Read Der Hund in den Kulturen der Plains-Indianer by Tanja Ulmer Online

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Nicht nur Pferd und Bison pr gten in der Vergangenheit das Leben auf den Plains in Nordamerika Es waren Hunde, die als treue Begleiter die nichtsesshafte Lebensweise der Plains Indianer, wie sie bis ins 19 Jahrhundert bestand, erst erm glichten Viele Jahrtausende wurden sie als Lastentr ger und Nahrungsressource in Notzeiten eingesetzt Obgleich der Hund als erstes und lange Zeit einziges Nutztier f r die Ethnien auf den gro en Ebenen unsch tzbaren Wert hatte, wurde seine Rolle bislang kaum wahrgenommen und nicht systematisch wissenschaftlich aufgearbeitet Erstmalig erforscht dieser Band mit einer breit gestreuten Auswertung ethnologischer, historischer, arch ologischer, mythologischer und literarischer Quellen sowie von Malerei und Fotografie die Nutzung und Bedeutung des Hundes bei den und f r die Plains Ethnien Die Spuren urspr nglicher Plains Hunde werden von ihrem ersten Auftauchen auf den Ebenen bis in die Zeiten verfolgt, in denen sie sich verlieren Dabei wird unter anderem untersucht, was Plains Hunde charakterisierte, ob sie gez chtet wurden, wie man sie hielt, welchen Status sie hatten, welche Rolle sie in Zeremonie, Mythologie und als Namensgeber der angesehenen dog soldier M nnerb nde spielten und warum sie auch nach Einf hrung des Pferdes weiterhin als Zug oder Packtiere dienten Dass der Blick auf das Leben der Hunde so vielsagende Einblicke in das Leben der Menschen vermittelt, unterstreicht die zentrale Stellung dieser Tiere in den Plains Kulturen....

Title : Der Hund in den Kulturen der Plains-Indianer
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ISBN : 3828824943
ISBN13 : 978-3828824942
Format Type : Hardcover
Language : Deutsch
Publisher : Tectum Wissenschaftsverlag Auflage 1., November 2010
Number of Pages : 404 Pages
File Size : 791 KB
Status : Available For Download
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Der Hund in den Kulturen der Plains-Indianer Reviews

  • Dr. Andrea Blätter
    2019-05-27 19:50

    So gut die Kulturen der Plains-Indianer bisher auch beforscht sein mögen, mit der Rolle der Hunde in diesem Kulturareal hat sich bislang niemand intensiv beschäftigt. Kein Wunder, sind doch die Informationen über diese ausgestorbene Hundeart bruchstückhaft verstreut und nur durch aufwändige und kritische Recherche wiederzuentdecken.Die Bedeutung des Hundes für die indigenen Kulturen der nordamerikanischen Plains ist hier erstmals ethnohistorisch aufgearbeitet worden. Dabei geht es um Geschichte, Abstammung und Domestikation, Einkreuzungen von Wölfen und genetischen Einflüssen durch europäische Hunde, um die Funktionen des Nutztieres Hund, die Rolle von Hunden in indigenen Zeremonien, in indianischer Literatur und Überlieferungen sowie in bildlichen Darstellungen. Abschließend werden Kulturwandel, genetische Erosion und angebliche Rückzüchtungen von indigenen amerikanischen Hunden kritisch betrachtet.Gezeigt wird, dass das Bild des berittenen Bisonjägers eine Mensch-Tier-Beziehung ausgeblendet hat, die für die indigenen Plains-Kulturen von großer Tragweite war, nämlich die Beziehung zu ihrem ersten domestizierten Nutztier, dem Hund.In dieser Untersuchung über die kulturelle Bedeutung von Hunden auf den nordamerikanischen Plains zeichnet sich nebenbei auch ein lebensnahes Bild der traditionellen indianischen Kulturen, in denen diese lebten. Dabei wird deutlich, dass in den vorliegenden Monographien, Reiseberichten und Beschreibungen über indigene Plains-Kulturen Hunde nur deshalb so wenig beachtet wurden, weil sie so selbstverständlich zum Lagerleben gehörten.Überraschend sind die vielen kleine Erkenntnisse, die in dieser Arbeit ans Licht gebracht werden, seien es Konstruktionen von Hunde-Travois, die in Fachpublikationen immer wieder inkorrekt dargestellt werden, Symboliken von Hunde-Festessen oder zeremonielle Bedeutungen in den dog soldier-Männerbünden. Auch museale Raritäten, wie etwa Objekte aus Hundefell, werden präsentiert.Detaillierte Sachkenntnis, aufwändige Recherche, übersichtliche Bearbeitung wichtiger historischer, ethnologischer, archäologischer und indigener literarischer Quellen und die übersichtliche Struktur machen dieses Buch zu einem neuen Standardwerk der Plains-Ethnologie. Der flüssige, angenehm lesbare Sprachstil und die 56 Zeichnungen sorgen für einen kurzweiligen Lesespaß für alle, die sich für uramerikanische Kultur interessieren.