Read Die Europäische Union (Basiswissen Politik/Geschichte/Ökonomie) by Andreas Wehr Online

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Andreas Wehr beschreibt die Europ ische Union als ein fragiles B ndnis In ihm dominiert das Machtstreben der gro en Mitgliedstaaten Unter ihnen gibt ein erstarktes Deutschland den Ton an Unter seiner F hrung entwickelt sich ein wirtschaftlich starkes Kerneuropa, umgeben von einer schwachen Peripherie Der Band teilt die Geschichte der EU in drei Abschnitte Die ersten Jahre waren gepr gt von einem nur langsamen Voranschreiten der Integration, unterbrochen von langen Phasen der Stagnation Mit dem Vertrag von Maastricht 1992 nahm die Integration an Fahrt auf Im Zuge des globalen Neoliberalismus wurde die EU zum wichtigsten europ ischen Akteur bei der Durchsetzung von Markt ffnungen, Privatisierungen und Deregulierungen Dies gipfelte in der Forderung, sie bis 2010 zum wettbewerbsf higsten und dynamischsten Wirtschaftsraum in der Welt zu entwickeln Dieses Ziel wurde nicht erreicht So ist denn die dritte Phase eine solche der R ckschl ge....

Title : Die Europäische Union (Basiswissen Politik/Geschichte/Ökonomie)
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ISBN : 3894384980
ISBN13 : 978-3894384982
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : PapyRossa Verlag Auflage 3., aktual u erweiterte Aufl September 2012
Number of Pages : 139 Seiten
File Size : 779 KB
Status : Available For Download
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Die Europäische Union (Basiswissen Politik/Geschichte/Ökonomie) Reviews

  • Werner Titz
    2019-05-10 17:29

    OEEC EGKS IRG EZU EVG EPG EPZ EEA EUV EWS WWU GASP GSVP EADWer mehr als die Hälfte dieser Abkürzungen mit vollem Namen kennt und weiß was sie bedeuten, der braucht dieses Buch vermutlich nicht zu lesen.Für uns anderen an der EU Interessierten ist dieses Buch von Andreas Wehr aber ein nützlicher Überblick über Entwicklung, Eckdaten und Grundlagen der EU.Es ist kein Buch mit den üblichen Euphemismen à la *Die EU ist der natürliche Schlusspunkt der Geschichte Europas*, sondern beginnt mit der nüchternen Feststellung, dass sich 50 Länder den KONTINENT EUROPA teilen, aber nur 27 davon sind in der EU, und dass 500 Millionen Menschen in der EU leben aber 740 Millionen in Europa.Das übliche *Wir brauchen mehr Europa* hört sich nach dieser Klarstellung eher an wie EXPANSION, und nicht wie ERWEITERUNG.Beginnend mit der deutschen Romantik werden auf frühe Bestrebungen eines geeinten Europa hingewiesen.Für die Romantiker sollte es das CHRISTLICHE ABENDLAND sein. Coudenhove-Kalergi plante Anfang des 20. Jhdt. sein PANEUROPA unter Ausschluss von Großbritannien, sah aber die *Länder Europäisch-Westafrikas plus zerstreuter anderer Kolonien* als Teil Europas. Coudenhove-Kalergi war 1950 auch der erste Träger des Karlspreises der Stadt Aachen, ein Preis, der seither als Auszeichnung für Verdienste um die europäische Einheit gilt, und der mit Namen und Ort der Vergabe eine deutliche Referenz zum christlichen Abendland der Romantiker zeigt.Was nach dem zweiten Weltkrieg mit einer *Gemeinschaft für Kohle und Stahl* begann, entwickelte sich Schritt für Schritt zu einer Wirtschafts- und späteren Währungsgemeinschaft, die sich zunächst als Gegenmacht zur Dominanz der USA und danach als notwendige Bündelung der Kräfte angesichts der globalen Konkurrenzwirtschaft positionierte.Die MONTANUNION wird vom Autor positiv hervorgehoben, da sie sich nicht nur als Zollunion verstand.Sie konnte notwendige Umstrukturierungsmaßnahmen in der Schwerindustrie finanzieren, sie kümmerte sich auch um Verbesserungen der Arbeitsbedingungen, Wiedereingliederung von Arbeitslosen, und förderte ein großes Wohnungsbauprogrammen.Dagegen führten die weiteren integrativen Schritte doch immer mehr zum Ausbau der wirtschaftsliberalen Grundlagen auf denen die EU heute steht.Der Blick des Autors auf die heutige EU ist ein kritischer: die Konvergenzkriterien von Maastricht legen die EU auf eine neoliberale Wirtschaftsordnung fest. Abweichungen von der monetaristischen Politik werden mit Sanktionen belegt.Es sei, als wäre mit der EU der Vorschlag von August von Hayek verwirklicht, der schon in den 30er Jahren des vorigen Jahrhunderts forderte *Die europäischen Staaten sollen vertragliche Verpflichtungen zur Beendigung öffentlicher demokratischer Kontrolle über die Wirtschafts- und Sozialpolitik eingehen*.Was in dem Buch leider fehlt, ist die Darlegung der Institutionen, Körperschaften und Leitungsgremien der EU und ihrer jeweiligen Funktionen. Als wissenschaftlicher Mitarbeiter am europäischen Parlament wäre dieses Thema für Andreas Wehr eine logische Ergänzung zum vorliegenden Buch.

  • Alfons Seistil
    2019-05-21 19:29

    Ich wollte ein Buch, das mir die Strukturen der EU verständlilch macht, wurde aber schwer enttäuscht. Es wird hier mit einer solchen Menge von Fachausdrücken und Abkürzungen herumgeworfen, deren Zusammenhhang für einen Laien auf dem Gebiet der Wirtschaft nicht nachvollziehbar ist. Es wäre vielleicht etwas verständlicher , wenn ein Glossar angefügt worden wäre.

  • Jürgen Pelzer
    2019-05-04 18:21

    Diese Einführung ist vor allem aus zwei Gründen höchst empfehlenswert: 1) Sie hält sich nicht lange mit idealistischem Brimborium auf, sondern steuert auf die entscheidenden wirtschaftlichen Beweggründe hin, und hat 2) stets auch den Blick für die historischen, weltpolitischen Rahmenbedingungen, z. B. die Suezkrise 1956. Wehr verliert sich nicht im bürokratischen Dickicht der Institutionen, obwohl ein kleines Kapitel darüber sowie eine historische Übersicht sicher nicht geschadet hätten. Doch der Erkenntnisgewinn, den der Zugang des Autors liefert, ist beachtlich - und weit mehr als man von von einer kanpp 120seitigen Einführung in ein solch komplexes Thema erwarten kann.