Read Terror in Deutschland: Die tödliche Strategie der Islamisten by Elmar Theveßen Online

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Die Terroranschl ge in Paris und Br ssel haben viele Menschen zutiefst verunsichert nun warnen die Geheimdienste vor Selbstmordattacken in Kirchen und auf belebten Pl tzen in deutschen Gro st dten Doch viel beunruhigender sind die Informationen, die vor der Bev lkerung geheim gehalten werden Am D sseldorfer Flughafen wird ein Mann festgenommen, der auf einem USB Stick Terrorpl ne des IS mit sich f hrt 500 800 Schl fer sollen f r Angriffe in ganz Europa bereitstehen Die Islamisten f hren ihren Kampf nach einem detaillierten Drehbuch Ihr Ziel ist der endg ltige Sieg ber die westlichen Gesellschaften Deren Politiker wirken berfordert Elmar Theve en pr sentiert neueste Erkenntnisse ber die Bedrohungslage in Deutschland und fordert ein konsequentes und kompromissloses Gesamtkonzept im Kampf gegen Islamismus und Terrorismus....

Title : Terror in Deutschland: Die tödliche Strategie der Islamisten
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ISBN : 9783492058032
ISBN13 : 978-3492058032
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Piper 1 September 2016
Number of Pages : 467 Pages
File Size : 568 KB
Status : Available For Download
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Terror in Deutschland: Die tödliche Strategie der Islamisten Reviews

  • Jagdfreund3dogs
    2019-09-05 12:48

    Das umfangreiche Wissen des Autors, vor allem Quellen betreffend wie z.B.diverse Namen, wird sachlich dargestellt und wirkt so auf mich über weite Strecken ermüdend. Insgesamt aber für Interessierte nach meinem Dafürhalten empfehlenswert.

  • One Plus One Equals Two
    2019-09-17 10:57

    ......denn der ausführlichen Rezension von Honeyball Lector (was für ein Nick, könnte fast der Deckname eines Dschihadisten sein) ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Das Thema scheint sauber und sorgfältig recherchiert zu sein, und das Buch ist vor allem sehr gut zu lesen; Theveßen kommt (anders, als, z.B., der verehrte Kollege Scholl-Latour) schnell zum Punkt und verzichtet auf epische Abschweifungen. Man könnte sagen: hervorragende Unterhaltung - wenn es nicht so bedrohlich realistisch wäre. Neugierig wurde ich auf diese beängstigende Non-Fiction-Veröffentlichung durch den überzeugenden Auftritt des Autors bei "Markus Lanz".

  • Honeybal Lektor
    2019-09-08 15:45

    Elmar Theveßen ist ein sehr lesenswertes Buch über die aktuelle terroristische Bedrohung durch Jihadisten für die westliche Welt im Allgemeinen und Deutschland im Speziellen gelungen und vor allem auch darüber, wie verfehlt und kurzsichtig die westlichen Staaten seit 9/11 auf diese Bedrohung reagiert haben.Sein Buch ist eine aktuelle Bestandsaufnahme, Analyse, Abrechnung und Appell zugleich und gerade diese Kombination macht es so interessant, weil nicht nur Fakten und Daten aufgereiht, sondern auch nach Hintergründen, Fehlern, Versäumnissen etc. gefragt wird und zudem konstruktive Lösungsansätze geboten werden.Das Fazit des Autors zu den bisherigen Entwicklungen fällt zu Recht ernüchternd und negativ aus, weil es den westlichen Staaten seit 9/11 nicht im Ansatz gelungen ist, die terroristische Bedrohung zu verringern oder zumindest einzudämmen, sondern ihre Politik, die ausschließlich auf Repression und nicht auf Prävention setzt, dazu beigetragen hat, dass die jihadistische Bewegung eine Dynamik entwickelt hat, die zu einer Bedrohung für die ganze Welt geworden ist.Dabei kritisiert Theveßen unter anderem die unglückliche bis teils mehr als dubiose Politik der USA, die Inkompetenz und Flickschusterei der europäischen Staaten sowie vor allem auch den negativen Einfluss Saudi-Arabiens, das nach wie vor der Hauptexporteur einer menschenverachtenden Ideologie darstellt und somit den eigentlichen Brandbeschleuniger in einer gefährlichen Entwicklung liefert.Theveßen skizziert anhand vieler tragischer Fallbeispiele wie hoffnungslos (personell und materiell) überfordert unsere Sicherheitsbehörden, wie konzeptlos unsere Politiker und wie gleichgültig nach wie vor weite Teile unserer Gesellschaft angesichts der Bedrohungslage sind. Es wird offensichtlich, dass lediglich versucht wird, die Symptome der terroristischen Bedrohung in der Form von Anschlägen zu verhindern, aber keine wirklichen Strategien und Konzepte existieren, um die Ideologie sowie die sozio-ökonomischen, gesellschaftlichen und politischen Ursachen des Terrorismus' zu bekämpfen.Er nimmt hierbei die hierzulande lebenden Muslime in die Pflicht, ihren entschlossenen Beitrag dabei zu leisten, verwehrt sich aber gegen jede Form von Pauschalverurteilungen, Rassismus und Generalverdacht, wie sie von vielen Kräften aus dem politisch rechten Spektrum so schändlich und erbärmlich propagiert werden, um aus der terroristischen Herausforderung politisches Kapital schlagen und um das innenpolitische und gesellschaftliche Klima anheizen und vergiften zu können.Ich teile nicht jede Ansicht des Autors (beispielsweise im Bezug auf Drohnenangriffe), aber das Buch ist sehr differenziert, weil Theveßen sehr vielfältige Perspektiven auf die Problematik aufzeigt und dafür sehr umfangreich recherchiert hat, so dass sich das Buch auch auf die Meinungen einer Vielzahl an Fachleuten und Betroffenen stützt, die unmittelbar mit der Thematik beschäftigt sind.Was ich aber in jedem Fall uneingeschränkt teile, ist die Sichtweise, dass zu einer wirkungsvollen Bekämpfung der terroristischen Bedrohung neben entschlossenen repressiven Maßnahmen auch zwingend präventive Ansätze nötig sind und hierfür die gesamte Gesellschaft Verantwortung tragen muss.Ebenso darf der jihadistische Terrorismus nicht dazu führen, dass wir freiwillig unsere hart erkämpften Grundrechte und Werte über Bord werfen und wieder die nationalistische, rassistische und isolationistische Fahrbahn einschlagen, denn dies wird definitiv nicht den gewünschten Erfolg bringen, sondern die Problematik verschärfen und letztlich zu einer sich selbst erfüllenden Prophezeiung von Gewalt, Ausgrenzung und gesellschaftlichem und wirtschaftlichem Niedergang führen. So leicht dürfen wir es meiner Meinung nach der menschenverachtenden Mörderbande des IS und seinen ideologischen Zimmergenossen definitiv nicht machen.Somit ein sehr interessantes und lesenswertes Buch über eine Thematik von größter politischer und gesellschaftlicher Brisanz und Relevanz, das alle angeht und endgültig in Deutschland angekommen ist, wie die jüngsten Ereignisse in Würzburg und Ansbach zeigen.

  • Winfried Brinkmeier
    2019-09-07 11:57

    Rezension des Buches „Terror in Deutschland“ von Elmar Theveßen, Copyright © Piper Verlag GmbH, München/Berlin 2016Der bekannte Terrorismusexperte des ZDF Elmar Theveßen hat dies Buch geschrieben. Im „Prolog: Die Falle schnappt zu“ schreibt er, dass der 9/11 eine große Falle gewesen ist und wir mitten hineingetappt sind. Wir hätten so gehandelt, wie wir immer handeln - kurzfristig, reflexhaft, berechenbar. Wir haben einen Krieg gegen den Terrorismus organisiert, der allein durch Streitkräfte, Nachrichtendienste und Polizei geführt wurde. Dabei haben wir völlig versagt, um die Köpfe und die Herzen derer zu kämpfen, die jetzt die neue Generation eines Terrors ungekannten Ausmaßes sind.Dann folgen 7 Kapitel über den islamistischen Terror in Europa und speziell in Deutschland. Im 1 Kapitel „Die neue Front in Europa“ schreibt der Autor über die Ausbreitung des Terrors in Deutschland und über Anschlagswarnungen aus allen Richtungen. Der dadurch entstehende Druck auf die Nachrichtendienste, die Polizei und verantwortliche Politiker ist enorm. Es müssen Informationen bewertet und dann Entscheidungen getroffen werden, oftmals in kürzester Zeit. Gleichzeitig wird Verwirrung betrieben durch obskure Quellen. Als Beispiel dafür nimmt er den Terroralarm in München 2015, der auf nicht nachprüfbaren Quellen beruhte. Es fehlte die Zeit zur Prüfung.Wie groß ist aber nun die Gefahr von Terroranschlägen in Deutschland wirklich? Die Anschläge von Paris haben gezeigt, dass sie durchaus real ist. Mit den Anschlägen auf Charlie Hebdo sowie auf die Kunden in einem Supermarkt und im November 2015 in Straßencafés, im Konzertsaal oder im Fußballstadion sollte Angst in der Bevölkerung verbreitet und die psychische Wirkung des Terrors erhöht werden. Dazu trug ungewollt der Bundesinnenminister Thomas de Maizière am 17. November 2015 bei, als er kurz nach der Absage des Fußball-Länderspiels in Hannover auf die Frage nach Einzelheiten sagte: „Ein Teil dieser Antworten würde die Bevölkerung verunsichern“. Das Verständnis für die Arbeit der Sicherheitsbehörden ist die Grundlage des Vertrauens seitens einer Bevölkerung, in der die Zweifel gegenüber dem staatlichen Handeln wachsen. Es kommt hinzu, dass Lücken im System der staatlichen Informationen bestanden. Der Kampf gegen den Terrorismus in Europa ist in weiten Teilen eine Farce, gescheitert an nationalen Egoismen, naiven und unfähigen Politikern, überforderten und unterbesetzten Sicherheitsbehörden sowie einer gleichgültigen Bevölkerung, denn es besteht eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung, die die Allgemeinheit nur unzureichend wahrnimmt..Dann fügt der Autor eine Chronik des Versagens bei, die ergibt, dass die Gefahr verkannt wurde, und geht auf die „Schläferzellen“ ein. Bei den Terroristen herrschte ein reger Reisebetrieb von Terroristen, die ungehindert durch Europa reisen konnten. Auftragskiller als tickende Zeitbomben bewegen sich durch Europa mit falschen Pässen.Im 2. Kapitel geht Theveßen auf das Drehbuch des Terrors ein. Eine E-Book-Reihe „Black Flag Series“ ist im Internet zugänglich und erfreut sich bei jungen Muslimen in den Ländern Westeuropas höchster Beliebtheit. Es geht um die Spaltung unserer Gesellschaften durch eine zunehmende Polarisierung zwischen Muslimen und Nichtmuslimen. Dies Pamphlet dient als Bedienungsanleitung inklusive Rezepten zum Bombenbau; kombiniert mit einer Endzeitphilosophie, die eine Weltherrschaft des Islam in greifbarer Nähe erscheinen lassen soll. Nach der ersten Phase folgt jetzt die zweite Phase der isolierten Anschläge durch Einzeltäter. Dann sollen muslimische Gangs organisiert zur Einschüchterung der Bevölkerung, Missionierungsstände und Gesprächszirkel eingerichtet und die Einführung des islamischen Rechts gefordert werden. Das Problem ist, dass nicht nur gegen gewalttätige Islamisten vorgegangen werden muss, sondern auch gegen ihre ideologischen Grundlagen. Diese aber sind in unserer Demokratie von der Meinungsfreiheit gedeckt (, die von den leichtfertigen sogenannten Gutmenschen mit Zähnen und Klauen verteidigt wird: Anmerkung des Rezensenten). Dazu gehören auch die öffentlichkeitswirksamen Aktionen der „Scharia-Polizei“. Der Staat soll destabilisiert werden. Als Ziel wird das wahnhafte islamische Armageddon beschrieben. Auch auf den versuchten „Bau einer schmutzigen Bombe“ mit radioaktivem Material wird eingegangen.Aus unserer Sicht war der 11. September 2001 ein schrecklicher Sieg Osama bin Ladens über die Supermacht USA und ihre Verbündeten. Dann trat Mustafa Setmariam Nasar, Kampfname Abu Musab al-Suri, auf. In seinem „Aufruf zum weltweiten islamischen Widerstand“ – 1604 Seiten stark – fordert er einen „Dschihad des individuellen Terrorismus“ Jeder, der mitmachen will, soll mitmachen, allein oder als Kleingruppe, aber ohne jede Anbindung an eine größere Struktur. Die Zellen sollen untereinander nicht verbunden sein und ihre Mitglieder nur das wissen, was sie zur Erfüllung ihrer Aufgabe wissen müssen. Jeder Ort, jedes Haus, jede Wohnung soll zu einem Camp in eigener Verantwortung werden. Dieses Drehbuch steht seit vielen Jahren im Internet. Er ist eine existentielle Bedrohung für die ganze Welt.Im 3. Kapitel geht er auf „Die Erschaffung des Biests“ ein. Zu dem Beginn des Islamischen Staates schienen die Amerikaner davon unterrichtet gewesen zu sein, was sich da zusammengebraut hatte. Sie hatten im ersten Jahr des Syrienkonfliktes auch dschihadistische Kampfverbände unterstützt, solange sie nur Feinde des Assad-Regimes waren. Von den neunzehn Selbstmordattentätern der Terroranschläge vom 11. September 2001 waren allein fünfzehn aus Saudi-Arabien und es scheint, dass sie von dort Unterstützung bekamen bei der Vorbereitung und Ausführung ihrer terroristischen Verbrechen: Diese Hilfe soll „erheblich“ gewesen sein. Es wird nachgewiesen, dass durch eine Verfälschung des Korans durch die Staatsreligion Saudi-Arabiens, des Wahabismus‘, die Islamisten ihre Attacken als präventive Selbstverteidigung rechtfertigten. Die Wahabiten nennen sich Salafisten oder Sunniten. Sie wähnen sich im Besitz der alleinigen Wahrheit und lehnen alle anderen Glaubensströmungen als unislamisch ab. Im Kampf gegen den Terror verletzten die USA das Völkerrecht, traten die Menschenwürde mit Füßen und rechtfertigten sogar Foltermethoden, bis zum „Waterboarding“. Barack Obama beendete Folter und Flächenkrieg, weil er wusste, dass sie Wasser auf die Mühlen der Extremisten waren. Ansonsten aber gibt es eine erstaunliche Kontinuität zwischen den Präsidenten Bush und Obama; sie führen den Krieg gegen Terrorismus mit fast den gleichen Techniken und Werkzeugen. Dann geht der Autor auf den Drohnenkrieg ein. Der ist nach Einschätzungen von Journalisten ein „Ermordungsprogramm“ von US-Präsident Obama. Der Autor schildert das Verfahren, bis letztendlich der US-amerikanische Präsident Obama über die Tötungsfreigabe entscheidet. Damit will man den Tod von Unschuldigen vermeiden. Die Drohnen gelten als unverzichtbarer Bestandteil einer modernen Kriegsführung. Bundesverteidigungsministerin Ursula von der Leyen hat Anfang 2016 grünes Licht gegeben für die Beschaffung bewaffneter Kampfdrohnen zum Schutz der Bundeswehrsoldaten in ihren Feldlagern in Krisengebieten.Theveßen stellt den Erfolg des Anti-Terror-Krieges in Frage. Weil sie einer neuen Generation von Terroristen den Weg ebneten, die noch entschlossener, noch brutaler und noch cleverer sind als ihre Vorgänger. Er fordert, dass Saudi-Arabien gezwungen werden müsse, die Verbreitung der wahabistischen Ideologie zu stoppen. Die Reaktion des Westens auf den Arabischen Frühling war ein gemeinsames Versagen vor allem der wichtigsten Industrienationen der Welt in der Stunde der Bewährung. Daran trägt die deutsche Bundesregierung eine Mitverantwortung, die der Autor begründet.In dem Kapitel „Fünfzehn verschwendete Jahre“ schildert der Autor Hintergründe, die belegen, dass der Umfang des Terrors den Behörden seit langem bekannt war. Die Reaktionen der Behörden erschöpften sich aber überwiegend in Aktionismus. Bedrohungen wurden nicht erkannt. Der Dschihad der Islamisten findet deshalb so viele Anhänger, weil er sich gegen die Ungerechtigkeiten dieser Welt richtet. Dafür sind insbesondere jüngere Menschen sensibel, die sich den Terroristen zur Verfügung stellen. Der Akt des Terrors wird zu einer Art Gottesdienst, mit dem die Gläubigen Allah huldigen. Damit rutscht der Islam ab ins Perverse. Solch eine Ideologie ist menschenverachtend. Theveßen erzählt die Geschichte von einem Terroristen, den er Jonas Peter Meier nennt und an dem ein typisches Terroristenleben nachvollzogen werden kann. Aber auch die muslimischen Verbände haben versagt. Sie hätten sich nach Auffassung des Autors offensiver und streitlustiger gegen den Missbrauch ihrer Religion positionieren sollen. Wobei er darauf hinweist, dass mit der Amtsübernahme von Aiman Mazyek im Jahre 2010 der Führung des Zentralrates der Muslime in Deutschland (ZMD) eine eindeutige Parteinahme für die freiheitlich-demokratische Grundordnung bescheinigt werden muss. Die Schwierigkeit ist jedoch, dass nur zehn Prozent der 4,2 Millionen Muslime in drei Dachverbänden organisiert ist. Der ZMD mit neunzehn Vereinen und 200 Moscheen hat ca. 20.000 Mitglieder, die vor allem aus der arabischen Welt stammen.Er schreibt über das Leben von Irfan Peci, der als Chefpropagandist der al-Qaida im deutschsprachigen Raum aktiv war und dann als amtlich bezahlter Islamist im Staatsauftrag. Theveßen geht auch auf das Thema „Waffen“ ein. Die EU hat es jahrelang versäumt, eine strengere Richtlinie für den Handel mit Feuerwaffen zu verabschieden; dies geschah wegen des Einflusses der Waffenlobby. Erst nach dem Straßenterror von Paris hat die EU-Kommission am 18. November 2015 angekündigt, die Feuerwaffen-Richtlinie zu verschärfen. Das Waffenproblem in der EU ist riesig. Auch dies begründet der Autor nachvollziehbar.Im Kapitel „Kampf der Kulturen“ geht der Autor auf diesen mittlerweile öffentlichkeitswirksamen Begriff ein und beleuchtet auch die Hintergründe für die brutalen Mordtaten des Norwegers Anders Behring Breivik. Und er beleuchtet den rechten Terror. Auch schreibt er über typisch deutsche Stimmungsmache gegen den Islam, wie durch die selbsternannte Bürgerbewegung Pro Deutschland mit ihrer Kleinstpartei Pro NRW. Der „Kampf der Kulturen“ ist tatsächlich der Kampf einer Gruppe von Rechtsradikalen und gewaltbereiten Salafisten. Er geht auf die Wut und die Taten der Islamgegner ein. Dann schildert er seinen E-Mail-Verkehr mit dem ehemaligen Sportjournalisten Michael Stürzenberger, einem scharfen Islamkritiker. Die Beiden tauschen sich intensiv über verschiedene Sutren des Korans aus und versuchen, ihre Auffassungen unter Bezug auf den Koran konträr zu diskutieren. Theveßen bezeichnet die Auffassung von Stürzenberger, dass es aufgrund des „Geburtendschihads“ in wenigen Jahren eine muslimische Mehrheit in Europa geben wird, als eine Propagandalüge. Er geht intensiv auf Gewalt und Terror von rechts ein. Und er befasst sich ausführlich mit der Rolle der AfD. Der Autor bezeichnet sich als katholischen Christen und stellt das Handeln von manchen Christen infrage, weil Gott mit den Opfern von Willkür und Gewalt stirbt. Dabei bezieht er sich insbesondere auf das Matthäus-Evangelium, Kapitel 25. Für seine Auffassungen beruft er sich auf Papst Franziskus, der da sagte: „Jesus ist Zärtlichkeit, Liebe, Sanftmut, wogegen die Ideologien jedweder Einfärbung immer doktrinär sind“.In dem Kapitel „Die Zukunft positiv gestalten“ macht er sich Gedanken darüber, was künftig zu tun ist. Dazu schlägt er einen kompletten Perspektivenwechsel vor. Wir sollten uns von der sicherheitsgetriebenen Politik befreien und zu einer menschengetriebenen Politik kommen. Wir müssen entschlossen sein zum Handeln. Es ist Zeit zum Umdenken. Das Feuer beginnt an den Wurzeln der Gesellschaft, bei den Familien den Schulen, den Freunden und den Vereinen. Wir können und dürfen den Problemen nicht aus dem Weg gehen. Dabei kommt insbesondere auch den Lehrern eine große Verantwortung zu. Gemeinsam müssen wir gegen den Extremismus vorgehen. Der Autor schildert Beispiele dazu. Dabei sind Gesetzesverstöße von Extremisten mit aller Härte der bestehenden Gesetze zu ahnden.Im letzten Kapitel zeigt der Autor auf: „Was wir noch tun müssen“. Dazu fordert er auch, dass alle Daten in einem Topf gesammelt werden müssen. die den Mitgliedsstaaten der EU zugänglich sind. Eine dringend notwendige Sicherheitsarchitektur für die Bundesrepublik Deutschland ist erforderlich.Abschließend folgt ein Epilog: Wer wir wirklich sind“. Darin fasst er noch einmal seine Erkenntnisse zusammen. Wir müssen besser sein als die Menschenverächter, indem wir die Menschen in den Mittelpunkt unseres Handelns stellen. Dazu beruft er sich auf US-Präsident Barack Obama, der am 25. April 2015 auf der Hannover-Messe bei seiner Rede an die Europäer einige Wahrheiten unmissverständlich formuliert hat und dem Volk von Europa sagt: „Vergessen Sie nicht, wer sie sind! Sie sind die Erben Europas, das sich über alte Trennlinien erhoben und Europa auf den Weg der Einheit gebracht hat.“Das Buch ist gut recherchiert. Der Autor schreibt interessant, das Buch ist gut zu lesen mit manchmal vielen Details und oftmals auch spannend. Er ist bemüht, die Dinge zu erklären, schwierige Sachverhalte aufzudröseln und hinter die Geschehnisse zu schauen. Elmar Theveßen ist ein guter Journalist. Das merkt man auch bei der Lektüre seines Buches. Es kann uneingeschränkt zur Lektüre weiterempfohlen werden. Das Buch sollte jeder lesen, der sich mit dem Terror in Deutschland intensiver befassen möchte.