Read Schatten über dem Kongo: Die Geschichte eines der großen, fast vergessenen Menschheitsverbrechen by Adam Hochschild Online

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Geiselnahme, Vergewaltigung, Mi handlung und Mord waren die Instrumente, die Leopolds Statthalter einsetzten, um den kongolesischen Ureinwohnern die geforderten Quoten an Kautschuk und Elfenbein abzupressen Wer Widerstand leistete, wurde umgebracht oder verst mmelt Als die Kampagnen der Menschenrechtsbewegung um Edmund Morel den K nig 1908 zur Aufgabe seiner Kolonie gezwungen hatten, war die Bev lkerungszahl des Kongo um etwa zehn Millionen Menschen gesunken.Adam Hochschild geht den Spuren dieser Schreckensherrschaft nach Er erz hlt von den Abenteurern, die das riesige und nahezu undurchdringliche Gebiet um den Kongo Strom erforschten, von politischen R nkespielen und von der Entschlossenheit, mit der M nner wie Morel ohne R cksicht auf ihre berufliche Karriere und allen Repressalien zum Trotz den Kampf gegen Leopolds Terrorsystem aufnahmen....

Title : Schatten über dem Kongo: Die Geschichte eines der großen, fast vergessenen Menschheitsverbrechen
Author :
Rating :
ISBN : 3608947698
ISBN13 : 978-3608947694
Format Type : Hardback
Language : Deutsch
Publisher : Klett Cotta Auflage 9., um ein Nachwort erweiterte 1 Juni 2012
Number of Pages : 581 Pages
File Size : 561 KB
Status : Available For Download
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Schatten über dem Kongo: Die Geschichte eines der großen, fast vergessenen Menschheitsverbrechen Reviews

  • Burn_Babylon
    2019-07-29 02:18

    Ein sehr informatives, detailliertes Buch über das Horrorregime König Leopolds II im Kongo - lesenswert für jeden, der Interesse am Kongo im Speziellen und Afrika im Allgemeinen hat. Traurig, dass alles, was unter diesem Regime passierte, auch heute noch im Kongo Gültigkeit hat. Rohstoffausbeutung, Sklaverei, Krieg. Sehr gut finde ich die vielen Originalzitate aus Briefen oder Schriften - das gibt einen noch tieferen Einblick in den Wahnsinn und die Abgründe menschlichen Denkens und Handelns. Schade, dass König Leopold II fast alle Aufzeichnungen "seines" Staates vernichten lies. Bezeichnend, dass bis heute Belgien Einsicht in gewisse Erkenntnisse nicht zulässt. Ins Bild passt die Aussage König Baudoins von Belgien 1960 zur Unabhängigkeit des Landes: "Die Unabhängigkeit ist die Krönung des Lebenswerkes von König Leopold II." (wörtlich). Abgesehen von der wertvollen Information führt uns das Buch die ganze Zeit vor Augen, dass sich all das Gräuel, die Menschenverachtung und die Gier heute ebenso überall dort abspielt, wo es etwas "zu plündern" gibt - im Kongo sowieso, aber nicht nur dort.

  • Ewald Judt
    2019-08-15 02:27

    "Schatten über dem Kongo" (rororo 61312 - "King Leopold's Ghost. A Story of Greed, Terror and Heroism in Colonial Africa.", 1998) ist ein Sachbuch, vom Qualitätsstandard her ein wissenschaftliches Buch, das sich jedoch wie ein ungemein spannender Roman liest. Der Autor Adam Hochschild lehrt an der Graduate School of Journalism der University of California in Berkeley und ist durch eine Aneinanderreihung von Zufällen immer tiefer in die Materie eines Völkersmords im dunklen Herzen Afrikas eingedrungen. Dabei arbeitete er sich durch eine - erstaunlicherweise immer noch vorhandene - riesige Menge an Materialien wie Erinnerungen von Forschern, Kapitänen und Militärs, Unterlagen aus Missionsstationen und Schilderungen von - meist reichen - Reisenden. Heraus kam ein Buch, das die Geschichte des Kongo dokumentiert. Einleitend wird die Zeit von der Entdeckung durch die Europäer bis zur Übetragung des Kongo an den belgischen König Leopold II als dessen Privateigentum 1885 dargestellt. Danach folgt als ein Schwerpunkt die dann eingeleitete hemmungslose Ausbeutung des Kongo und die damit verbundenen Gräueltaten, die Millionen Eingeborenen das Leben kosteten. Das Geschilderte rechtfertigt den Buchuntertitel "Die Geschichte eines fast vergessenen Menschheitsverbrechens". Romanhaft ist übrigens dieses Bild der Auswirkungen der Herrschaft Leopolds II von Joseph Conrad in seinem Buch "Herz der Finsternis" geschildert worden. Der zweite Schwerpunkt ist Edmund Morel gewidmet, einem kaufmännischen Angestellten einer Liverpooler Schifffahrtslinie, der erkennt, daß der Kongo mit Terror beherrscht und wirtschaftlich ausgebeutet wird. Als Reaktion darauf wird er der Begründer der ersten großen internationalen Menschensrechtsbewegung. Adam Hochschild zeigt eindrucksvoll das Engagement, wie ein einzelner Mensch es geschafft hat, über viele Jahre ein Thema am köcheln zu halten, es auf die Titelseiten der Zeitungen und in Zeitschriften zu bringen, Protestaktionen zu organisieren sowie es den Mächtigen der Welt nahezubringen - und zwar erfolgreich. 1908 mußte Leopold II den Kongo als ein Privateigentum aufgeben - der Kongo wurde belgische Kolonie. Die Verbrechen an der einheimischen Bevölkerung gingen zurück, die Ausbeutung des Landes ging weiter. Bis heute. Diesem Thema - der Fortsetzung der tragischen Geschichte des Kongo bis in unsere Tage - widmet sich der letzte Abschnitt des Buches: Widerstand gegen die belgische Kolonialherrschaft, Unabhängigkeit, Ermordung des ersten Ministerpräsidenten Patrice Lumumba, Gewaltherrschaft Mobutus. Damit endet Hochschilds Buch. Was folgt ist auch nicht gerade eine Verbesserung der Situation: Sturz des Regimes durch Kabila mit Hilfe von Ruanda, Fortsetzung der Gewaltherrschaft durch Kabila, Ermordung Kabilas, Kabilas Sohn übernimmt die Macht. Ob sich dadurch etwas geändert hat und ob sich dadurch etwas ändern wird, wird sich erst zeigen. Adam Hochschilds Buch "Schatten über dem Kongo" ist es jedenfalls Wert gelesen zu werden.

  • Niffets
    2019-08-12 07:23

    Wenn Geschichte im Unterricht langweilig ist, biete dem Lehrer und Euch dieses Buch!Es behandelt die europäische Kolonialgeschichte in Afrika am Beispiel des Kongo. Ist wirklich spannend und packend.

  • er
    2019-08-08 05:28

    Es beinhaltet viele Fakten ist aber sehr interessant geschrieben und hat mir sehr gut weiter gaholfen für eine schhriftliche Arbeit in der Schule.

  • None
    2019-08-12 00:28

    Dieses Buch öffnet einem wirklich die Augen! Die umfassenden Schilderungen der Gräuel, die Leopolds Schergen im Kongo angerichtet haben, illustrieren eindrucksvoll, wie rassistisch geprägt und unvollständig unser Geschichtsbild ist.Der Autor zieht immer wieder Parallelen zu den Verbrechen des Holocaust und wahlscheinlich ist das für uns auch die einzige Möglichkeit die menschliche Dimension dieser Verbrechen überhaupt begreifen zu können. Die Untaten der Belgier werden auch in Bezug zur Gegenwart gestellt. Wer heute durch Brüssel reist wird nicht selten mit dem Namen Leopold konfrontiert. Aber nirgends gibt es Hinweise auf die unfassbaren Grausamkeiten, die auf seinen Befehl und in seinem Namen im Kongo verübt wurden.Wenn man dem Autor einen Vorwurf machen kann, dann ist es jener, dass er doch recht deutlich zwischen dem belgischen und französichen Kolonialregime ("die Bösen") auf der einen Seite und dem englischen ("die Guten") auf der anderen Seite unterscheidet und damit den gleiche Fehler, wie sein Protagonist, Morel, begeht. Daher nur 4 Sterne.