Read Benedikt von Nursia: Ein Lebensbild (Grosse Gestalten des Glaubens) by Adalbert de Vogüé Online

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Benedikt von Nursia gilt als Vaterdes abendl ndischen M nchtums Auch nach fast 1500 Jahren wirkt er weiter durch seine Regel und den Benediktinerorden, der auf ihn zur ckgeht Weniger bekannt ist sein Leben Ausgehend von den wenigen historischen Quellen, entwirft Adalbert de Vog , Benediktiner in der Abtei La Pierre qui vire Burgund , das Portrait eines beeindruckenden Mannes, der unabl ssig Gott suchte....

Title : Benedikt von Nursia: Ein Lebensbild (Grosse Gestalten des Glaubens)
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ISBN : 9783879966813
ISBN13 : 978-3879966813
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Neue Stadt Auflage 1 1 August 2006
Number of Pages : 481 Pages
File Size : 680 KB
Status : Available For Download
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Benedikt von Nursia: Ein Lebensbild (Grosse Gestalten des Glaubens) Reviews

  • Kritischer Leser
    2018-12-29 08:15

    Der Autor de Vogüé ist Benediktiner in einer Abtei im Burgund. Es war daher zu erwarten, dass er das „Lebensbild“ des Gründungsvaters seines Ordens positiv darstellt. Dieses „Lebensbild“ des Benedikt von Nursia ist vom Umfang her recht schmalbrüstig geraten. Zieht man die ca. 47 Seiten mit Original-Zitaten vom Umfang ab, dann verbleiben ca. 100 Seiten Text des Autors. Das liegt sicherlich auch an der dürftigen Quellenlage. Das gesteht der Autor auch sofort ein, indem er auf die einzige Quelle hinweist, Buch II der „Dialoge“ von Papst Gregor dem Großen.In den ersten Kapiteln befasst sich de Vogüé mit dem historischen Umfeld, in dem Benedikt (wahrscheinlich) gelebt haben soll. Das ist sicherlich sehr hilfreich. Dann wird das Leben Benedikts näher beschrieben. Basis sind eben die erwähnten Aufzeichnungen von Gregor dem Großen. Erst erläutert der Autor mit eigenen Worten, was dort geschrieben steht, danach steht der Originaltext in den entsprechenden Auszügen. Man kann entnehmen, dass im Original es mehr um eine Beschreibung eines italienischen Heiligen seiner Zeit geht. Die vielfältigen (2 x 12) Wunder werden erwähnt. Es wird auch darauf hingewiesen, dass viele der Ausführungen Gregors des Großen sich an Zitate und Wunderbeschreibungen der Bibel anlehnen. Das erhöht nicht unbedingt das Vertrauen in die historische Echtheit der Schilderungen. Zum Schluss werden auch einige der Klosterregeln (Benediktusregeln) besprochen, wenn auch nicht sehr ausführlich.Unerwähnt bleibt, dass manche Historiker die „Dialoge“ Gregors des Großen für eine Fälschung halten, zumindest Teile davon. Wenn das so sein sollte, kann man am historischen Wahrheitsgehalt des „Lebensbildes“, sogar an der Existenz von Benedikt selbst Zweifel anmelden. Da, wie vorher erwähnt, viele der sogenannten Wunder des Benedikt starke Ähnlichkeiten mit Wundern der biblischen Texte haben, ist davon auszugehen, dass die „Dialoge“ mehr als eine Erbauungsliteratur für Christen gedacht war. Dennoch besteht der Autor und Benediktiner de Vogüé darauf, dass die Beschreibung Papst Gregors des Großen (S. 24) „historisch korrekt und geistlich ansprechend ist“.Das Buch ist geeignet, um sich in sehr kurzer Zeit einen Überblick über das Leben Benedikts zu verschaffen. Es ist keine kritische Auseinandersetzung mit der aktuellen historischen Forschung. Die Texte sind oft redundant (zuerst Worte des Autors, dann das Original aus den „Dialogen“). Eilige können sich mit den (eingerahmten) Originaltexten einen raschen Überblick verschaffen. Es gilt aber wohl: Man muss an die Existenz des Heiligen Benedikts glauben wollen, um an sie glauben zu können. Die erkennbar positive Voreingenommenheit des Autors kann man nachvollziehen – er ist schließlich selbst Benediktiner.