Read Der Deutschland-Plan: Was in Politik und Gesellschaft getan werden muss by Horst W. Opaschowski Online

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Die Weichenstellung f r die nahe Zukunft DeutschlandsDie B rger verlieren zunehmend ihr Vertrauen in die F higkeit der Politik Die Sehnsucht nach Vorsorge und Verl sslichkeit w chst.Der Zukunftsforscher Horst W Opaschowski macht in seinem neuen Buch die problematischen und angstbesetzten Szenarien greifbar Wenn die Politik weiterhin nur reagiert und die Zukunft verschl ft, m ssen wir mit Wohlstandsverlust, Datendiebstahl im gro en Stil, Altersarmut, berschuldung, sozialer K lte und sogar mit dem Kollaps der Sozialsysteme rechnen Eindringlich warnt der Autor vor den Folgen einer Politik ohne Zukunftsverantwortung Gleichzeitig entwirft er aber auch einen Deutschland Plan als Weichenstellung f r die nahe Zukunft Seine Dringlichkeitsliste sieht Entschuldung, Ma und Haushalten, Sicherung sozialer Lebensqualit t f r alle Lebensalter und die F rderung von Innovation, Forschung und Entwicklung in Zukunftsbranchen und Zukunftstechnologien vor Wenn einer dar ber Auskunft geben kann, wohin sich die deutsche Gesellschaft in den n chsten Jahren entwickelt, dann dieser moderne Seher DIE WELTVorausschauend, objektiv und glaubw rdig eine Warnung aus berufenem MundDas neue Buch des im In und Ausland renommierten Vollblutwissenschaftlers DIE WELT und Meinungsmachers DIE ZEIT...

Title : Der Deutschland-Plan: Was in Politik und Gesellschaft getan werden muss
Author :
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ISBN : 3579066714
ISBN13 : 978-3579066714
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : G tersloher Verlagshaus 21 November 2011
Number of Pages : 162 Pages
File Size : 792 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Der Deutschland-Plan: Was in Politik und Gesellschaft getan werden muss Reviews

  • Spirensis
    2019-03-13 00:52

    Die sehr kritischen Rezensionen kann ich nicht nachvollziehen. Opaschowskis (Risiko-)Analysen in Abschnitt A sind keineswegs nur von ihm behauptet. „Sachgrundlose Befristungen“ haben laut Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung „mittlerweile eine hohe Verbreitung“. Auch Prof. Franz Josef Radermacher, Präsident des Bundesverbands für Wirtschaftsförderung und Außenwirtschaft (BWA) warnte vor „einer Brasilianisierung der Gesellschaft“ und dass die Politikverdrossenheit „dramatische Formen“ annimmt, schrieb auch die WELT. Dies ließe sich fortsetzen. Bisher hat sich (seit Erscheinen des Buchs) wenig geändert. Zwar wurde Anfang 2015 ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt, doch der ist laut aktuellen Zahlen des Statistischen Bundesamtes bislang wirkungslos geblieben, wie die ZEIT berichtet - vielleicht auch, weil er vielfach umgangen wird. Immerhin die Jobverluste, vor denen viele Ökonomen immer gewarnt hatten, sind weitgehend ausgeblieben.Auch die Vorschläge in Abschnitt B: Mehr Frauen in Führungspositionen, mehr Pflegedienste, Generationenhäuser, bundeseinheitliches Bildungssystem, Grundrente, Volksentscheide usw. werden von vielen gesellschaftlichen Gruppen geteilt.Laut Infratest dimap sprechen sich aktuell (Erhebungszeitraum: April 2017) fast drei Viertel der Befragten (72 Prozent) für bundesweite Volksabstimmungen aus.Der „Top-Ökonom“ (WELT) Marcel Fratzscher fordert höhere Renten für Geringverdiener, wenn ein massiver Anstieg an Altersarmut verhindert werden soll. Er sieht gute Ausgangsbedingungen für die kommende Bundesregierung, aber auch große Herausforderungen. Packen wir's an!

  • Ronald K. Haffner
    2019-03-06 00:58

    Das Buch gliedert sich in drei Abschnitte:Abschnitt A = Die Welt geht gleich unter;nur noch befristete Jobs im Niedriglohnbereich, sinkende Lebensqualität, "Brasilianisierung" der Gesellschaft (meint Kluft zwischen Arm und Reich wird immer größer), Politikverdrossenheit, CyberisierungAbgesehen davon, das alles nur behauptet und nicht wirklich bewiesen wird (Umfragen unter Menschen nach ihren Zukunftsängsten sind kein wirklicher Beweis, da nur subjektiv gefärbte Meinungen), ignoriert der Autor die Tatsachen, dass es den Menschen noch nie in Deutschland so gut ging wie heute. Es gibt kaum noch körperlich schwere Arbeit, niemand hungert, es muss niemand obdachlos sein, und auch ohne seine Krankenversicherung zu bezahlen bekommt man eine medizinische Versorgung auf einem Niveau, das weltweit seines gleichen sucht.Aber klar, Opaschowski möchte ja einen Plan begründen. Dafür werden natürlich auch gravierende Probleme benötigt.Abschnitt B = Der DeutschlandPlanDer "Plan" besteht im Grunde nur aus einer eher zufälligen Aneinanderreihung von politischen Forderungen, die wesentlich auf sozialdemokratischem Ideengut beruhen. Ergänzt werden diese durch die unvermeidlichen grün-ökologischen Gedanken, die heute ja nicht fehlen dürfen, ohne sich der modernen Blasphemie schuldig zu machen: Mehr Frauen in Führungspositionen, mehr Pflegedienste, Forderung nach Mehrgenerationenhäusern, Steuergutscheine für Elektrofahrzeuge, Ruf nach Niedrigenergiehäusern, Schutz vor Datendiebstahl, bundeseinheitliches Bildungssystem, Grundrente für alle, Steuergutschriften für sozial Engagierte. Der Vollständigkeit halber, bzw. vermutlich damit das Buch auch für Nicht-Sozialisten lesbar wird, fordert der Autor doch wirklich einen Schuldenabbau und politische Mitbestimmung in Form Volksentscheiden. Man glaubt es kaum.Der Abschnitt endet mit der Auflistung "der Lebensstile der Zukunft"- Gesünder Leben- Geselliger Leben- Genussorientierter Leben- Aktiver Lebenund gipfelt in den daraus abgeleiteten zukünftigen "Bedarfs- und Berufsfeldern". Auf deutsch also, in den Jobs der Zukunft:Körper- und Schönheitspflege, Fittnesscenter, Badelandschaften, Wellness, Naturprodukte, Sportclubs, Spielhäuser, Glücksspiele, Kneipen, Dinner-Discos, Musik, Lesen, Meditation, Party-Service, Kurzreisen, Zerstreuungskulter, Heimwerken, Handarbeiten, Joggen, Spazierengehen, Wandern, Bergsteigen, Radfahren, Extremsportarten und vieles mehr. ... Wie sagte meine Großtante? "Jetzt weiß ich Bescheid!"Die Produkte, die wir aber alle täglich benötigen, also die Nahrung die wir essen, die Häuser in denen wir wohnen, die Kleidung die wir tragen, die Möbel auf den wir sitzen und schlafen, die Fahr- und Flugzeuge, die Technik, die Medizin: kein Wort dazu. All das wächst vermutlich aus Sicht des Autors an den Bäumen.Abschnitt CIm letzten Abschnitt, bezeichnet als "Die Zukunftsperspektive - Was sich ändert, wenn wir uns ändern", finden sich einige Aspekte, die dem Autor offenbar schlaflose Nächte bescheren. Neben wiederum überflüssigen Allgemeinplätzen "Die Unternehmenskultur muss sich ändern! Wirtschaft braucht Werte", einer umfangreichen Jammerei über das nachlassende Interesse für ehrenamtliche Arbeit in Vereinen oder der scharfsinnigen Schlussfolgerung, das die Kenntnis von umweltschädlichem Verhalten der Menschen nicht linear das Verhalten beeinflusst (jeder kennt rauchende oder kiffende Ärzte, die sich genau der Risiken bewusst sind und es trotzdem tun) findet sich aber auch ein durchaus lesbarer Abschnitt zum Individualismus und zu Generationenbeziehungen. Die vom Autor vertretenen Auffassung, dass die idyllische Großfamilie der Vergangenheit ein Mythos sei, muss man nicht teilen. Diskussionswürdig ist sie trotzdem. Völlig weltfremd und eher belustigend dagegen ist des Autors Lösungsansatz: Die Gewerkschaften sollen es (u.a.) richten: "Als eine Art ADAC für Arbeitnehmerfamilien müssten sie gleichermaßen für Seele und Service ihrer Mitglieder Sorge tragen?" Na, dann mal los liebe Gewerkschaften! Besonders "neu und kreativ" auch die Forderungen zum gleichen Thema an die Schulen: "Mehr Sozialkompetenz", oder an die Kirchen: "Mehr Lebensnähe" oder an uns Bürger selbst: "Mehr Mut zu dauerhaften Beziehungen".Das Buch schließt mit einem theatralischen Kapitel mit dem Namen: "Deutsche werden zukunftshungrig - Jede Zweite fordert Generationengerechtigtkeit". Opaschowski geht es dabei um eine Umfrage, die belegen soll, dass 48% der Befragten folgender Aussage zustimmen:"Wenn Politiker wirklich Sorge dafür tragen, dass meine persönliche und auch die Zukunft der kommenden Generation gesichert ist, dann bin ich bereit, vorübergehend Einschränkungen in meinem Lebensstandard hinzunehmen." (S.241)Auf deutsch übersetzt: "Wenn die Politiker endlich einmal den Job machen würden, den sie immer zu tun behaupten, würde ich auch mehr Steuern bezahlen."Die erste gute Nachricht ist aber, es ist nicht wirklich jeder zweite, sondern nur 48%. Bei eine demokratischen Abstimmung hätte diese These also keine Mehrheit. Es besteht also noch Hoffnung.Die zweite gute Nachricht lautet, das es sich um eine Durchschnittszahl handelt. Und mit Durchschnitten ist es ja so eine Sache. (Wenn der Kopf im Eisschrank steckt bei -10° und die Füße in heißem Wasser von 50° beträgt der Durchschnitt angenehme 20°. Trotzdem sind die Füße verbrüht und der Kopf tiefgefroren.) Weiter aufgefächert sieht es nämlich anders aus (Zustimmung in %)- Ostdeutsche 37% (!)- Westdeutsche 50% (hier stimmte es: Jeder Zweite)- Arbeitslose 26%- Arbeiter 41%- Beamte 77% (!, sicher loben diese ihren Arbeitgeber)Während Ostdeutsche aufgrund ihrer historischen Erfahrungen wissen, dass man sich nicht auf den Staat verlassen sollte, stellt die hohe Zustimmung der Beamten nicht deren Großzügigkeit dar, wie der Autor vermeintlich glaubt, sondern deren Glaube an die Omnipotenz eines Staates, der bei deren Mitgliedern bzw. Protagonisten nicht nur anzunehmen sondern auch erwartet werden kann.Interessant wäre es zu wissen, wie die Umfrageergebnisse wären, wenn die Frage richtig gestellt worden wäre:"Wenn ich die Wahl hätte, Politikern und dem Staat Geld zu geben, damit dieser wirklich Sorge dafür trägt, dass meine persönliche und auch die Zukunft der kommenden Generation gesichert ist, oder weniger Steuern zu zahlen, und stattdessen ich mich selbst um meine persönliche und auch die Zukunft der kommenden Generation kümmern muss, welche Option wähle ich?Wir werden es wohl nie erfahren.Fazit:Der Autor bleibt sich treu. Als promovierter Professor für die sozialen Folgen der Tourismusentwicklung und Aufsichtsratsmitglied eines Ferienzentrums an einem Sandstrand ist klar, das Berufs- und Bedarfsfelder für ihn vor allem in diesem Bereich angesiedelt werden. Und als Erziehungswissenschaftler und Aufsichtsratsmigtlied einer PR-Agentur glaubt er an die Veränderungswirkung der Worte und der Kommunikation. Soweit sei im Verziehen. Das Buch aber einen DeutschlandPlan zu nennen, ist grobe Selbstüberschätzung. Das Buch dokumentiert lediglich die private Meinung eines heute 75jährigen zu vielen öffentlich diskutierten Themen. Das mag für manche Menschen interessant sein.Für mich war es ähnlich, wie Opas Geschichten aus der Nachkriegszeit zu hören. Es waren eben Geschichten. Eine Relevanz für mein Leben hatten sie nicht. Ein Buch eben, dass niemand braucht. Schade um die Zeit.

  • Der Skeptiker
    2019-03-02 03:00

    Ich habe dieses Buch in den letzten drei Abenden gelesen und bin entsetzt, was in deutschen Pressekreisen als 'der Mister Zukunft' gehandelt wird. Alles, was Sie an rot-grünen Ideen in Spiegel, Stern und Süddeutsche lesen, finden Sie gebündelt in diesem Buch. Die ist 'ein' Deutschland Plan und auf keinen Fall 'Der' Deutschland Plan.Teil 1 zeigt ein alarmistisches Zukunftsbild, das von gescheiterten rot-grünen Projekten ein Klagelied singt.Teil 2 und Teil 3 beschreiben, wie man die Ideen aus Teil 1 durchsetzen könnte. Dabei wird auch vor staatlicher Hegemonie nicht halt gemacht. Individualität soll nicht mehr vorkommen und wird durch einen staatlich verordneten Gemeinsinn ersetzt. Dazu kann bzw. soll der Staat auch Zwangsmaßnahmen erlassen.Na herzlichen Dank. Das ist auf keinen Fall die Zukunft, die ich mir vorstelle. Und ich bin mir sicher, dass sie auch so nicht stattfinden wird.