ich-Erzählung in der Rückschau einer der drei Hauptpersonen. Vergangenheit und Gegenwart bedingen einander und so setzt der Autor auf Rückblenden, der Handlungsfaden geht dadurch aber nicht verloren, sie wirken auch nicht hemmend auf den Fortgang des Romans. Beim Lesen nimmt man mit zunehmender Fassungslosigkeit zur Kenntnis, wie die jungen Menschen das ihnen zugedachte Schicksal annehmen. Kazuo Ishiguro gibt keinen einzigen Hinweis, nicht in den Gedanken, nicht in den Träumen der jungen Menschen, auf einen Versuch des Aufbegehrens gegen das ihnen zugedachte Schicksal.Verstanden als ein Beitrag zur Diskussion über menschliche Werte und Verantwortlichkeiten, über Machbarkeiten und Grenzen menschlichen Denkens und Handelns hätte ein Ausbrechen der Hauptpersonen - Akteure kann man sie nicht nennen - nur abgelenkt von der Aussage dieses zutiefst verstörenden, aber auch und gerade deswegen nicht weniger wichtigen Buches über den latent angelegten Zustand der menschlichen Gesellschaft.

  • Mona Klar
    2019-05-15 19:14

    Den Film hatte ich bereits mehrfach gesehen und war entsprechend gespannt auf das Buch. Ich wurde nicht enttäuscht, allerdings muss man das Buch mehrmals lesen, um alles zu verinnerlichen. Der Buchinhalt löst ein etwas beklemmendes und gleichzeitig fesselndes Gefühl aus und man hofft, dass nicht wirklich das passiert was passiert. Es hätte auch Wirklichkeit sein können.Sehr empfehlenswert.

  • Pepper
    2019-04-24 02:20

    Bücher, Genre, sind ja nun mal individuell für jeden verschieden. Aber der Autor schreibt wirklich so, dass man mitfiebert. Ist eben Geschmackssache. Ich kann es empfehlen.

  • Karin Reske
    2019-05-15 02:35

    Das Buch erschreckt und erschüttert, gerade weil es so konsequent unaufgeregt aus Kathies Sicht erzählt wird. Ich will nicht auch noch über den Inhalt räsonnieren, nur die Frage stellen, wie in einer solchen Welt die anderen leben - mit dem Wissen um den Preis, den ihre "Unsterblichkeit" (wie lange eigentlich?) hat - und was die "Kollegiaten", wie man sie nennt, von den Leben derer, für die sie spenden müssen, hälten würden, wenn sie es kennten?

  • m79
    2019-05-06 01:33

    Was mich persönlich überzeugt hat war die Vielschichtigkeit des Werkes.Man kann die Geschichte auf vielfache Weise lesen. Zuallererst natürlich als beunruhigende Zukunftsvision, die einen über die Nachteile gewisser wissenschaftlicher Errungenschaften kritisch nachdenken läßt. Dann als eine tragische Liebesgeschichte welche die Emotionalität zwischenmenschlicher Beziehungen betont und meisterlich beschreibt, gerade hier offenbaren sich die Stärken des Autors. Aber auch die Indoktrination von Kindern im Speziellen und Menschen im Allgemeinen ist hier Thema. Sind wir nicht alle Produkte unserer Umwelt und der Menschen um uns herum die uns von Kindesbeinen an geprägt haben? Kann diese Prägung selbst das Schlimme im Menschen hervorbringen wie die Gleichgültigkeit gegenüber der eigenen Existenz? Auch hier wird der Bogen elegant zur Realität gespannt. Beispiele von Versuchen Menschen zu indoktrinieren gibt es zu genüge wie beispielweise ganze Schulsysteme in totalitären Staaten zeigen. Aber auch der Bürger in entwickelten demokratischen Staaten ist davor nicht gefeit, die Manipulation kann überall lauern. Genau jetzt in diesem Augenblick kann der Leser dieser Rezension an etwas irrationales glauben, was man ihm nur lange genug eingetrichtert hat, sei es in der Schule oder im Elternhaus.Geübten Lesern fällt es eh leicht alle Ebenen des Romans zu verbinden und zu geniessen und es ist dem Talent des Autors geschuldet alles in einen Einklang zu bringen. Schmökerfans werden das Werk als etwas kurzweilig empfinden, selbst als Feierabendleser hat man es in 2-3 Tagen durch. Ein Buch der Kategorie kurz, emotional, gut.

  • sabine steffen
    2019-04-30 01:36

    Eine ebenso leise wie eindringlich erzählte Geschichte mit so exquisit gezeichneten Charakteren, dass sie noch lange bei einem bleiben, nachdem das Buch ausgelesen ist.