Read Reisefieber von Tel Aviv bis Jerusalem by Anne Panne Online

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Reisefieber von Tel Aviv bis Jerusalem erz hlt von einer Gruppenreisedurch das Heilige Land, wobei viele der ber hmten biblischen St tten besuchtwurden Der Leser erh lt vielf ltige Informationen ber eine geschichtstr chtigeRegion sondergleichen Es formt sich aus den unterschiedlichsten Eindr ckenein buntes Bild des Landes, diesem Land der Bibel Alten und Neuen Testaments....

Title : Reisefieber von Tel Aviv bis Jerusalem
Author :
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ISBN : 3831137692
ISBN13 : 978-3831137695
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : Books on Demand 2 Mai 2002
Number of Pages : 112 Seiten
File Size : 770 KB
Status : Available For Download
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Reisefieber von Tel Aviv bis Jerusalem Reviews

  • Thomas H.
    2019-02-23 19:00

    Wer die Gattung „Reisebericht“ auch deshalb schätzt, weil individuell geplante und durchgeführte Reisen immer auch unerwartete Begegnungen und Wendungen mit sich bringen und damit zumindest zu einem gewissen Grad den Charakter eines Abenteuers haben, sei hiermit gleich einmal vorgewarnt: Bei vorliegendem Buch handelt es sich um den Bericht einer Pauschal-Gruppenreise mit dem Reisebus samt Reiseführer (Der Name des Reisführers lautet übrigens „Adi“…). Von Abenteuer also keine Spur, stattdessen wird dem Leser die Menüfolge des Silvestermenüs „aufgetischt“ oder mit der Belanglosigkeit gelangweilt, dass nach Öffnung des Hotelrestaurants „die Jagd nach einem guten Platz begann.“ (S. 22)Das mag man noch verzeihen, geradezu unerträglich ist aber die Tatsache, dass Panne wiederholt und seitenlang über ihre Mitreisenden lediglich ablästert. Neben der Tatsache, dass das für den Leser, der ein Buch über das Heilige Land erwartet, nicht nur irrelevant und damit langweilig ist, ist das schlichtweg schlechter Stil.Die inhaltlichen Ausführungen zu den Sehenswürdigkeiten – häufig biblische Orte – sind zwar durchaus interessant, immer wieder sind dabei aber auch Fehler oder zumindest Ungenauigkeiten zu finden. Gelungen hingegen ist die Idee die Ausführungen zu den Orten mit entsprechenden Bibelzitaten zu versehen.Eine weitere enorme Schwachstelle des Buches ist Pannes Schilderung des Besuchs der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem. In diesem Teil offenbart Panne ihre Unkenntnis über Israel und der israelischen Gesellschaft nur allzu deutlich. So stellt sie die Frage „weshalb … alle Deutschen, die Israel besuchen, die aus kulturellem, geschichtlichem oder religiösen [sic] Interesse kommen, ins Holocaust-Museum gekarrt (!) werden [müssen]?“ (S. 90) Ganz einfach: Weil der Besuch dieser wirklich hervorragend gestalteten Gedenkstätte schlichtweg dazu gehört, wenn man Israel aus den von Panne oben genannten Gründen besucht. Selbstverständlich ist der Besuch Yad Vashems bedrückend. Natürlich ist es nicht einfach sich dieser Thematik in dieser Form zu stellen. Pannes Meinung die Israelis wiesen den Deutschen eine Kollektivschuld zu (S. 90) ist aber schlichtweg absurd. Dieser, nach Pannes Meinung in Israel verbreitete Haltung, entgegnet sie, dass „Hitlers Wahnsinn … nicht einem ganzen Volk angelastet werden [kann].“ (S. 91)Diese Denkweise existiert in Israel aber nicht; es gibt in der israelischen Gesellschaft keine generellen Schuldzuweisungen gegenüber den heutigen Generationen in Deutschland, eher schon Anerkennung für den Umgang mit der Vergangenheit und der daraus entstandenen Verantwortung. Wer ein Buch über Israel schreibt, sollte differenziertere Kenntnisse der Thematik haben.Fazit: Wer selbst eine ähnliche Gruppenreise plant und sich an den genannten Schwächen nicht stört, mag diesem Büchlein vielleicht noch etwas abgewinnen können. Alle anderen, die mehr Individualität, Tiefgang und Hintergründe erwarten, brauchen es – insbesondere in Anbetracht der Tatsache, dass es eine Vielzahl hervorragender Literatur zu dem Raum gibt – nicht.