Read Melitta von Stauffenberg: Ein deutsches Leben by Thomas Medicus Online

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Die dramatische Geschichte einer einzigartigen FrauSie war die Enkelin eines j dischen Textilh ndlers aus Odessa, Schw gerin des sp teren Hitler Attent ters, Flugpionierin, Stuka Testpilotin eine tragische Himmelsst rmerin Melitta von Stauffenberg lebte gef hrlich und stets am Limit Ihre Liebe zum feingeistigen Althistoriker Alexander von Stauffenberg war ebenso bedingungslos wie ihre Hingabe an die Fliegerei, die ihr am Ende zum Verh ngnis wurde Thomas Medicus beschreibt mit Hilfe bisher unbekannter Quellen dieses ebenso faszinierende wie radikale Leben Eine brillant geschriebene und dokumentierte Biographie S ddeutsche Zeitung Ein atemberaubendes Buch Die Welt...

Title : Melitta von Stauffenberg: Ein deutsches Leben
Author :
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ISBN : 9783499625626
ISBN13 : 978-3499625626
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Rowohlt Taschenbuch Auflage 1 2 Mai 2013
Number of Pages : 416 Seiten
File Size : 595 KB
Status : Available For Download
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Melitta von Stauffenberg: Ein deutsches Leben Reviews

  • œ
    2019-04-09 11:43

    Ein schlechtes Vorzeichen? Gleich zu Beginn des Buches, im Prolog, habe ich mich über eine Stelle gewundert, wo der Autor über die Rolle von Melitta Gräfin Stauffenberg bei dem Attentat vom 20. Juli 1944 schreibt: "Dann wäre sie (Anm.: gemeint Melitta) die einzige Frau, der es gelang, in dem ausschließlich von Männern getragenem militärischen Widerstand eine aktive Rolle zu spielen." Die einzige Frau? Mir scheint Thomas Medicus hat die Biografie von Karl Christ über Melittas Ehemann nicht gelesen. In  erfährt man nämlich auf Seite 142: "Anfang Juli 1944 hatte sie den aus Berlin überbrachten 'Schwur' der Verschwörer an einem sicheren Ort in einem Alpental am Dachsteingebirge verborgen (das einzig erhaltene Exemplar). Den sogenannten 'Schwur' hatte Claus Stauffenberg gewünscht, ..." Sie, das war Marlene von Stauffenberg (geb. Hoffmann), die 1933 zum Georgekreis kam und ab 1938 in Überlingen/Bodensee lebte. Ehefrau Nr. 2 von Alexander von Stauffenberg.Das war dann leider nicht der einzige Punkt, der mir negativ aufgefallen ist. Weitere Beispiele:KÜNDIGUNG DVL - VERHÄLTNIS ZU MITARBEITERN/KOLLEGENThomas Medicus schreibt auf den Seiten 149f: "Anlass für eine Kündigung mögen auch persönliche Unstimmigkeiten zwischen Melitta und ihren männlichen Kollegen wie auch ihren Vorgesetzten gewesen sein. In den Mittagspausen fuhr sie auf dem Gelände der DVL gelegentlich Motorrad und zelebrierte zum Nachweis ihrer Sportlichkeit auch Handstände auf ihrem Schreibtisch. Solche Kapriolen gingen vermutlich manch einem auf die Nerven und förderten den Neid auf das erfolgreiche Fräulein Diplomingenieur." Offen gestanden missfällt mir hier schon die Art und Weise wie Thomas Medicus formuliert; "zelebrierte", "Kapriolen", "das erfolgreiche Fräulein Diplomingenieur". Das kann man auch anders ausdrücken, wenn man denn wollte. Noch viel wichtiger ist aber die Frage, ob dies denn auch stimmt. Und was finde ich bei Gerhard Bracke? "Für die meisten Menschen, die mit Melitta Schiller beruflich in Kontakt kamen, 'wirkte sie nach außen distanziert und kühl, ja zuweilen spröde', wie der frühere Berufskollege Dipl.-Ing. Georg Wollé es formulierte." (45f in ) Georg Wollé war übrigens der Kollege, welcher der Gräfin sein Motorradgespann überließ! "Daraus resultierte dann in der Folgezeit unser kameradschaftliches Verhältnis, ..." (46) Kein Wort hierzu bei Thomas Medicus. Das Bild, das Gerhard Bracke zeichnet, stimmt im übrigen auch mit der Aussage von Georg Zink, ein Kollege Melittas bei den Askaniawerken, überein. Auf Seite 44 in  schreibt Georg Zink: "Als Pilot fungierte dann künftig Frau Dipl.-Ing. Melitta Schiller (spätere Gräfin Stauffenberg). Ihre unerschöpfliche Geduld und Zuverlässigkeit hat viel dazu beigetragen, ..." Wie anders klingt dies doch: "unerschöpfliche Geduld und Zuverlässigkeit". In dieser Beschreibung ist jedenfalls nichts von Neid oder Kapriolen zu spüren! Anzumerken wäre noch, dass dieses Buch über Kurt Wilde im November 1973 herausgegeben wurde, um das Lebenswerk des Gründers der Bodenseewerke Überlingen zu würdigen. Nebenbei bemerkt: ein interessanter Zufall. Beide - ehemaliger Vorgesetzter der Gräfin sowie der Ehemann - liessen sich nach dem Krieg in Überlingen am Bodensee nieder, auch wenn es bei dem einen nur vorübergehend war.FOTOGRAFISCHE DARSTELLUNGAuf Seite 230 beschreibt Thomas Medicus die Unterschiede in den Porträts von Melitta Gräfin Stauffenberg und von Hanna Reitsch. "Im Profil zeigt sich Melitta unter den insgesamt etwas achtzig überlieferten Fotografien immer dann, wenn es sich nicht um Schnappschüsse handelte, sondern wenn sie sich vor der Kamera posierend selbst inszenierte." Schon wieder diese tendenziöse Wortwahl: "posierend selbst inszenierte". Herr Medicus, nicht nur ihre Wortwahl missfällt mir, sondern auch ihre Interpretationsversuche: "... jetzt galt es, eine Maske aufzusetzen, die innere Brüche und äußere Störungen in eine über alle Nervositäten erhabene glasklare Form goss." Woher um alles in Welt nehmen Sie diese Behauptung? Oder soll ich besser sagen Vermutung? Unterstellung? Und wie wohlwollend äussert sich der Autor danach in seiner Interpretation des Porträts von Hanna Reitsch: "...strahlte aus jeder Pore ihres dem Publikum offen und ohne jedes Geheimnis dargebotenen Jungmädchengesichtes." Wie romantisch verklärend: "strahlte aus jeder Pore". Hat hier jemand berücksichtigt, dass die eine Fliegerin mit unzähligen, den Körper und die Psyche beanspruchenden Sturzflügen täglich ans Limit ging, das vielleicht Spuren im Gesicht und am Körper hinterlassen hat, während die andere als Vorzeigefigur dem Regime diente? Überspitzt ausgedrückt natürlich.Kurz und gut:Sie merken sicherlich, dass mich diese Biografie nicht überzeugen konnte. Solch eine faszinierende Persönlichkeit, und was hat Thomas Medicus daraus gemacht? Ein Klischee beladenes Buch, voller Suggestion, in dem Fakten verdreht werden. Gerhard Brackes Biografie der berühmten Fliegerin hat mir da sehr viel besser gefallen. Neutraler, sachlicher, Fakten bezogener, auch wenn dort möglicherweise - zumindest in der alten Version -der eine oder andere Fehler drinnen steckt (siehe meine Rezi zu seinem Buch). Zwischenzeitlich gibt es aber eine überarbeitete Neuausgabe . Wer sich für Melitta von Stauffenberg interessiert, sollte lieber bei Gerhard Brackes Neuausgabe zugreifen.

  • urzeit
    2019-04-17 17:53

    Für die enorme Rechercheleistung des Autors habe ich großen Respekt. Allerdings wundert es mich sehr, dass er immer wieder den Eindruck erweckt, er kenne die geheimsten Gedanken von Melitta über Sachverhalte, über die sie sich gar nicht geäußert hat und über die niemand etwas Genaues weiß. Im Leben eines jeden Menschen gibt es Dinge, die für immer rätselhaft bleiben und das sollte man als Autor unbedingt berücksichtigen. Spekulationen sind in einer Biografie fehl am Platz. Ein Autor, der über andere Menschen ein Buch schreibt, sollte genau überlegen, was er zu Papier bringt. Er kann nämlich unbewiesene Behauptungen nie mehr ganz einfangen und der oder die Betroffene kann sich - wenn bereits verstorben - nicht dagegen wehren. Die überkritischen Bemerkungen gegenüber manchen Verwandten von Melitta beispielsweise sind meines Erachtens völlig überflüssig. Was das soll, habe ich nicht begriffen.

  • M. H.
    2019-03-25 16:42

    Ich bin schockiert über die absolut schlechten Bewertungen hier. Diese sind überhaupt nicht zutreffend! Wenn man dieses Buch nicht versteht sollte man natürlich die Finger davon lassen...Dieses Buch zählt zu meinen absoluten Lieblingswerken. Da ich selbst leidenschaftlicher Pilot bin hat mich der Werdegang und das Leben dieser außergewöhnlichen Flugpionierin brennend interessiert und ich habe dieses Buch quasi "verschlungen".Ich kann das Buch nur empfehlen!!!!!

  • IhreDudheit
    2019-03-29 14:44

    Nachdem ich jetzt auch noch die Neuauflage der Biografie von Gerhard Bracke über Melitta Gräfin Stauffenberg, Das Leben einer Fliegerin gelesen habe, kann ich mich über die sogenannte Biografie von Thomas Medicus über Melitta von Stauffenberg nur noch wundern. Medicus schreibt über Melitta von Stauffenberg als ob er ein persönliche Rechnung mit ihr offen hätte. Er diffamiert sie und ihre gesamte Familie. Dabei ist Medicus erst 1953 geboren, hat Melitta von Stauffenberg nie kennen gelernt. Er verneint anerkannte historische Tatsachen, wie zum Beispiel die Tatsache, dass Melitta von Stauffenberg in die Attentatspläne ihres Schwagers Claus von Stauffenberg eingeweiht war. Das formuliert er reisserisch als erfundene „Räuberpistole“. Ich vermisse bei Medicus das was ich von einem verantwortungsvollen Biografen erwarte, nämlich Einfühlungsvermögen in die zu beschreibenden Personen. Medicus ergeht sich hingegen in psychologischen Spekulationen. Das verstehe ich aber nicht unter einer Biografie, sie soll so nahe wie möglich die Wahrheit beschreiben.So wie es Gerhard Bracke in der Neuauflage seiner Biografie über Melitta von Stauffenberg souverän zu formulieren versteht. Gerhard Bracke hat das faszinierende Frauenschicksal der Melitta von Stauffenberg einfühlsam und respektvoll dargestellt. Ich sehe durch seine Worte Melitta von Stauffenberg als Frau mit einem klaren Willen, charismatischer Ausstrahlung und dennoch bescheiden.Das einzig positive, das ich in dem Buch von Thomas Medicus sehe, ist die Tatsache, dass es eine überarbeitete und ergänzte Neuauflage der Original-Biografie von Gerhard Bracke über Melitta Gräfin Stauffenberg, Das Leben einer Fliegerin bewirkt hat. Eine lesenswerte Biografie.