Read Retter der Welt by John Wray Online

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EINE REISE IN DEN UNTERGRUND EINE REISE IN DEN WAHNSINN.Will Heller oder Lowboy, wie er sich nennt, ist schizophren und gef hrlich Nun ist er aus der Anstalt ausgebrochen, die Cops sind hinter ihm her mitsamt seiner Mutter Lowboy macht sich auf die Flucht durch die Tunnel und Katakomben der New Yorker U Bahn, denn er wei Nur er kann die Welt vor dem Untergang bewahren JOHN WRAYS ROMAN HAT DAS ZEUG ZUM KLASSIKER FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG...

Title : Retter der Welt
Author :
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ISBN : 3499254328
ISBN13 : 978-3499254321
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : Rowohlt Taschenbuch Auflage 1 1 September 2010
Number of Pages : 352 Seiten
File Size : 693 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Retter der Welt Reviews

  • tassilo29
    2019-03-25 17:01

    das buch hat zwei ebenen, einerseits die flucht der kranken hauptperson im untergrund von new york, andererseits die suche nach ihm durch einen polizisten gemeinsam mit der mutterlowboy wie sich der junge nennt ist auf einer packenden reise mit der new yorker ubahn, um nach seinem entwischen aus einem heim vor der polizei zu flüchten, er tritt dabei als liebenswürdiger manchmal etwas schrulliger zeitgenosse auf, nur manchmal wird man durch gedanken oder handlungen von ihm an seine krankheit erinnert, er wird keinesfalls als monster geschildert, sondern als zeitweise liebenswürdiger zeitgenosse, dessen wahrnehmungen einfach etwas verrutschen, denn was ist schon normalitätsehr gelungen ist auch die schilderung der mutter, die hin und her gerissen ist zwischen der typisch mütterlichen einstellung, dass ihr sohn doch lieb und nett und "fast normal" ist und der angst, dass etwas passieren könnte und sie ihn vorher finden mussinteressant ist der schluss wo die fäden zwischen sohn und mutter sich nähern - aber das sei hier nicht verraten

  • Fabi
    2019-04-08 14:57

    Worum es in dem Buch geht, haben ja die anderen Rezensionen schon ausführlich erklärt.Die Art, wie der Autor Umgebungen und Situationen beschreibt, entführt einen regelrecht.Wer keine 0815 Geschichte lesen will und kein Sachbuch über Schizophrenie erwartet, dem wird das Lesen ein Genuss sein.

  • Gregor Schöffler
    2019-03-26 14:52

    Dieser Roman des 1971 geborenen Amerikaners mit österreichischen Wurzeln (seine Mutter ist Österreicherin) John Wray erzählt von einem schizophrenen Jugendlichen, der aus einer geschlossenen Anstalt entflohen ist, sich im New Yorker U-Bahn-System bewegt (wo er sich am ehesten geborgen fühlt) und der glaubt, dass der Untergang der Welt (aufgrund der Erderwärmung) unmittelbar bevorsteht, er aber in der Lage ist, ihn aufzuhalten, wenn er das Richtige tut und sich opfert. Der Roman erzählt zudem von dem Beamten, der zusammen mit der rätselhaften Mutter des Jugendlichen (einer Österreicherin) nach diesem sucht; und von der ehemaligen Freundin des Jugendlichen, die dieser vor seiner Einweisung in die geschlossene Anstalt beinahe umgebracht hat, indem er sie in einer U-Bahn-Station auf die Gleise stieß. Die Handlung entwickelt einen beklemmenden Sog, ohne irgendwelche Schockermomente nötig zu haben. Das Ende ist in mancher Hinsicht absehbar, in anderer Hinsicht überraschend. Die Übersetzung wirkt sehr überzeugend. Man weiß nicht, ob man dieses Buch Jugendlichen zu lesen geben möchte, weil es vielleicht ein bisschen zu verstörend ist. Aber man wünscht dem Buch dennoch viele Leser.

  • Kaivai
    2019-04-02 16:18

    Am 11.11.2009 entkommt der 16-jährige William Heller in einem Bahnhof der New Yorker Subway seinen Aufpassern Schädel&Knochen.Will flieht mit der U-Bahn. Violet, seine Mutter und Lateef, ein Polizist, suchen nach ihm.Das sind die zwei Stränge, aus denen dies Buch geflochten ist.Will Heller hat Aufpasser, weil er Insasse einer Psychiatrie ist. Schizophrenie ist die Diagnose.Was ist Schizophrenie? Das ist noch immer eine ungeklärte Frage. Antworten kreisen wie Geier um den Kern dieser Krankheit, aber sie treffen in nicht. Darum fällt es den Ärzten auch so schwer, Mittel zur Heilung zu finden.Das, was in einer Schizophrenie vor sich geht, ist schon klarer. John Wray versucht in seinem Buch Bilder dafür zu finden. Die Bilder, die er findet, sind ganz großartig. Mich hat er mit seinen Bildern gefangen. Aufgesogen. In der Schlußphase des Buches hab ich fünf Stunden gelesen, ohne auch nur einmal Pause machen zu können.Merkwürdig war: obwohl ich immerzu wirkliche Menschen sah, hatte ich doch das Gefühl, ich befinde mich in einem Comic Strip. Früher hab ich Comics geliebt. Auch als Erwachsener. Comics für Erwachsene sind oft hohe Kunst. Und jetzt war ich in einem Comic, der durch Worte erzeugt wurde. Ganz einmalig!Aber: Schizophrenie hat nur sekündär Bildgewalt zum Thema. Primär geht es um Gefühlsgewalt.Der normale Mensch ist darum normal, weil er ein Ich hat. Dies Ich ist ein Beutel, in dem vieles Platz hat. Vor allem die Gefühle.Es kann aber vorkommen, dass die Gefühle einen Druck entwickeln, dass die Ich-Ventile, die der Gefühlsentladung dienen, nicht mehr standhalten. Dann platzt der Beutel.Im leichten Fall folgt ein Nervenzusammenbruch, im schweren eine Psychose.In der Psychose geht das gewohnte Ich verloren. Das ist ein ganz und gar unerträglicher und mit massiver Angst besetzter Zustand. Aber zugleich ein Zustand, in dem der Mensch sich offen fühlt für ein neues Ich.Natürlich hat dies neue Ich eine ganz andere Qualität als das alte. Es ist ein Ich, das viel größer ist. Ein Ich, das die Welt rettet.Will Heller. Hat John Wray diesen Namen mit Bewußtsein gewählt? Er kann deutsch. Seine Mutter ist, so wie Wills Mutter, Österreicherin. Der Name ist eine gute Wahl: Will will es heller. Violet will es violett. Am Ende wird das violett ganz dunkel und kurz darauf gnadenlos hell.Lateef, der Polizist, ist der Schwarze. In dem sich Mutter und Sohn, die beide Heller sein wollen, kreuzen.Je mehr ich darüber nachdenke, destso klarer wird mir, wie sehr es John Wray gelingt, ob nun bewußt oder unbewußt, Schizophrenie auf einer bildhaften Ebene zu spiegeln.Die emotionale Spiegelung gelingt ihm nicht. Aber das ist wohl auch gar nicht möglich.

  • Andreas Schröter
    2019-04-11 11:56

    "Retter der Welt" von John Wray ist ein Buch über Schizophrenie. Wenn man sich dafür interessiert: gut. Wenn nicht, wird man nicht ganz so viel damit anfangen können.Der Roman besteht aus zwei Erzählsträngen, die abwechselnd vorangetrieben werden. Da ist zunächst der 16-jährige Will. Er leidet an Schizophrenie, ist aus einer Anstalt ausgebrochen und irrt durch das New Yorker U-Bahn-System. Er glaubt, die Welt stehe vor dem Untergang, und nur er könne sie retten. Und da ist seine Mutter Violet, die sich mit dem Polizisten Ali aufmacht, ihren Sohn zu finden.Während die Will-Passagen weitgehend die Gedankenwelt eines psychisch Kranken widergeben - was irgendwann langweilig wird - sind die Kapitel mit Violet und dem Polizisten interessanter. Zwischen den beiden knistert es - eine spannende zwischenmenschliche Interaktion entsteht. Insgesamt nur bedingt empfehlenswert.