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Title : Meine Psychose, mein Fahrrad und ich. Zur Selbstorganisation der Verrücktheit
Author :
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ISBN : 389670186X
ISBN13 : 978-3896701862
Format Type : Audio Book
Language : Deutsch
Publisher : Carl Auer Systeme Verlag
Number of Pages : 471 Pages
File Size : 985 KB
Status : Available For Download
Last checked : 21 Minutes ago!

Meine Psychose, mein Fahrrad und ich. Zur Selbstorganisation der Verrücktheit Reviews

  • Stalder Martin
    2019-03-25 19:41

    ...man mit einer Türklingel erklärt wie ein Paradoxon trozdem zu etwas gut sein kann.Das Buch führt rund um das Thema Verrücktheit aus systemischer Sicht durch Gedankengänge die einem manchmal die die Gehirnmuskeln anschwellen lassen. Wenn ich dann (manchmal nach zweimaligem lesen) die beschriebenen Gedankengänge begriffen habe, war ich immer wieder verblüfft, welche neuen und unorthodoxen Blickwinkel sie mir eroffneten.Besonders haben es mir die Gedankenexperimente und Analogien angetan. Zum Beispiel zeigt er (der Autor) anhand der Funktion einer Türklingel, wie ein Paradoxon oder ein logischer Widerspruch unter Berücksichtigung des Faktors Zeit ein durchaus sinnvolles und nützliches Gebilde sein kann. Die Klingel hat nämlich einen Klöpel der durch einen logischen Widerspruch im Schaltkreis ins Schwingen gerät und so die Glocke zum Klingen bringt.Alles in allem ein faszinierendes Buch, das einen immer wieder zu Pausen nötigt, um über das gelesene staunen zu können.

  • marieluise.ritter@gmx.net
    2019-04-19 11:31

    Normalerweise lese ich sehr schnell, bei diesem Buch gelingt mir das einfach nicht. Nach jeder halben Seite muss ich es sinken lassen und über eine(n) brillante(n) Formulierung/Idee/Hinweis nachdenken. Und wenn man in der Mitte des Buches angelangt ist, haben sich neue Ideen,Vorstellungen und Erkenntnisse derart angehäuft, dass man wieder von vorn anfangen muss, um vieles vom bereits Gelesenen noch einmal, diesmal etwas erhellter, auf der Zunge zergehen zu lassen. So gesehen, wird man mit dem Buch niemals fertig. Und dazu macht es noch Spaß! Simon gelingt der wundersame Spagat zwischen Philosophie und Psychoanalyse, dabei ist er auch noch witzig und originell. Manchmal muss ich laut lachen. Kein Wunder, dass Watzlawick ihn in den höchsten Tönen lobt - die beiden sind sehr verwandt im Geiste.

  • Margarete
    2019-03-30 17:32

    Ich habe dieses Werk nicht vollständig gelesen und auch nicht freiwillig, es stand am Lehrplan einer Ausbildung.Der Einleitung folgte ich noch mit etwa Spannung, und konnte nachvollziehen, dass der Autor auf verschiedene Sichtweisen eingehen will um damit zu zeigen, dass es manchmal gar nicht so leicht ist zu wissen was real ist oder nicht. Das an sich ist ein sehr guter Ansatz für jegliche Klientenarbeit. Im weiteren Verlauf wird es jedoch langweilig durch Wiederholungen, blättert man schließlich weiter und probiert andere Kapitel, so habe ich festgestellt, dass der Autor seltsame unnachvollziehbare Thesen aufstellt, die in keinem Zusammenhang mit der von mir bisher gelesenen Fachliteratur stehen. Das alleine wärs auch noch gar nicht - seine Ausführungen leider sind nicht logisch und schlüssig. Es entsteht der Eindruck als würde die Perspektive des Autors mit dem von psychotischen Kliente ohne Realitätsbezug verschwimmen. Ob dieser Effekt gewünscht war, kann ich nicht sagen - ich glaube eher nicht. Ich kann viele seiner Voraussetzungen in Bezug von Eltern gegeüber ihren Kindern nicht nachvollziehen, meine Erfahrungen sind völlig anders. Ich arbeite mit Klienten im psychiatrischen Umfeld und würde von dieser Lektüre definitiv abraten.Anstatt dessen sind wären Carls Rogers (klientenzentrierte Therapie) und die Transaktionsanalyse weit besser anwendbar in der Praxis!!!!!!!!