Read Ein grüner Junge: Roman by Fjodor M. Dostojewskij Online

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Ein gr ner Junge , der unbekannteste der sp ten Romane von Dostojewskij ein Entwicklungsroman und eine Geschichte von Vater und Sohn aus einer Gro stadt, die ihre Bewohner zerrei t In der Neu bersetzung von Swetlana Geier eine literarische Wiederentdeckung ersten Ranges....

Title : Ein grüner Junge: Roman
Author :
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ISBN : 3596176921
ISBN13 : 978-3596176922
Format Type : EPub
Language : Deutsch
Publisher : FISCHER Taschenbuch Auflage 3 1 August 2009
Number of Pages : 832 Seiten
File Size : 571 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Ein grüner Junge: Roman Reviews

  • Gromperekaefer
    2019-05-03 22:07

    Es verlangt schon etwas Ausdauer um sich durch dieses Buch durchzulesen. Anders als andere Dostojewski-Bücher (z.B. Schuld und Sühne oder der Idiot) ist die Handlung in diesem Werk mehr unübersichtlich, sodass der Leser den Geschehnissen nicht immer folgen kann, sodass man dann jeweils später die nötigen Zusammenhänge erkennt. Zudem sind die Handlungen immer wieder übermässig in die Länge gezogen (wobei man das Buch in seine Epoche zurücksetzen muss, die nicht so schnelllebig war).Die Erzählung ist eine tagebuchähnliche Schilderung (deswegen hat der Roman auch keinen richtigen Anfang und Ende) aus dem Leben des Arkadij Dolgorukij. Als uneheliches Kind eines Fürsten sucht er seinen Weg und sammelt so seine Erfahrungen im Umfeld der « upper class ».Viele verschiedene Charaktere verlangen ein konzentriertes Lesen (im letzten Teil kommt es sogar zu einem Namenswechsel einer Person). Daher ist es schon nützlich im Anhang eine Personenliste zu finden.Das Buch weicht insgesamt etwas ab von anderen Dostojewski-Romanen. Lesern welche sich noch nicht mit Dostojewski befasst haben, rate ich daher eher mit einem der oben genannten Werke zu beginnen.

  • Nasim Namadchiyan
    2019-05-02 17:13

    Der Jüngling gehört zu den späten Werken Dostojewskis. Es ist genial konzipiert, nicht einfach nur ein guter Roman, sondern ein Buch voller rührender Weisheiten, die mitten aus dem realen Leben gegriffen sind!Ein absoluter Muss für jeden Menschenfreund, dem Menschen Unsägliches Leid zugefügt haben!

  • Lopper
    2019-05-24 20:08

    Ich habe dieses Buch, das offensichtlich zu den weniger gelesenen Spaetwerken Dostojewskijs gehoert, mit weit weniger Freude gelesen als seine anderen Buecher. Dafuer gibt es verschiedene Gruende: Erstens ist die Hauptfigur zwar ein anstaendig dargestellter spaetpubertierender Juengling, aber weit weniger interessant oder bestechend als die Karamasov-Brueder, Raskolnikov, der "Idiot" oder andere Dostojewskij-Charaktere. Themen (wie seine ueber viele Seiten dargestellte "Idee") werden mitunter breit ausgewalzt und dann nicht weiter aufgegriffen. Zweitens ist die Handlung extrem und unnoetig kompliziert. Das ist an sich nichts ungewoehliches bei einem Dostojewskij Roman, doch wird diesmal am Ende nicht ganz klar, warum so unmstaendlich ein komplexer Spannungsbogen aufgebaut wird und die Loesung komplett ausbleibt. Ich hatte gehofft, dass die letzten 100 Seiten die Handlung zu einem ueberraschenden und interessanten Schluss fuehren wuerden (so wie bei den "Boesen Geistern"), wurde aber enttaeuscht. Drittens fehlen die aus anderen Dostojewskij Romanen bekannten kraftvollen Szenen und Bilder. Es bleibt dann nur die manchmal zum Schmunzeln bringende Ironie der Sprache - meiner Meinung nach ein bestenfalls durchschnittliches Buch und eine Enttaeuschung im Vergleich zu den anderen Spaetwerken.

  • Jérôme
    2019-05-12 01:19

    Der Protagonist Arkadij Dolgorukij ist das Sinnbild des jungen, ausgeschlossenen, von großen Minderwertigkeitskomplexen und Deklassierungen geprägten, leidenden Jünglings. Ins Leben gerufen wurde dieses Persöhnlichkeitsbild, aufgrund von Demütigungen, die auf seine uneheliche Geburt zurückzuführen sind und seinem Lehrer dadurch Anlass für Demütigungen und Beleidigungen gaben. Diese Ereignisse initiierten schließlich das klassische Zurückziehen in die Welt des Imaginären und Phantastischen. Er zieht sich in seine metaphorische Höhle zurück und entwickelt seine sogenannte " Idee ", so reich wie ein Rothschild zu werden. Seine Idee offenbart jedoch schnell den intellektuellen Vorwand, dem dunklen Triebleben zu entsagen und sich an der Gesellschaft zu rächen. Dieses Vergeltungsstreben ruft jedoch die Sehnsucht nach Anerkennung hervor und fördert in dem durchaus intelligenten Arkadij, den Willen zur Macht über andere.Einer Einladung nach St. Petersburg folgend, entsteht nach und nach eine intensiver werdende Beziehung zu seinem Vater, den er bis dahin kaum kannte und muss sein bis dahin projiziertes und idealisiertes Bild von ihm, schließlich der Realität angleichen, wodurch zwischenzeitlich Komplikationen hervorgerufen werden. Doch Werssiloff ist nicht nur der selbstherrliche, weise Retter, der seinem Sohn aufzeigt, dass das Verfolgen von starken Ideen, nur einer Flucht vor dem praktischen Leben dienen und man sich in seinen Anschauungen auch hoffnungslos verlieren kann. Er erweist sich auch als der Nebenbuhler, um die von beiden begehrte Katharina. Sehr zum Unwillen von Arkadij, der unterschwellig die Absicht einer Familienzusammenführung anstrebt. In St. Petersburg fällt dem jungen, unerfahrenen und weltabweisenden Arkadij unabsichtlich ein wertvolles Dokument in die Hände, das ihn plötzlich zu einem wichtigen und einflussreichen Akteur macht. Mit einem Mal obliegt es seiner Macht, dass Schicksal anderer Menschen zu beeinflussen und genau danach sehnte er sich unbewusst. Doch sein Machtstreben mündet schon bald im Glücksspiel und in der Zusammenkunft mit Gaunern, vor allem sein früherer Schulfreund Lambert kommt zufällig hinter die Wichtigkeit jenes Dokumentes und beginnt einen intriganten Plan zu entwerfen, wodurch er auf hohen Profit spekuliert.Nachdem sich das Beziehungsgeflecht immer weiter zuspitzt und ständig neue Ansichten und Parameter die Situation unübersichtlich machen, fragt sich Arkadij in einem reflektierten Moment," wie es denn gekommen ist, dass so plötzlich eine ganz neue Welt angefangen hat." In diesem Moment kommt ihm wieder seine Idee zu Bewusstsein, der Gesellschaft zu entsagen und zurück zur Finsternis und Einsamkeit zu gelangen. Es kommen ihm jedoch Zweifel, ob diese Rückkehr noch möglich ist und so lässt er schon bald seinen Idealismus zurück und widmet sich seinem Plan die Familie wieder zusammenzuführen.Den Romanverlauf bekommt der Leser durch die Perspektive des Ich-Erzählers Arkadij geschildert, der durch ständige Vorgriffe, Rückblicke und Einschübe, dazu vielen Kleinigkeiten, einen flüssigen Ablauf sehr erschwert. Doch Arkadijs Perspektive der Erzählung, zeichnet sich auch durch Unwissenheit und Unreife aus, wodurch er das Verständnis der Personenkonfigurationen zusätzlich erschwert. So gibt es keine klaren Gewissheiten oder ein Vertrauen in die Intentionen und Motivationen der Personen. Meiner Ansicht nach, sollte man Dostojewskis Brillianz in diesem Werk eher in den genialen Dialogen, die sich in engen Dachkammern oder am Spieltisch abspielen, suchen, anstatt sich in der hohen Intertextualität zu verlieren.

  • None
    2019-05-09 00:03

    Dostojewskis Jüngling ist geprägt von unzähligen Ereignissen, die teilweise längst vergangen, zutage treten und den jungen Arkadji von einer in die nächste Überraschung treiben. Dieser aber ist auf der Suche nach sich selbst und gerät dadurch in die verschiedensten Lagen, die sich durch Ereignisse bald wieder ändern können. Die Übersicht bei all den teilnehmenden Personen zu behalten ist bei diesem Werk nicht einfach. Einige Passagen erscheinen zu langatmig und erschweren dadurch das Lesen (der doch fast 1.000 Seiten). Alles in allem ein Werk Dostojewskis, das das Leben im damaligen Russland wohl treffend darstellt und mit der Entwicklungsgeschichte eines in komplizierten verwandtschafts- und bekanntschaftsverbindungen stehenden "Jünglings" verbindet, sicherlich aber nicht zur lockeren Abendlektüre geeignet.