Read Die fremde Stadt: Breslau nach 1945 by Gregor Thum Online

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Eine deutsche Stadt wird polnisch Am Ende des Zweiten Weltkriegs wurde aus Breslau, der damals gr ten deutschen Stadt stlich von Berlin, Wroclaw, eine Stadt im westlichen Polen F r Milit rs und Diplomaten ein Federstrich, bedeutete es f r die Menschen vor Ort einen dramatischen Bruch, der das Leben Breslaus bis heute bestimmt Eindrucksvoll schildert Gregor Thum diesen Prozess von Vertreibung und Ansiedlung, Zerst rung und Aufbau, Verdr ngung und Erinnerung Wer einen Ort sucht, an dem sich das Drama Europas im 20 Jahrhundert verdichtet erfahren l sst, der findet ihn in dieser Stadt....

Title : Die fremde Stadt: Breslau nach 1945
Author :
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ISBN : 3570550176
ISBN13 : 978-3570550175
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Pantheon Verlag 1 Dezember 2006
Number of Pages : 640 Seiten
File Size : 982 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Die fremde Stadt: Breslau nach 1945 Reviews

  • Nicole Spruill
    2019-04-10 14:31

    Danke für die Sendung. Das Buch war in einwandfreiem Zustand. Ich freue mich darauf es zu lesen. So bin ich der Heimat meines verstorbenen Vaters etwas näher. MfG Nicole

  • Joerg Neumann
    2019-03-28 14:43

    Das aus drei Teilen bestehende Werk ist einer der wenigen Titel, welcher sich mit der Geschichte der ehemaligen deutschen Siedlungsgebiete nach 1945 im heutigen Polen befaßt und der auch das, was er inhaltlich verspricht, halten kann. Ganz im Gegenteil, es wird insbesondere im zweiten Kapitel "Gedächtnispolitik - Die Verwandlung der Stadt" viel, viel mehr an sauber aufbereiteten Informationen dargeboten, als der auf Breslau bezogenene Buchtitel zunächst vermuten läßt.Sehr hoch ist dem Auto anzurechnen, daß er sich nicht wie in vielen Werken von Historikern in schwer les- und verdaubaren Details verliert, sondern in gut lesbarer und verständlicher Form die Details auch in den großen Zusammenhängen schildert.Erfreulich auch die in großen Teilen waltende sehr seröse Sachlichkeit und Neutralität des Autors, sowohl gegenüber der polnischen als auch der deutschen Seite. Es gibt leider von beiden Seiten schon zu viel parteiische Literatur.Die Höchstwertung von 5 Sternen habe ich jedoch auf Grund der drei nachfolgenden Punkte nicht vergeben. Für ein Werk, welches auf Basis einer Dissertation entstanden ist, was durchaus als ein Qualitätssiegel gewertet wird, ist es fragwürdig: - daß im gesamten Buch die Stadt Wilna mit einer erstaunlichen Selbstverständlichkeit als ur-ostpolnische Stadt beschrieben wird, daß es sich dabei um die litauische Hauptstadt handelt, welche nach dem I. WK unter äußerst fragwürdigen Umständen, für weniger als 20 Jahre zu Polen kam, findet nur an eizigen Stelle und auch nur ansatzweise Erwähnung - daß auf Seite 351 Albert Leo Schlageter als früher NSDAP Aktivist diffamiert wird, Schlageter wurde durch französiche Besatzungstruppen 1923 im Rahmen des Ruhr-Wiederstands hingerichtet und hatte nie Berührungspunkte zu einer bis 1924 auf Bayern begrenzten DAP/NSDAP ==> nach 1933 wurde er als historische Person von der NSDAP vereinnahmt, jedoch ist man auch nie auf die Idee gekommen den durch die SED vereinnahmten Thomas Müntzer als frühen SED Aktivisten zu bezeichnen - das abschließende dritte Kapitel "Ausblick" verläßt leider den in den beiden vorangegangen Kapitel sehr sauberen und neutralen Weg und ergeht sich in einem postiv überzeichneten und alles kritische ausblenden Ausblick ==> dabei zeigt jdeoch die polnische Außenpolitik seit 2005 einige bedenkliche Parallelen zu der der Jahre 1920 bis 1938 als sich Polen mit nahezu allen seinen Nachbarländern, auch ohne Krieg, durch maßlose und fordernde Außenpolitik völlig überworfen und isoliert hatte

  • K. Hennig
    2019-04-19 17:49

    Ich habe das Buch schon gelesen und nur noch einmal für meinen Onkel gekauft, weil ich sein Exemplar etwas ruiniert habe...Ich war schon einmal im letzten Jahr in Breslau, die Erinnerungen sind noch frisch und daher konnte ich viel aus dem Buch wiedererkennen.Dieses Buch ist ein Meisterwerk, das vorweg. Herr Thum, Autor, hat sehr sehr viele Fakten zusammengetragen; manch einem mag es zu viel sein. Die Vielfalt seiner Recherche ist zudem verblüffend: es werden sozialen Themen, Architektur, Volkswirtschaft, Politik, Psyche des Menschen, Außenbeziehungen des Landes Polen, Beziehungen zwischen Bevölkerungsgruppen u.a. beleuchtet und zwar zu verschiedenen Zeitpunkten: direkt nach dem 2.WK und dann in den Jahrzehnten danach, bis er im Ausblick intensiver auf die Zeit nach der politischen Wende von '89 eingeht. Breslau wird als Stellvertreter für das Schicksal der polnischen Westgebiete nach dem 2.WK herangezogen und Herr Thum erklärt weitere Gründe, warum er sich entschieden hat über Breslau so ausführlich zu schreiben.Fazit: Das Buch ist keine einfache Lektüre, dafür aber umso spannender und intensiver. Man muss sich etwas Zeit nehmen, dann kann man mit der Hilfe von Herrn Thum die Vergangenheit und damit das heutige Denken der Menschen verstehen und sich in die Situation hineinversetzen.