Read Himmlische Quellen und irdisches Recht: Religiöse Voraussetzungen des freiheitlichen Verfassungsstaates by Tine Stein Online

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Der freiheitliche Verfassungsstaat ist ein s kularer Staat Dieses Charakteristikum verdankt sich einer grundlegenden Unterscheidung von Politik und Religion, von irdischer und transzendenter Sph re, die in den biblischen Erz hlungen ihre Grundlage findet Tine Stein will die politiktheoretische Bedeutung der biblischen Erz hlungen und der christlichen Tradition bergen und zeigen, wie sehr das f r den demokratischen Verfassungsstaat konstitutive Leitbild des Menschen als frei, gleich und mit unverf gbarer W rde ausgestattet hiervon gepr gt ist Neben dem genealogischen Befund wird diskutiert, ob eine metaphysische Geltungsgrundlage des Rechts im Verfassungsstaat behauptet werden kann und ob die Sph re des Unverf gbaren f r die Aufrechterhaltung einer freiheitlichen Rechtsordnung konstitutiv ist....

Title : Himmlische Quellen und irdisches Recht: Religiöse Voraussetzungen des freiheitlichen Verfassungsstaates
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ISBN : 9783593383385
ISBN13 : 978-3593383385
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : Campus Verlag Auflage 1 25 Juni 2007
Number of Pages : 408 Pages
File Size : 772 KB
Status : Available For Download
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Himmlische Quellen und irdisches Recht: Religiöse Voraussetzungen des freiheitlichen Verfassungsstaates Reviews

  • Sagittarius
    2019-02-23 02:45

    Tine Stein schlägt eine Brücke zwischen Verfassungsstaat und biblischer Überlieferung. Zitat:"Der freiheitliche Verfassungsstaat ist ein säkularer Staat. Dieses Charakteristikum verdankt sich einer grundlegenden Unterscheidung von Politik und Religion, von irdischer und transzendenter Sphäre, die in den biblischen Erzählungen ihre Grundlage findet. Tine Stein will die politiktheoretische Bedeutung der biblischen Erzählungen und der christlichen Tradition bergen und zeigen, wie sehr das für den demokratischen Verfassungsstaat konstitutive Leitbild des Menschen als frei, gleich und mit unverfügbarer Würde ausgestattet hiervon geprägt ist. Neben dem genealogischen Befund wird diskutiert, ob eine metaphysische Geltungsgrundlage des Rechts im Verfassungsstaat behauptet werden kann und ob die Sphäre des Unverfügbaren für die Aufrechterhaltung einer freiheitlichen Rechtsordnung konstitutiv ist." Die Kreuzigung Jesu sei Beleg, wie ein Mensch seine innere Würde trotz massivster Erniedrigung und schliesslich Vernichtung bewahre. Es mag sein, dass es hier Parallelen gibt, für die Gültigkeit des Rechtsprinzips ist dies nicht von Belang.Die inhaltliche Übereinstimmung zwischen der christlichen Überlieferung und wesentlichen Inhalten der Rechtsordnung scheint mir weniger bedeutsam als der Wahrheits-und Machtanspruch der Kirchen oder Religionsgemeinschaften, die öfters das staatlichen Gewaltmonopol in Frage stellen. Als das Bundesverfassungsgericht die Präsenz der Kirchen in Form des Kruxifixes in der Schule verfassungsrechtlich beanstandete, konnte man diese Kontroverse betrachten, die nicht mit Samthandschuhen geführt wurde und wenig Respekt vor den staatlichen Instanzen, wie dem Bundesverfassungsgericht belegt.Hier liegen mehr Konfliktlinien als zwischen den Werten der Verfassungsordnung und den zentralen Aussagen der christlichen Religion.