Read Lebenslänglich Knastlehrer: Meine Erfahrungen aus 20 Jahren Jugendgefängnis by Klaus Vogel Online

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Seit ber 30 Jahren ist Klaus Vogel Lehrer aus Passion und den Gro teil davon im Gef ngnis Er ist Schulleiter in der Jugendstrafanstalt Berlin und unterrichtet straff llig gewordene Jugendliche, um ihnen einen Schulabschluss und damit die Wiedereingliederung in das Leben nach dem Knast zu erm glichen In diesem Buch erz hlt er aus seinem reichen Erfahrungsschatz, von Erfolgen, von Misserfolgen, was das Besondere am Unterrichten im Gef ngnis ist, von Jugendlichen, die das Gef ngnis hinter sich lassen und ein neues Leben beginnen k nnen, und von denen, die immer wieder kommen Und das sind nicht wenige Umrahmt von vielen Begebenheiten aus seinem langj hrigen Berufsalltag erkl rt Klaus Vogel, woran es im Umgang mit den straff lligen Jugendlichen mangelt, was sich ndern m sste und warum er seinen Beruf trotz aller Probleme und Widerst nde noch immer aus tiefer berzeugung und voller Herzblut aus bt....

Title : Lebenslänglich Knastlehrer: Meine Erfahrungen aus 20 Jahren Jugendgefängnis
Author :
Rating :
ISBN : 3868834664
ISBN13 : 978-3868834666
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Riva 10 Oktober 2014
Number of Pages : 495 Pages
File Size : 998 KB
Status : Available For Download
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Lebenslänglich Knastlehrer: Meine Erfahrungen aus 20 Jahren Jugendgefängnis Reviews

  • Sebastian P
    2019-06-07 10:53

    Ich habe selten ein so positives Feedback für ein Geschenk bekommen.Da freut man sich natürlich besonders.Habe das Buch selbst nicht gelesen, aber wegen der guten Bewertungen und da meine Mutter gerne Erfahrungsberichte liest wusste ich, dass Lebenslänglich Knastlehrer etwas für Sie ist.

  • Huber
    2019-06-08 11:33

    Eine sehr authentische Erfahrungs -und Erlebnisschilderung. Würde ich jedem empfehlen, der sich mit dieser Materie auseinandersetzt und derleiKenntnisse haben möchte.

  • peedee
    2019-06-12 16:50

    Die Zahl der Lehrer im deutschen Justizvollzug liegt heute bei etwa 440. Einer davon ist Klaus Vogel, der seit mehr als 30 Jahren Lehrer im Gefängnis ist, darunter über 20 Jahre in der Jugendstrafanstalt Berlin. Er erzählt von seinem Berufsalltag mit Jugendlichen und Erwachsenen, seinem Aufgabenbereich und der Wiedereingliederung in das Leben nach dem Gefängnis: „Unser Auftrag lautete, diesen Menschen auf seine Entlassung vorzubereiten.“Erster Eindruck: Ein schlichtes Cover mit dem Autor, der leger auf einem Tisch sitzt, im Hintergrund die vergitterten Fenster. Mir gefällt der Buchtitel.Mich hat der Titel „Lebenslänglich Knastlehrer“ dazu gebracht, das Buch lesen zu wollen. Ich war sehr gespannt darauf, mehr über den Berufsalltag eines Lehrers im Gefängnis zu erfahren.Klaus Vogel, ursprünglich Lehrer für Deutsch, Geschichte und Sozialkunde, wurde im Gefängnis zu einem Allrounder mit vielfältigem Unterrichtsplan. Ich fand es sehr interessant, wie seine Einarbeitung vonstattenging: Klaus Vogel musste erstmal die ganze Anstalt kennenlernen und hat dabei mit den Mitarbeitern ihre Schichten mitgemacht, um möglichst viele Abläufe zu erleben und verinnerlichen. Er betont, wie wichtig eine gute Administration im Gefängnis ist, denn im Vollzug müssen sie immer genau wissen, wo sich welcher Gefangene gerade befindet.Ich habe mir vorher nie darüber Gedanken gemacht, wie ein Schultag im Gefängnis abläuft, aber bei der Lektüre wurde mir klar, dass dieser natürlich nicht so funktionieren kann, wie auf der „regulären“ Schule. Schliesslich treten die Insassen z.B. nicht nur zum Schulanfang ins Gefängnis ein, sie haben auch nicht alle das gleiche Lern- oder Sprachniveau, und sie bleiben auch unterschiedlich lange. Die Fächer werden kursorisch gestaltet, so dass kleine Einheiten in vierwöchigen Abschnitten abgeschlossen werden können. Schockiert hat mich die Tatsache, dass 75% der inhaftierten Jugendlichen keinen Schulabschluss haben.Eine grosse Veränderung in Bezug auf die Sprache ergab sich nach der deutschen Wiedervereinigung, als viele Vietnamesen aus den damals geschlossenen Ex-DDR-Gefängnissen übernommen werden mussten. Oder als immer mehr Russen nach Deutschland kamen. Auch der Balkankonflikt brachte weitere fremdsprachige Menschen in die deutschen Gefängnisse: Serben, Kroaten, Bosnier. Des Weiteren gab es viele Zuflüsse aus dem palästinensisch-libanesischen Raum.Klaus Vogel übt auch (nicht wenig) Kritik an seinen eigenen Arbeitskollegen – wie gut das bei denen ankommt, wage ich mir nicht vorzustellen. Für mich war es jedoch eine interessante Sache, einmal hinter die Kulissen schauen zu können.

  • WiseClown
    2019-06-07 18:50

    Es gibt viele lustige oder satirische Bücher über die Schule. Hier darf man das nicht erwarten. Das Buch ist ernst, informativ, gut geschrieben. Selbst für "normale" Lehrer lohnt sich dieser Blick in eine andere Pädagogen-Welt.

  • Mark Letter
    2019-05-20 17:41

    Von Anfang an macht der Autor deutlich, dass er nachvollziehen kann, wie schwierig die Akzeptanz mancher Aussagen für manchen Leser oder Außenstehenden sein muss. So klingt es in den Ohren Betroffener möglicherweise provokant, wenn der Pädagoge seine tiefe Überzeugung ausdrückt, dass es für straffällig gewordene Jugendliche auch trotz schwerwiegender Vergehen eine Chance für einen Neuanfang nach dem Gefängnisleben geben muss. Besonders bei Insassen, die eines Kapitalverbrechens schuldig sind, mag es für manchen geradezu grotesk wirken. Gerade ihnen durch pädagogische Maßnahmen eine Perspektive für die Zeit während und nach dem Gefängnisaufenthalt anzubieten, wirkt für Opfer von Gewaltverbrechen vielleicht wie Hohn. Gleichzeitig macht Klaus Vogel deutlich, dass eine Resozialisierung von Menschen ein wichtiger Grundsatz einer zivilisierten demokratischen Gesellschaft sein muss. Diesen Grundsatz hält er für unverhandelbar, und er arbeitet daran mit, an der Erfüllung dieses Grundsatzes Tag für Tag mitzuarbeiten. Die Grausamkeit mancher Taten hat er trotzdem im Hinterkopf. In seiner Beschreibung gelingt es ihm, seine Vision von einer gelingenden Resozialisierung straffällig gewordener Jugendlicher zu verbinden mit der Beschreibung von Rückschlägen, Enttäuschungen … Aber er zeigt, dass es auch Hoffnung gibt und er gibt erfolgreiche Beispiele gelingender Reintegration in die Gesellschaft.Mir war beim Lesen schon nach einigen Seiten klar, dass hier ein Mensch mit einem reichen Erfahrungsschatz berichtet. In sehr reflektierter, analytischer und doch auf zutiefst menschliche Weise schreibt er über seine Erlebnisse und Überzeugungen als Gefängnispädagoge. Er erzählt von seinem „Einstieg“ in eine ihm zunächst fremde Welt. Er schildert seine Entwicklung zu einem erfahrenen Gefängnispädagogen sehr authentisch. Seine Einblicke in seinen Arbeitsalltag im täglichen Umgang mit straffälligen jugendlichen Männern sind getragen von einer bewundernswerten Professionalität.Nach meinem Eindruck ist es dem Autor sehr gut gelungen, den Leser in eine fremde Welt und gleichzeitig auf seine Seite zu ziehen. Die Schilderungen der räumlichen Umgebung, der Gefängnisinsassen und der Tagesabläufe sind lebendig und geradezu filmisch plastisch. Die abwechslungsreichen Schilderungen verschiedener Aspekte des Gefängnisalltags, seiner Organisation und Struktur genauso wie die unterschiedlichen „Fallgeschichten“ und „Anekdoten“ lesen sich wie ein Roman. Das Buch ist damit viel mehr als ein Sachbuch oder ein steriler Erfahrungsbericht. Auf diese Weise gelingt es Klaus Vogel, eine Innensicht zu geben, als sehe man einen interessanten Film. Doch gleichzeitig geht er durch seine Analyse der Situationen und der Außenwelt aber auch seine Introspektion sehr weit auch in die Tiefen einer zutiefst menschlichen Betrachtung. Darstellung und Reflexion des Dargestellten gehen damit auf eine sehr gelungene Weise Hand in Hand. Der „pädagogische Dienst“, von dem er hier erzählt, ist weit mehr als „Beschulung“ in einem Gefängnisumfeld. Es ist eine eigene Welt, denen der Lehrer mit außergewöhnlichen pädagogischen und didaktischen Konzepten begegnet. Doch vieles kommt/kam immer wieder in Bewegung, sei es durch den Fall der Mauer, der dem Westberliner Gefängnis neue Gefangene und neues Personal beschert, sei es durch andere historische oder politische Entwicklungen.Ich fühlte mich durch die Schilderungen von Ereignissen und von den Erfahrungen und inneren pädagogischen Überzeugungen sehr berührt. Der Pädagoge erzählt von menschlichen Abgründen genauso wie von Situationen der Hoffnung. Er zeigt, wie wichtig Bildung und ein Schulabschluss ist, um nach der Zeit im Gefängnis eine Chance zu haben, sich ins Leben „da draußen“ wieder einzufinden, „eingegliedert“ zu werden. Was bei den einen gelingt, scheitert bei anderen kläglich. Trotzdem bleibt der Lehrer bei seiner Überzeugung, dass Bildung und pädagogische Arbeit am Menschen der aus seiner beste Weg in ein erfülltes Leben außerhalb des Gefängnisses ist. Konsequent geht er daher seinen Weg weiter, auch wenn er sich manchmal gegen Zweifel von innen wie von außen wehren muss.Mein Fazit: Dieser Erfahrungsbericht bietet einen sehr gelungenen Blick hinter die Kulissen eines Berliner Jugendgefängnisses für männliche Häftlinge. Der Gefängnislehrer gibt einen sehr persönlichen und ausgesprochen informationsintensiven Einblick in eine fremde Welt. Dabei wird deutlich, wie eng der Begriff der Resozialisierung verbunden ist mit dem Begriff von Pädagogik und Bildung. Ich denke, dass dieses Buch einen wertvollen Beitrag zum Verständnis für das Wirken und die Bedeutung von pädagogischem Handeln für unsere Gesellschaft leistet.