Read Öl!: Roman by Upton Sinclair Online

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Ein Schl sselroman ber die Tyrannei des Raubtierkapitalismus jetzt in deutscher Neu bersetzung l ist das US Epos ber die legend re Zeit der lbarone bers schnelle Geld und die Faszination jenes Rohstoffs, der wie kein anderer das Antlitz der modernen Zivilisation gepr gt hat Mit konomischer Klarsicht schildert Sinclair den Wettlauf ums schwarze Gold , skrupellose Verteilungsk mpfe und das beispiellose Auseinanderdriften von Arm und Reich Ein Glanzst ck welthaltiger, engagierter Romankunst J Arnold Ross hat es mit Ehrgeiz, Gerissenheit und Gl ck zum Erd lmagnaten gebracht, Sohn Bunny ist zum Erben seines schmierigen Reichtums auserkoren Doch statt sich seiner Privilegien zu freuen, verbringt er jede freie Minute auf den Erd lfeldern Kaliforniens und entdeckt dort seine Sympathien f r die einfachen Leute Fortan pendelt der junge Idealist zwischen den Sph ren, ohne in einer davon je ganz heimisch zu werden weder in den verschw rerischen Machtzirkeln seines Vaters noch im g renden Arbeitermilieu, aber auch nicht auf dem Universit tscampus, geschweige denn in Hollywoods Glamourwelt Zwischen allen Fronten stehend, muss er erkennen, dass das Leben ehernen Gesetzen von Habgier und Betrug gehorcht Selten ist die Frage nach einer menschenw rdigen Gesellschaft literarisch eindringlicher gestaltet worden als am Schicksal des edelm tigen lprinzen Bunny Ross....

Title : Öl!: Roman
Author :
Rating :
ISBN : 371752254X
ISBN13 : 978-3717522546
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Manesse Verlag 25 Februar 2013
Number of Pages : 108 Pages
File Size : 987 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Öl!: Roman Reviews

  • Amazon Kunde
    2019-06-12 13:31

    ein wunderbarer Roman, unglaublich aktuell! Die Sprache und der Blick auf das Zeitgeschehen ist für das Alter des Romans erstaunlich. Für alle, die die Entwicklung des kalifornischen Boomstaats verstehen wollen erhellend.

  • Harald
    2019-05-20 11:27

    Für alle, die schon immer von einem Ölmagnaten erklärt haben wollten wie Geld die Welt regiert kann ich dieses Buch nur empfehlen! Sehr anschaulich vom Vater an den Sohn, der sich dazu viele kritische Gedanken macht.Wem dieses Buch gefallen hat, dem kann ich auch "Der Dschungel" vom selben Autor nur nahelegen. Hier wird die Welt aus der Sicht des Nichtwohlhabenden, ausgebeuteten beschrieben. beide Bücher zusammen zeigen wie es schon vor 5000 jahren lief und wie es in 5000 Jahren laufen wird.

  • Amazon Kunde
    2019-05-28 11:14

    Was und wie funktioniert die amerikanische Wirtschaft. Es ist ein Roman, aber man lernt einiges über die Zeit vor dem 1 Weltkrieg und wie damals der Kapitalismus in den USA funktioniert hat und warum heute noch immer ein Präsident wie Obama als Sozialist oder gar als Kommunist beschimpft wird. Die Amerikaner kennen nur eines Fressen oder Gefressen werden. Dazwischen gibt es nichts.Lesenswert wer etwas aus der Geschichte lernen möchte und verstehen möchte warum heute bestimmte Dinge sind wie sie sind.

  • Heike M.
    2019-05-21 11:30

    Der Einstieg in die Handlung erfolgt im Jahr 1912. J. Arnold Ross führt seinen zu diesem Zeitpunkt 12-jährigen Sohn J. Arnold Ross jun., genannt Bunny, an das Ölgeschäft heran. Er selbst hat den Aufstieg in die hart umkämpfte Branche geschafft und sein Sohn soll einmal weiterführen, wofür der Vater den Grundstein legte. So erfährt schließlich auch der Leser, worauf es in diesem Geschäft ankommt, auf den Einsatz von Ellbogen, auf Geld, ein gutes Händchen für die Probebohrungen und möglichst wenige Skrupel. Aber Bunny ist anders als sein ehrgeiziger Vater. Die Freundschaft mit Paul, einem 4 Jahre älteren Landarbeiterjungen, lässt ihn die Welt auch aus einer anderen Perspektive sehen. So sympathisiert Bunny offen mit Sozialisten und den entstehenden Gewerkschaften. Er beschwert sich über Missstände und prangert die gewissenlose Habgier der Ölmagnaten an. Upton Sinclair gelingt es meisterhaft beide Seiten ausgezeichnet und überzeugend darzustellen. Er beschreibt die unternehmerischen Risiken ebenso wie die unmenschlichen Arbeitsbedingungen der Lohnarbeiter und deren gnadenlose Ausbeutung. Sinclair erklärt die politischen Hintergründe dieser Zeit und gibt damit ein beeindruckendes Bild der Unternehmenskultur in den USA der 1920er Jahre wieder. Von US-Präsident Roosevelt als "Muckraker" und von W. I. Lenin als "Gefühlssozialist" bezeichnet, übt Upton Sinclair in seinem Roman "Öl!" offene Gesellschaftskritik und thematisiert soziale Gegensätze und Ungerechtigkeiten. Dennoch ist sein Werk sehr unterhaltsam, lässt es doch den Leser auch einen Blick hinter die Kulissen der Roaring Twenties werfen und liefert zu dem auch noch eine hochspannende Familiengeschichte mit hervorragend gezeichneten Figuren, die facettenreich charakterisiert und lebensecht dargestellt wurden. Sie haben Stärken und Schwächen, an denen sich der Leser mit Verständnis oder auch Missfallen reiben kann.Dieser monumentale Roman über den beeindruckenden Siegeszug des Öls und den ungeheuren Einfluss der Ölmagnaten auf Politik, Wirtschaft und Gesellschaft hat auch in unserer heutigen Zeit nichts an Bedeutung verloren, im Gegenteil, er ist aktueller denn je.Wer vor dicken Wälzern nicht zurückschreckt, Abhandlungen über technische Gegebenheiten und Technologien nicht scheut, Familiengeschichten mag und gern lebendige Zeitgeschichte erfahren will, wird mit diesem Roman einen Glücksgriff machen. Mich hat er nachhaltig beeindruckt.

  • Alexander
    2019-06-13 16:29

    Weit übertriebene und unnötige wortreiche Ausschweifungen vor allem zu Beginn des Buches. Zwischendurch verliert man ein wenig den roten Faden.Sonst lesenswert und weiterzuempfehlen.

  • Thomas Lawall
    2019-05-26 16:35

    Pachtmakler Skutt ist stolz, seinen Chef vorstellen zu dürfen. Auf Mr. J. Arnold Ross haben alle gewartet und jetzt steht er vor ihnen. Zu seiner Unterstützung ist Alston D. Prentice, der bekannte Rechtsanwalt aus Angel City, ebenfalls angereist. Die Voraussetzungen für die einberufene Versammlung sind aber alles andere als gut.Einzelne Parzellen reichen für ein Bohrloch, doch um nicht Opfer von Spekulanten und Tauschgeschäften zu werden oder vom direkten Nachbarn das Öl weggepumpt zu bekommen, muss man sich mit anderen Grundstücksbesitzern zusammenschließen. Die großen Gesellschaften investieren nur in größere Grundstücke, die mit vielen Bohrlöchern bestückt werden können und wo sich die Auszahlung der Gewinnanteile lohnt und sich mehr oder weniger unkompliziert handhaben lässt.Genau dies scheint jedoch in Beach City nicht möglich zu sein. Zwar schlossen sich die Eigentümer von 24 Parzellen zusammen, doch es gibt heftigen Streit, wie die Gewinnanteile in Verbindung mit der sehr unterschiedlichen Grundstücksgröße gerecht aufgeteilt werden können. Arnold Ross startet den Versuch einer Einigung, doch in den Menschen ist das "Feuer der Gier" entfacht. Weshalb den gewohnten Beschäftigungen nachgehen, wenn das ganz große Geld lockt ...J. Arnold Ross ist durch halb Kalifornien gefahren. Mit an Bord nahm er seinen 13jährigen Sohn. J. Arnold "Bunny" Ross junior ist (zunächst) nicht an eine Schule gebunden. Die entsprechenden Aufgaben übernimmt ein Hauslehrer. An den Reisen seines Vaters nimmt Bunny selbstverständlich teil, da er schließlich irgendwann einmal seinen Beruf erlernen soll. Die Sinne durch keinerlei geschäftlichen Pragmatismus getrübt oder beeinflusst, sieht er die Reise allerdings nicht mit den Augen seines Vaters. Für Bunny gestaltet sich die Fahrt als Abenteuer ...... und für den Leser ebenfalls. Die Fahrt zu einem Geschäftstermin durch das Kalifornien der 20er Jahre gestaltete der Autor als überlange Einleitung, die für den Leser gleichsam eine Fahrt in die Geschichte bedeutet, die dieser Roman erzählen will. Upton Sinclair führt einen ausgedehnten Kameraschwenk durch, und neben Land und Leuten stellt er dem Leser zugleich die beiden Hauptpersonen vor: Vater und Sohn, noch in inniger Nähe verbunden. Das Vorbild und einer, der zu ihm aufschaut und ihn ohne Einschränkung bewundert: das ist wie der Einstieg in eine gewaltige Leinwand-Familien-Saga vergangener Tage, die sich in diesem Fall von 1913 bis 1924 abspielt.Unterstützt wird dieser Eindruck von der ganz erstaunlichen Beobachtungsgabe Sinclairs. Ob der 1968 verstorbene Autor nun einfache Straßen beschreibt, weitere Nebensächlichkeiten wie "Gestrüpp, jetzt frisch im kurzen Frühlingsgrün", Kleingetier wie Heuschrecken, Hasen oder einen Krähenwürger, Wallnusshaine, "turmhohe dünne Eukalyptusbäume", Sinneseindrücke wie eine "weißbebänderte Orangenblütenstimmung" oder Menschen in ihrer ganzen Vielfalt und Gegensätzlichkeit - ein Paradebeispiel mag vielleicht Beschreibung und Charakterisierung von Annabelle Ames sein, jener Filmschauspielerin, die eines Tages als "Traumbild in zitronenfarbenem Chiffon" vor ihm steht - alles wirkt authentisch und interagiert in der Unkompliziertheit seiner Sprache fast wie ein natürliches Abbild greifbarer Bilder, zudem mit einer erstaunlichen Intensität und Nachhaltigkeit.Dies mag die Zauberformel für ein Mammutprojekt wie "Öl" sein und eine Garantie, auf 768 Seiten nicht den Hauch von Langeweile aufkommen zu lassen. Die Handlung selbst ist zudem von einer Vehemenz, die es verbietet, das Buch in vernünftigen Zeitabständen immer wieder zur Hand zu nehmen und weiterzulesen. In die begonnene Aufzählung gehören auch zeitgeschichtliche Meilensteine, die eben mal so nebenbei einfließen wie zum Beispiel die Entdeckung eines "neuen Universums", auch Unterbewusstsein genannt, oder der Erfindung des Radios - einer "einseitigen Apparatur", die es ermöglicht, das "größte Sklavenreich der Geschichte" zu errichten"."Öl" ist ein gewaltiges Familiendrama vor dem Hintergrund der sich anbahnenden Problematik zur Zeit der großen Ölbarone. Geschildert werden aber zuerst einmal nicht nur die Unsummen, die verdient werden können, sondern auch jene, die erst einmal investiert werden müssen. Auch hier zeichnete Upton Sinclair ein faszinierendes Bild, indem er sich in weiten Abschnitten des Romans mit hochinteressanten technischen Einzelheiten beschäftigt und ungeschönt darstellt, welche unfassbaren Mühen hinter der Suche nach Öl stecken und der Ausrüstung und Logistik, die erforderlich war, dieses zu fördern!Weltpolitische Verstrickungen, die sich im ersten Weltkrieg ergeben und die Probleme danach, finden ebenfalls Raum, und natürlich die Wirren um die aufstrebende Arbeiterschaft und deren Organisation in verschiedenen Gewerkschaftsbewegungen, sowie deren gewalttätige Niederschlagung. Und spätestens hier trennen sich die Vorstellungen von J. Arnold Ross und seinem Sohn. Eine zentrale Rolle spielt in diesem Zusammenhang Paul Watkins, der aus ärmlichen Verhältnissen stammende Sohn einer Familie, die auf einer heruntergekommenen Ranch lebt. Den dreizehnjährigen Bunny faszinieren das Ehrgefühl und die Bescheidenheit Pauls - ein erster Auslöser, die ihm bereits in jungen Jahren, wenn auch unbewusst, andere Denk- und Lebenswege aufzeigen.Fortan entstehen gesellschaftliche und weltanschauliche Gräben und Bunny muss gründlich überdenken, ob er den Idealen seines Vater folgen kann und will, um später in seine Fußstapfen zu treten und sein Imperium weiterzuführen, oder ob er seinen Sympathien für die kleinen Leute nachgibt ...Ein Epos um "Öl", welches die Welt für immer änderte, "das Feuer der Gier", Loyalität in der Familie, ein wechselhaftes Beziehungsgeflecht, Krieg und Frieden, die Illusion einer Weltregierung, "Kapital gegen Arbeit", die Frage, was kapitalistische Regierungen mit Demokratie zu tun haben, Korruption in ganz großem Stil, und der "ausgeklügelten Maschinerie zur Vernichtung von Gerechtigkeit und Freundlichkeit".Grandios!