Read Berichte aus der Neuen Welt: Die Vereinigten Staaten von Amerika zwischen Unabhängigkeits- und Bürgerkrieg aus (ober)österreichischer Sicht (1776-1853) (Quellen zur Geschichte Oberösterreichs) by Siegfried Haider Online

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Besonders im 19 Jahrhundert zogen die Vereinigten Staaten von Amerika das Interesse vieler Menschen auf sich Die Verfasser der in diesem Band ver ffentlichten Texte stammen entweder aus Ober sterreich oder waren diesem Land auf besondere Weise verbunden Ihre Berichte, die aus unterschiedlichen Blickwinkeln verfasst sind, vermitteln pers nliche Eindr cke aus der Fr hzeit der USA, enthalten aber auch bemerkenswerte Vergleiche zwischen Europa und der Neuen Welt....

Title : Berichte aus der Neuen Welt: Die Vereinigten Staaten von Amerika zwischen Unabhängigkeits- und Bürgerkrieg aus (ober)österreichischer Sicht (1776-1853) (Quellen zur Geschichte Oberösterreichs)
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ISBN : 3900313679
ISBN13 : 978-3900313678
Format Type : E-Book
Language : Deutsch
Publisher : Ober sterreichisches Landesarchiv 2000
Number of Pages : 304 Seiten
File Size : 978 KB
Status : Available For Download
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Berichte aus der Neuen Welt: Die Vereinigten Staaten von Amerika zwischen Unabhängigkeits- und Bürgerkrieg aus (ober)österreichischer Sicht (1776-1853) (Quellen zur Geschichte Oberösterreichs) Reviews

  • Mario Pf.
    2019-06-15 01:39

    Amerika und die Vereinigten Staaten übten seit jeher eine beträchtliche Faszination auf die Menschen aus und das schon lange vor dem 20. Jahrhundert. Dennoch hat sich in der Alten Welt eine denkwürdige Tradition entwickelt, die USA aus der Sicht des Kontinentaleuropäers unter Verweis auf kulturelle und politische Errungenschaften bevormunden zu wollen. Man war erzürnt wenn Amerikaner der europäischen Geschichte Gleichgültigkeit entgegenbrachten, doch gleichzeitig wusste man selbst nur sehr wenig über diese vermeintliche junge Nation, die sich ihre republikanischen, demokratischen, rechtsstaatlichen und bundesstaatlichen Prinzipien längst über 200 Jahre erhalten hat, während selbst Frankreich zeitweise zur Monarchie zurückkehrte und bedenkliche Entwicklungen durchmachte. Die USA leben den Traum vom Vereinigten Europa und vielleicht sind wir darauf auch ein wenig neidisch und stellen daher einseitig derart hohe Anforderungen an den Staat der Rebellen, Verstoßenen und Glücksritter.Als Republik und unabhängige Kolonie existieren die USA länger als jeder andere Staat dieser Erde und während in Europa die Monarchien nach dem Ende der Napoleonischen Kriege ihre Macht wiederherstellten wurde die Staaten zu einem verheißungsvollen sicheren Hafen für Flüchtlinge aus Europa. Dabei fällt den USA eine ambivalente Rolle zu, denn es war das monarchistische Frankreich dass den Unabhängigkeitskrieg gegen den Erzfeind Großbritannien finanziert und unterstützt hatte, schlussendlich aber nach der Amerikanischen Revolution Opfer der Französischen wurde. Doch nach ihrer Gründung beschlossen die Vereinigten Staaten Europa links liegen zu lassen und sich lieber auf einen Ausbau der eigenen Territorien am nordamerikanischen Kontinent zu kümmern. Doch europäische Einwanderung war erwünscht und nötig, um der wachsenden jungen Nation die nötigen Arbeitskräfte zu beschaffen und nicht umsonst steht es auf der Freiheitsstatue geschrieben:Give me your tired, your poor,Your huddled masses yearning to breathe free,The wretched refuse of your teeming shore;Send these, the homeless, tempest-tost to me,I lift my lamp beside the golden door!In Deutsch laut Wikipedia.de (abgerufen am 29. Jänner 2009):Gebt mir eure Müden, eure Armen,Eure geknechteten Massen, die frei zu atmen begehren,Die bemitleidenswerten Abgelehnten eurer gedrängten Küsten;Schickt sie mir, die Heimatlosen, vom Sturme Getriebenen,Hoch halt' ich mein Licht am gold'nen Tore!Wie jedoch wurde dieses Amerika, dieses Land der unbegrenzten Möglichkeiten, in seinen frühen Jahren betrachtet? Wie empfanden und betrachteten Einwanderer aus Europa die neue Welt? "Berichte aus der Neuen Welt" gibt Einblick in die Gedankenwelt meist oberösterreichischer Auswanderer anhand der im Oberösterreichischen Landesarchiv erhalten gebliebenen Briefe. Von Washington bis Lincoln, also Unabhängigkeitskrieg bis Bürgerkrieg reichen die Aufzeichnungen und erlauben einen zeitgenössischen Blick hinter die Kulissen der amerikanischen Geschichte.Maßgebend sind vor allem die Korrespondenzen Leutnant Johann Justus Eggertts, eines Söldner aus Sachsen der im Unabhängigkeitskrieg kämpfte, sowie des legendären Bahnbauers Franz Anton von Gerstner, sowie des Arztes Dr. Ernst Krackowitzer, der als Revolutionär von 1848 in Österreich steckbrieflich gesucht wurde und in den USA schließlich eine Heimat fand, wo er seine Liebe zum demokratischsten System des "freiesten aller Länder" entdeckte und Mitglied der Whig-Partei wurde. Der Leser sollte allerdings wissen, dass es sich bei den Transkriptionen um möglichst originalgetreue Abschriften handelt, die nicht modernisiert oder kommentiert sind. Etwas Hintergrundwissen ist zum Verständnis also gefragt.Fazit:Ein interessantes Werk zur Mikrogeschichte, das einen zeitgenössischen Einblick in die Lebens- und Gedankenwelten europäischer USA-Auswanderer von Washington bis Lincoln bietet.