Read Ein letztes Mal wir: Roman by Lovis Cassaris Online

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F r manche w re eine 180km Wanderung durch Lappland nur eine sportliche Herausforderung F r Alexandra Roth ist der 5 t gige Extrem Trek durch den Kebnekaise Nationalpark jedoch das Einl sen eines Versprechens und das Aufarbeiten des Verlusts ihrer gro en Liebe.Eine gute Zuh rerin findet die Berlinerin Alex in der attraktiven schwedischen Fotografin Emma Holmqvist.W hrend der Etappen der Wanderung, im Tempo ihrer Schritte ber Stege, Steine und Pfade, ber Bergmassive und B che, erz hlt sie die Geschichte ihrer Z rcher Ehefrau Meike Janowsky, die nach schwerer Krankheit selbstbestimmt ihrem Leben ein Ende setzen will Temporeich und mit einer Prise Humor erz hlt die Schweizer Autorin Lovis Cassaris diese ungew hnliche Liebesgeschichte, vor dem Hintergrund der atemberaubenden schwedischen Landschaft....

Title : Ein letztes Mal wir: Roman
Author :
Rating :
ISBN : 3896562398
ISBN13 : 978-3896562395
Format Type : Kindle Edition
Language : Deutsch
Publisher : Querverlag Auflage 1 2 M rz 2016
Number of Pages : 192 Seiten
File Size : 874 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Ein letztes Mal wir: Roman Reviews

  • CookieCat
    2019-01-12 15:25

    Eine 5-tägige Wanderung durch einen schwedischen Nationalpark? 180 Kilometer durch die Wildnis, ohne Luxus? Für viele unvorstellbar, geradezu verrückt. Auch die unkonventionelle Berlinerin Alex – Tattookünstlerin, Fleischliebhaberin, Couch Potato – war immer dieser Meinung. Und doch nimmt sie nun den weiten Weg in Angriff, mit einer weit grösseren Last auf den Schultern als nur ihrem 23 Kilo Rucksack. In der schwedischen Fotografin Emma findet sie eine überraschende Gefährtin und Zuhörerin, der sie nach und nach ihre Geschichte anvertraut.Gemeinsam mit Emma lernen wir Alex grosse Liebe Meike kennen, für die sie von Berlin nach Zürich gezogen ist, begleiten das Paar vom ungewöhnlichen Kennenlernen über die Hochzeit und den chaotischen, aber doch auch schmerzhaft normalen Beziehungsalltag bis zu dem Moment, der ihr ganzes Leben durcheinanderbringt und schliesslich dazu führt, dass Meike eine schwere Entscheidung trifft: sie will lieber selbstbestimmt sterben als unter Schmerzen und Medikamenten auf das unvermeidliche Ende durch ihre unheilbare Krankheit zu warten.„Bei diesem Buch werden sie weinen und lachen“, so die Autorin. Und damit hat sie keinesfalls zu viel versprochen. Wir amüsieren uns köstlich über Alex‘ kleine Scherze und bissige Bemerkungen, und leiden mit ihr, als Meike ihr mitteilt, dass sie so nicht mehr weiter machen möchte. Es ist ein Buch über den Tod, aber vor allem auch über das Leben und über die Liebe. Freunde von Romantik kommen daher genauso auf ihre Kosten wie Liebhaber von modernen Romanen, philosophischen Betrachtungen oder ethischen Fragen.Mit nahezu jeder Zeile wird dem Leser bewusst, dass Lovis Cassaris genau weiss, wovon sie schreibt. Ihre sorgsame Recherche und ihre beeindruckende Beobachtungsgabe verblüffen immer wieder. Hier finden sich kleinste, geradezu liebevolle Details – wie der „spornosexuellen Genderfriend“ oder das „Schweizer Wander-Gen“ - aber auch lebendige und informative Beschreibungen, etwa vom Berliner Nachtleben, dem schwedischen Nationalpark oder den vielen bürokratischen Stufen, die ein Sterbewilliger nach dem Kontakt mit einer Organisation durchlaufen muss.Der einzige Kritikpunkt ist, dass sich das Buch mit nicht einmal 200 Seiten viel zu kurz anfühlt. Zu gerne hätte man noch mehr von Emma, Meike und vor allem von Alex erfahren, die einem so richtig ans Herz wächst, bis man sie dann am Stockholmer Flughafen zurücklassen muss. Die faszinierenden Figuren und die traurige, aber auch tröstliche Botschaft des Buches begleiten den Leser noch lange weiter.

  • Desiree
    2018-12-29 13:18

    Ich möchte keine weitere Inhaltsangabe schreiben. Nur so viel. Ein wirklich wunderbar einfühlsam geschriebes Buch über ein sehr schwieriges Thema.

  • Mona Indermuehle
    2018-12-27 08:24

    Sehr detailliert und berührend geschrieben! Man fühlt sich in dem geschriebenen dabei und kann sich in die Personen hineindenken! Danke Lovis!

  • ChriZZZ
    2019-01-21 08:32

    Mit einem leicht gehaltenen Schreibstil nähert sich Lovis Cassaris dem schwierigen Thema von Sterben und Sterbehilfe. Alex hat ihrer Freundin versprochen, die 180km lange Wanderung, welche sie nicht mehr machen konnte, für sie zu gehen. Während sie einerseits amüsant die Eindrücke der Reise sowie die Eigenarten der Mitwandernden beschreibt, erzählt sie in berührenden Rückblenden die Geschichte ihrer großen Liebe, und den schwierigen Weg, den sie beide gehen müssen.Ich habe das Buch an einem Vormittag verschlungen - es ist sehr empfehlenswert, weil es eben nicht nur ein typisches Herz-Schmerz-Lala ist, sondern ein ehrliches Annähern an den Umgang mit dem Tod.

  • Heike
    2019-01-21 11:36

    Tief bewegende und leidenschaftliche Geschichte.Mich hat sie derart in ihren Bann gezogen, dass ich sie in wenigen Stunden gelesen habe.Die Liebe und das Leid war für mich praktisch körperlich zu spüren.Das schafft längst nicht jedes Buch. Hut ab vor der Autorin und ihrem hervorragendem Debütroman.

  • Koriko
    2019-01-06 12:20

    Story:Die Berlinerin Alexandra Roth ist eine Stadtpflanze durch und durch. Dennoch nimmt sie an einer 180km langen Wandertour durch Lappland teil, um ein Versprechen einzulösen, dass sie ihrer todkranken Frau Maike kurz vor deren Tod gab. Nur mühsam bewältigt Alex die ersten Kilometer und bekommt unerwartet Unterstützung von der jungen Fotografin Emma Holmqvist, die ihr nicht nur bei den mühevollen Tagesmärschen hilft, sondern ihr auch ein offenen Ohr leiht. So erzählt Alex in der abgeschiedenen Idylle Lapplands von ihrer Frau und ihrer Entscheidung, ihrem Leben selbstbestimmt ein Ende zu setzen, als es gegen den Krebs keine Chance mehr gibt …Eigene Meinung:Mit „Ein letztes Mal wir“ erschien 2016 das Debüt der Autorin Lovis Cassaris im Querverlag. Auf knapp 200 Seiten entführt die Autorin zum einen nach in das raue, wilde Lappland, zum anderen in die Schweiz, wo Alexandra und Maike leben.Inhaltlich erwartet den Leser die Geschichte einer jungen Frau, die mit dem Verlust ihrer Ehefrau Maike zu kämpfen hat und sich ihr zu Ehren zu einer Wandertour durch Lappland anmeldet. Vor der rauen Natur und der eigenwilligen Schönheit des Landes, kommt Alexandra nicht nur zur Ruhe, sie lässt ihr Leben und ihre Liebe zu ihrer Partnerin noch einmal Revue passieren, um auf diesem Weg damit abzuschließen. Auf ihrem Weg lernt sie die offenherzige Emma kennen, die sich Alexandra nicht nur anschließt und sie die vielen Kilometer bis zum Ziel motiviert, sondern sich auch Alex‘ Erzählung anhört. Dementsprechend springen die Kapitel zwischen der Gegenwart – der Wanderung – und der Vergangenheit – Alex und Maikes Kennenlernen und gemeinsames Leben – hin und her. Erst nach und nach erfährt man, was geschehen ist und mit welchen Problemen Alex und Maike zu kämpfen hatten.Lovis Cassaris schafft ein sehr emotionales, direktes Werk, das einen schnell in den Bann zieht und nicht mehr loslässt. Man fühlt sich Alex verbunden, wenngleich es zu Beginn schwer fällt sich auf sie einzulassen. Doch je weiter die junge Frau auftaut, desto näher ist man an der Geschichte und erlebt, was Alexandra erlebt. Aus diesem Grund trifft es einen, als es um Maikes Krankheit geht und ihren Wunsch ihrem Leben auf würdevolle Art und Weise ein Ende zu setzen. In diesem Punkt lädt die Autorin zum Nachdenken und Diskutieren ein, denn aktive Sterbehilfe ist ein Thema, bei dem die Meinungen auseinander gehen.Die Charaktere sind sehr authentisch und einfühlsam beschrieben. Wie bereits erwähnt braucht der Leser eine Weile, um mit Alexandra warm zu werden, da diese am Anfang sehr spröde und unnahbar daherkommt. Erst im Laufe der Zeit taut sie auf und man versteht, warum die junge Frau so verbittert ist. Emma wirkt leider ein wenig blass, was daran liegt, dass man kaum etwas über sie erfährt, außer der Tatsache, dass sie gerne wandert und fotografiert. Das ist ein bisschen schade, aber da es in „Ein letztes Mal wir“ vorwiegend um Alexandra und ihre Frau Maike geht, kann man damit leben. Maike selbst ist ebenfalls gut charakterisiert, da man sie in den Rücklenden kennenlernt und sie dank ihrer liebenswerten Art schnell ins Herz schließt.Stilistisch legt Lovis Cassaris ein beeindruckendes, intensives Debüt vor, dass durch eine klare Sprache, sehr schöne Beschreibungen (gerade die landschaftlichen Details von Lappland sind sehr bildlich umgesetzt) und gut ausgearbeitete Charaktere besticht. Die Autorin weiß, wie man mit Worten umgeht und welche Szenen sie vertiefen muss, um passende Bilder und Emotionen zu vermitteln. Auch erotische Szenen wirken sehr sensibel in Szene gesetzt, ohne plump zu wirken. Man darf gespannt sein, welche Bücher als nächstes erscheinen, denn „Ein letztes Mal wir“ macht definitiv Lust auf mehr.Fazit:Lovis Cassaris‘ Dabür „Ein letztes Mal wir“ ist ein wundervolles, stilles und emotionales Buch, das sowohl durch eine gute, tiefgründige Geschichte, als auch authentische Charaktere besticht. Auch stilistisch kann der Roman überzeugen und bietet neben wundervollen Landschaftsbeschreibungen, sehr intensive Dialoge und Gespräche. Wer realistische, lesbische Literatur mag und wen das ernste Thema und der Umgang mit Krankheit und Tod nicht stören, sollte auf jeden Fall einen Blick riskieren. Es lohnt sich.