Read In der Zerstreuung organisiert: Paradoxien und Phantasmen der Massenkultur (Sozialtheorie) by Hannelore Bublitz Online

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Massenkultur gilt ihren Kritikern als blo e Zerstreuung, die jedem emanzipatorischen Anspruch entsagt Doch sie h lt die zerstreute Masse keineswegs in einem Zustand tagtr umerischer Geistesabwesenheit , sondern f hrt sie in die moderne Wirklichkeit hinein, nicht heraus Der Text rekonstruiert Massenkultur im Anschluss an Foucault als sozial und selbsttechnologische Chiffre der kulturellen Gegenwart Damit ger t die transparente Masse als flexibles Medium sozialer Normalit t in den Blick, die, in den Blickrastern massenkultureller Ereignisse angeordnet, ihre bedrohliche Materialit t verliert Die Autorin analysiert die Paradoxien einer Kultur, die nach einer Lesart Slavoj Zizeks der Unvorhersehbarkeit moderner Existenz mit einem phantasmatischen Mehr Begehren begegnet....

Title : In der Zerstreuung organisiert: Paradoxien und Phantasmen der Massenkultur (Sozialtheorie)
Author :
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ISBN : 3899421957
ISBN13 : 978-3899421958
Format Type : Other Book
Language : Deutsch
Publisher : transcript Verlag Auflage 1 1 Mai 2005
Number of Pages : 172 Seiten
File Size : 567 KB
Status : Available For Download
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In der Zerstreuung organisiert: Paradoxien und Phantasmen der Massenkultur (Sozialtheorie) Reviews

  • Don Redhorse
    2019-08-24 14:38

    Die Autorin macht sich tatsächlich die Mühe, eine Theorie der Massenkultur zu entwickeln. Und, muss man sagen, das gelingt ihr auch. Man darf allerdings vermuten, dass die Massen das Buch möglicherweise etwas schwierig finden mögen, aber es ist ein notwendiger und wichtiger Beitrag.Obwohl die Autorin mit dem Begriff "Massenkultur" hantiert, meint sie diesen, im Gegensatz zur üblichen Kulturkritik, nicht abwertend. In der Tat ist es auch sinnvoll, ihn zu verwenden, da er den Begriff der (sozialen) Masse enthält, über den man erst einmal genauer nachdenken muss (was im ersten Kapitel geschieht). Masse versammelt sich heute nicht mehr, sondern vereinzelt sich an Apparaten und medialen Schnittstellen. Dennoch ist sie eine Menge, die im Rahmen der Massenkultur "normalisiert", d.h. an kulturellen Durchschnitts-Werten und -Normen ausgerichtet wird. Daran anknüpfend untersucht die Autorin wie sich Gesellschaft (also das Kollektive) durch die Massenkultur im individualisierten Zeitalter geltend macht. Dabei geht sie soweit, von einem "Bann der Gesellschaft" zu sprechen. Das ist eine wichtige These, wenn man bedenkt, wie oft heutzutage über das angebliche "Ende des Sozialen" gejammert wird. Im letzten Kapitel geht es dann um die Struktur des massenkulturellen Begehrens, also (auch) um die Frage, warum Shoppen glücklich macht und wieso dieses Glück nur bis zum nächsten Samstag anhält. Nebenbei wird dabei Lacan endlich einmal gut erklärt. Der Band schließt mit der These, dass es ein Außen der Massenkultur nicht gibt. Keine Bildung, keine "hohe" Kultur, keine Kunst, keine Kritik enkommt der "Immanenz einer globalisierten Macht, die kein Außen kennt", die aber ganz ohne einen Big Brother auskommt.Fazit: Ein Buch zum "durcharbeiten". Wer die Anstrengung zu denken scheut (oder zu faul ist, sog. "Fremdwörter" nachzuschlagen), sollte die Finger davon lassen. Ansonsten sehr empfehlenswert.

  • Kon
    2019-09-17 12:17

    Ich kann allen denjenigen dieses Buch bloß empfehlen, die sich für Subjekt-Objekt Theorie in der Medienlandschaft interessieren.Vor allem in das Thema "Automatismen" Das Buch ist umfassend und Grundlage dafür.Wie schon da unten von den Andren erwähnt wurde, teilweise , sehr komplex..Es lohnt sich aber langsam zu entschlüsseln um zu verstehen.Sicher nicht einfach aber der Inhalt spricht Ihnen zu!