Read Propaganda im Ersten Weltkrieg by Klaus-Jürgen Bremm Online

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Flugbl tter statt Flugzeuge, Papier statt Panzer Zum ersten Mal in der Geschichte wurde Propaganda so systematisch eingesetzt, griff sie so entscheidend in den Krieg ein, dass dieses Buch den Ersten Weltkrieg anhand der deutschen und auch antideutschen Propaganda schildern kann.Gener le und Politiker hatten die Macht der Worte und Bilder entdeckt Sie stachelten die ausr ckenden Soldaten an, bombardierten die Menschen an der Front und in der Heimat mit Durchhalteparolen und Berichten gegnerischer Gr uel, steuerten die Presse und beeinflussten neutrale Staaten Der Fanatismus, auch der deutschen Sozialdemokratie, kannte kaum Grenzen Mit eindr cklichen Abbildungen beschreibt der Autor die deutsche und die antideutsche Propaganda....

Title : Propaganda im Ersten Weltkrieg
Author :
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ISBN : 3806227543
ISBN13 : 978-3806227543
Format Type : PDF
Language : Deutsch
Publisher : Theiss, Konrad 18 September 2013
Number of Pages : 100 Pages
File Size : 580 KB
Status : Available For Download
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Propaganda im Ersten Weltkrieg Reviews

  • Fabius Pictor
    2019-04-29 23:11

    Das Buch von Klaus-Jürgen Bremm ist ein netter Überblick über die Propaganda des Ersten Weltkriegs. Es gelingt ihm, die Entwicklungen der Propaganda nachvollziehbar darzustellen.Allerdings bleiben seine Ausführungen ziemlich oberflächlich. Wichtige Aspekte der Weltkriegspropaganda werden nur unzureichend dargestellt. So fehlt die Flugblattpropaganda fast völlig. Bremm erwähnt zwar das britische Ministerium für Feindpropaganda „Crewe House“, doch die entsprechenden französischen und amerikanischen Einrichtungen, der „Service de la Propagande aérienne“ und das „Military Intelligence Branch“ bleiben unerwähnt, wie auch jeder Hinweis auf die Arbeiten von Klaus Kirchner fehlt, der die französischen und britischen Flugblätter in zwei Katalogen veröffentlicht hat. Auch die Abteilung IIIb der deutschen OHL findet bei Bremm kaum Beachtung, obwohl diese die maßgebliche Stelle für die deutsche militärische Propaganda war. Für einen Vergleich der Propagandabemühungen der wichtigsten vier Kriegsparteien, den Bremm ja anstrebt, hätte aber der Vergleich der militärischen Propaganda unbedingt dazu gehört. Zudem wird nicht klar, warum Deutschland, England Frankreich und die USA zu den „wichtigsten Kriegsparteien“ gehörten und andere wie Österreich-Ungarn, Russland oder das Osmanische Reich nicht. Vielleicht liegt Bremms Auswahl ja darin begründet, dass die Kriegspropaganda der erstgenannten Nationen schon relativ gut erforscht ist und er sich auf die entsprechende Literatur stützen konnte. Das ist ja auch legitim, hätte aber Erwähnung im Text finden können.Insgesamt ist es aber ein schönes Buch, welches zeigt, dass der Ersten Weltkrieg auch ein Propagandakrieg ungeahnten Ausmaßes war. Wer sich aber intensiver mit der Propaganda des Ersten Weltkriegs auseinandersetzen will, wird sich neben Bremms Buch mit weiteren Arbeiten zum Thema beschäftigen müssen.

  • Albrecht Bär
    2019-04-28 19:05

    Heute ist jeder Krieg ein Medienereignis. Pressekonzerne, Privatleute aber auch Regierungsbehörden versuchen alles, uns ihren Blick auf den Konflikt schmackhaft zu machen. Dabei sind die Berichte nie wertfrei, sondern haben eine politische Zielrichtung und stehen im Dienste der Konfliktparteien. Dies nahm seinen Anfang im Ersten Weltkrieg, der nie nur eine militärische Auseinandersetzung gewesen ist, sondern auch ein Kampf der Ideologien. Weltbilder prallten unversöhnlich aufeinander, die „westliche Demokratien“ zogen gegen die „mitteleuropäischen Kulturträger“ in den Kampf. Der Autor gibt einen Überblick über den Gebrauch der „Waffe, die nicht tötet“. Eine kurze Einleitung schildert die Propaganda in Kriegszeiten von der Antike über das Mittelalter bis zu Napoleon I., der bereits mit Hilfe eines eigenen Pressebüros und der Zensur nur seine Sicht der Dinge der Öffentlichkeit mitteilen ließ. Danach geht Bremm auf die Jahre 1914 bis 1918 ein, beginnend mit dem Selbstverständnis der Kriegsgegner (deutsche „Kulturmission“ gegen britischen „Händlergeist“) und der alliierten Greuelpropaganda über erdachte deutsche Untaten in Belgien. Damit sollte nicht nur die Kampfmoral der eigenen Seite gestärkt, sondern Eindruck auch im Ausland gemacht werden. Ein wichtiges Kapitel ist dabei der Informationskampf um die neutralen USA. Aber nicht nur außenpolitisch, auch nach innen sollte die Propaganda einheitsstiftend wirken (deutscher „Burgfrieden“ und französische „Union Sacrée“). Die Gegner der Mittelmächte erwiesen sich als die geschickteren Propagandisten. Sie waren so erfolgreich, daß nach Kriegsende kaum jemand bereit war, von einmal liebgewonnenen Lügen über die „deutschen Barbaren“ und den „blutrünstigen Kaiser“ Abstand zu nehmen. Der Verlierer war durch die Kriegspropaganda der Sieger zum Verbrecher gemacht worden, mit dem ein Friedensschluß auf Augenhöhe unmöglich wurde. Negativ anzumerken ist lediglich, daß die farbigen Propagandaplakate viel zu klein und in viel zu geringer Zahl publiziert worden sind.