Read Die Philosophie in Star Trek by Olivia Vieweg Online

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In kurzen Essays werden philosophische Fragen behandelt, die in der Star Trek Originalserie thematisiert werden Ist Spocks Ansicht, dass das Wohl vieler schwerer wiegt, als das Wohl eines einzelnen, der richtige logische Weg Anhand verschiedener Episoden der Originalserie werden Themengebiete bearbeitet, wie die Balance zwischen Gut und Bse , ob der Mensch tatschlich immer im Zentrum stehen muss, ob die neuen Wege in der Kriegsfhrung wirklich ein echter Fortschritt sind oder McCoys Angst vor dem Beamen....

Title : Die Philosophie in Star Trek
Author :
Rating :
ISBN : B01MF8UHD8
ISBN13 : -
Format Type : Paperback
Language : Deutsch
Publisher : Cross Cult 17 Oktober 2016
Number of Pages : 282 Pages
File Size : 669 KB
Status : Available For Download
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Die Philosophie in Star Trek Reviews

  • Yvonne
    2019-05-20 13:05

    War ein Geschenk. Aber der Beschenkte meinte es wäre ein sehr spannendes Buch und sehr gut geschrieben. Außerdem ist das Buch gut verarbeitet worden.

  • M. S.
    2019-06-03 12:03

    Star Trek-Schöpfer Gene Roddenberry hatte eine Vision. Er wollte eine Zukunft zeigen, in der die Menschheit "erwachsen" geworden ist. Der technische Fortschritt dient nur noch friedlichen Zwecken. Doch - wie sagt ein Sprichwort ganz zutreffend - "es kann der Frömmste nicht in Frieden leben, wenns dem bösen Nachbarn nicht gefällt!" Das ist auch im 23. Jahrhundert des Star-Trek-Universums noch ein Problem. Die Menschheit ist weiter in den Weltraum vorgestoßen als jemals zuvor, und man trifft dort leider nicht nur auf "gute Nachbarn", auch auf Feindseligkeit. Die Menschheit hat sich weiterentwickelt. Geld ist unwichtig geworden, und Kriege gibt es auch nicht mehr unter den Menschen.Und auf der Brücke der Enterprise tun Menschen verschiedenster ethnischer Herkunft gemeinsam Dienst. Und Jeder respektiert den Anderen.Star Trek ist zwar SciFi, aber wer Star Trek allein darauf reduziert, der "kratzt eben nur an der Oberfläche". Die Geschichten, welche in "Star Trek" erzählt werden, könnten genauso auch in unserer Zeit passieren. Die Förderation der Vereinigten Planeten" ist eine Art "Weltraum-UNO", und die die Besatzungen der "Sternenflotten"-Schiffe sind Militärs und Wissenschaflter, vergleichbar mit UN-Friedenstruppen und -Hilfsorganisationen. Man kann Star Trek auch als eine Art "Gesellschaftskritik" verstehen. Der "SciFi-Kram" (Raumschiffe, Beamen usw.) ist nur "schmückendes Beiwerk".Die Autoren Klaus und Olivia Vieweg nehmen sich verschiedene Stories aus dem "Star Trek"-Universum vor, und untersuchen diese auf Parallelen zu unserer real existierenden Gesellschaft: Themen, wie z. B. Rassismus, Totalitarismus, Nationalismus, Kosmopolitismus, Ethik werden angeschnitten.Alle diese Dinge wurden auch in "Star Trek" thematisiert. Gene Roddenberry und andere Autoren haben diese Themen aber "geschickt verpackt", indem man sie fiktiven (außerirdischen) Lebensformen "angedichtet" hat. Im Grunde stehen die verschiedenen außerirdischen Zivilisationen im Star- Trek-Universum symbolisch für Völker, für gesellschaftliche und politische Systeme, die es auch in unserer "realen Welt" gibt. In "Star Trek" werden sie eben einfach nur "überzeichnet" dargestellt.Ein Beispiel für eine "gewollte" Ähnlichkeit ist das "Borg-Kollektiv". Die Borg sind eine Rasse von Maschinenmenschen, die andere Zivilisationen überfallen, um sie zu "assimilieren". Alle Borg sind gleichgeschaltet. Sie sind durch kybernetische Implantate miteinander "vernetzt", und injizieren ihren Opfern mit einer Nadel eine Art "Nano-Technik", die sich nun durch den Körper des Opfers frisst, und ihn quasi "übernimmt", wie ein gekapertes Schiff. Ist dieser Prozess abgeschlossen, dann verliert der befallene Organismus seine Individualität, und wird ein Teil des "Borg-Kollektivs". Die Borg sind also eine "Parodie" auf den Kommunismus, der (durch die Sowjetunion) ja auch mit Gewalt verbreitet wurde.In der Folge "The Apple" stößt die Enterprise auf einen Planeten, der eine einzige Oase der Glückseligkeit zu sein scheint. Doch leider hat diese Welt ihre Tücken, wie die Crew der Enterprise sehr bald feststellen muss. Und hier drängt sich natürlich die Frage auf: Darf man in die Entwicklung einer Zivilisation eingreifen!? Ob Christoph Kolumbus sich bei der Entdeckung Amerikas wohl die gleiche Frage gestellt hat!? Oder Hernán Cortés bei der Eroberung des Aztekenreiches!? Wohl nicht!?Ein weiteres Beispiel. In der Sterbeszene von Spock in "Der Zorn des Khan" sagt er (Zitat): "Bedürfnisse Vieler sind wichtiger als die Bedürfnisse Weniger oder eines Einzigen". Zitat Ende. Solche und ähnliche Gedanken äußert Spock sehr häufig. Man könnte auch sagen, er ist der "Philosoph" auf der Enterprise.Diese Beispiele (und viele andere mehr) sollen verdeutlichen, was die Absicht der Serie war: uns bzw. unserer Gesellschaft " den Spiegel vorzuhalten" , und Dinge anzuprangern, die "falsch laufen". So, wie es eben "reale" Philosophen auch tun (oder getan haben): Immanuel Kant, Friedrich Nietsche, Karl Marx u. a. Star Trek "bedient" sich gerne und häufig aus dem reichhaltigen "Fundus" der Philosophie. Dieses Merkmal hebt "Star Trek" über den Status einer gewöhnlichen "Unterhaltungssendung" weit hinaus.

  • Paul Louis Mikat
    2019-06-13 09:10

    [Einleitung]Das von Gene Roddenberry geschaffene Star Trek-Universum bildet heute nicht nur einen maßgeblichen Teil der Popkultur und Medienlandschaft, es ist darüber hinaus fester Bestandteil des Alltagsbewusstseins geworden. Ganz im Sinne seines Schöpfers lässt sich zu Recht feststellen: Star Trek stellt ein Phänomen dar, das als Ganzes so viel mehr als die Summe seiner Teile ist. Ein Aspekt dieses Phänomens ist seine häufige Erwähnung, sobald technische Innovationen vorgestellt werden, deren Konzepte aus den Serien entsprungen sind (erinnert sei an die Pionierarbeit zu Ideen wie dem Holodeck, Universaltranslator, Replikatoren, etc.). Dass selbst Spiegel und Co. in ihrer Berichterstattung zur Entwicklung dieser und ähnlicher Geräte stets Star Trek als Referenzpunkt heranziehen, ist wohl der stärkste Beleg für diese Omnipräsenz.Demgegenüber kann man (auch wenn man sich nicht zu den Trekkies zählt) nur mit Unverständnis auf den Umstand reagieren, dass technische Innovationen zwar rege Rezeption und Adaption erfahren, das philosophische Fundament und die gesellschaftlichen Grundsätze, auf denen Star Trek ruht, jedoch gerne übersehen, wenn nicht gar herabgewürdigt und als utopischer Unsinn abgetan werden.[Inhalt des Buches]Dass aber diese Ideen nicht weniger wissenschaftlich oder gesellschaftlich relevant sind, beweist das Buch von Klaus Vieweg, seines Zeichens Professor für Philosophie an der Universität Jena. Die Monographie setzt sich in 9 Essays von jeweils 10 bis 15 Seiten Länge mit den grundlegenden philosophischen Gedanken von Star Trek auseinander und zeigt anhand zahlreicher Beispiele, aus welchem Ideenpool Gene Roddenberry bei der Kreation seines Meisterwerks schöpfte. Dabei orientiert sich das Werk hauptsächlich an der Originalserie, also den Abenteuern von Kirk, Spock, Scotty und Co. und beleuchtet bereits im ersten Essay den wohl wichtigsten Baustein der Star-Trek-Universums: "Die Idee des Universalismus oder Kosmopolitismus". Gefolgt von Essays zum Thema Diktatur, Nachhaltigkeit und Ökologie sowie zur Logik werden dabei die klassischen Themenfelder der Philosophie betrachtet. Besonders interessant wird das Buch durch die Behandlung von Themen, welche man intuitiv nicht unbedingt zur Philosophie rechnen würde, etwa des Humors, der Freundschaft und der Lüge.Das inhaltlich stärkste Essay, an dem sich exemplarisch die Struktur der anderen verdeutlichen lässt, ist meines Erachtens "The Apple - Die Freiheit des Willens oder das verlorene Paradies". Vieweg beginnt dabei, wie in anderen Essays auch, mit einem literarischen (in diesem Fall sogar biblischen) Ausgangspunkt: der Vertreibung Adams und Evas aus dem Paradies. Anhand literarischer Parallelen, wie etwa John Miltons "Paradise Lost" wird im Folgenden zu thematisch zugehörigen Star Trek - Folgen aus der Originalserie übergeleitet.Mithilfe der Schilderung von Situation und Handlung der jeweiligen Episoden sowie aussagekräftiger Zitate der Protagonisten verdeutlicht der Autor zunächst die Korrelation zwischen jenen und den literarischen Exempeln. Als dritte Komponente wird daraufhin die philosophische Perspektive hinzugefügt, bei der zumeist Hegel und Kant die Grundlage bilden. Oftmals werden aber auch antike Philosophen, Dramatiker wie Aristophanes und Shakespeare, Literaten wie John Milton oder Herman Melville sowie andere Werke, etwa "Jakob der Lügner", eingebracht und verarbeitet.Die Diskussion der unterschiedlichen Perspektiven im Buch ist stets geprägt von einer Auseinandersetzung mit dem zeitgenössischen Diskurs. Vieweg bezieht diesen an zahlreichen Stellen ein, wobei politische, rechtliche und moralische Dimension beleuchtet werden. Unwissenschaftliche wie auch populistische Ansichten und Argumente, die nicht aufgrund ihres qualifizierten Inhalts oder ihrer Konsistenz, sondern vielmehr durch hartnäckige Ausblendung der Realität und Nutzung einfacher Deutungsmuster die zeitgenössische öffentliche Debatte bestimmen (und damit sowohl aus moralischen wie auch logischen Gesichtspunkte den Idealen von Star Trek zuwiderlaufen) werden von ihm geschickt seziert und ihrer faktischen Lächerlichkeit preisgegeben. Wie die anderen Essays schließt auch das oben genannte letztlich mit einer Konklusion, die dem Leser einen Ausblick und damit Anregung zum Weiterdenken bietet.[Positive Besonderheiten und Wert des Buches]Einige bereits genannte Aspekte der Schrift verdienen es, nochmals herausgestellt zu werden. Zunächst ist festzuhalten, dass das Buch (ob bewusst oder unbewusst) dem Vorgehen Roddenberrys folgt; während dieser sein Werk einerseits als Reise zu den Sternen, andererseits als Reise zum Menschsein konzipierte, begleitet "Die Philosophie in Star Trek" den Leser sowohl zu den philosophischen Grundlagen Star Treks, erforscht zugleich aber auch die Gedankenwelt des Genies Roddenberrys. Der Autor versteht es dabei, die Gedankengänge des Star Trek-Schöpfers zu offenbaren und zeigt, wie tief die Ideen der Serie(n) reichen.Der zweite Punkt, der den großen Wert der Schrift ausmacht, ist die Dekonstruktion von (Pseudo)Argumenten und scheinbaren Wahrheiten, die heute insbesondere in Diskussionen über Menschenrechte, Freiheit und Humanität alltäglich kolportiert werden. Das Falsifizieren dieses vulgären "Common Sense" und die Bloßstellung seiner Plumpheit gelingt Vieweg dabei stets in außerordentlich pointierter Weise. Auch abseits politisierender Themen werden dabei Fragen aufgeworfen, die bereits das tägliche Leben stellt: Lüge ich prinzipiell, wenn ich nicht die Wahrheit ausspreche? Gibt es einen Imperativ der das Lügen verbietet? Wenn ja, warum, und bin ich stets gezungen diesen einzuhalten, oder ist falsches informieren nicht zwangsläuig einer Lüge gleich? Wie lässt sich Nachhaltigkeit philosophisch begründen? Worin besteht der Unterschied zwischen Rache und Strafe? Mithilfe der maßgeblichen philosophischen Positionen und aussagekräftgier Episoden aus der Serie werden diese Fragen stets auf eine logische, konsistente und vor allem kohärente Weise beantwortet.Der letzte maßgebliche Vorzug des Buches ist seine Relevanz und seine Aktualität. Tatsächlich gilt die Faustregel, dass Star Trek stets ein Spiegelbild der aktuellen gesellschaftlichen Verhältnisse präsentierte, zugleich aber auch eine Kontrastfolie bot. Das Buch macht wiederum bewusst, dass die Serien um die Captains Kirk, Picard, Sisko, Janeway und nicht zuletzt Archer immer noch Antworten auf Fragen liefern, die uns heute mehr denn je herausfordern. Es mutet dabei geradezu ironisch an, dass die Serien immer noch von einer breiten Öffentlichkeit rezipiert werden und von ihrer Rolle als ursprüngliche Randerscheinung zur Science-Fiction-Serie par excellance avanciert sind, sie aber nicht wenigstens ansatzweise als Orientierung für die Lösung aktueller Probleme herangezogen werden.[Kritikpunkte]Die hohe Qualität der Auseinandersetzung mit dem Thema verbietet keineswegs einen kritischen Blick auf das Werk, wenngleich dieser m. E. kaum negative Gesichtspunkte zu Tage fördert. Es lässt sich feststellen, dass das Buch keineswegs als Reiseführer durch das gesamte Star Trek- Universum geschrieben ist, sondern eben die philosophischen Grundlagen der Originalserie diskutiert, die in spätere Ableger übernommen wurden. Die Intension des Autors ist dabei wohl eine Universalisierung der konkreten Episoden auf ihren philosophischen und gesellschaftlichen Kern gewesen, wobei der Ausgleich zwischen konkreter Situation und abstrakten Prinzipien stets gelingt. Die Einbeziehung von späteren Serien hätte mehr Facetten und Themen aufzeigen können, den Rahmen des Werkes jedoch wohl auch gesprengt. Damit ist die Rolle des Buches das eines Grundlagenwerkes, eine Fortsetzung durch die Themen in den Star Trek Serien der neunziger Jahre wäre wünschenswert.[Fazit]Das Buch von Klaus Vieweg liefert möglicherweise keinen (im engeren Sinne) neuen, wohl aber einen qualitativ einzigartigen Blick auf Star Trek. Es besticht durch die qualifizierten Beiträge seines Autors, dem man getrost selbst umfangreiches Expertenwissen über das Star Trek-Universum unterstellen kann. Die pointierte Schreibweise, die philosophisch tiefgründige Auseinandersetzung und der omnipräsente Bezug zur Gegenwart machen das Buch nicht nur für Trekkies, sondern auch für 'Außenstehende', kritische Zeitgenossen, Science-Fiction-Fans oder aber Personen, die sich schlicht und ergreifend nur mit grundlegenden philosophischen Themenfeldern beschäftigen wollen zu einem wertvollen Begleiter. Gerade angehenden Akademikern der Geistes-und Sozialwissenschaften, die sich den Themenfeldern ihrer Disziplinen nicht auf konventioneller Weise nähern möchten und eine kritische, interdisziplinäre Perspektive einnehmen wollen, kann ich dieses Buch uneingeschränkt empfehlen.

  • MamiAusLiebe
    2019-06-03 15:53

    Worum es geht:In kurzen Essays werden philosophische Fragen behandelt, die in der Star Trek Originalserie thematisiert werden. Ist Spocks Ansicht, dass das Wohl vieler schwerer wiegt, als das Wohl eines einzelnen, der richtige (logische) Weg? Anhand verschiedener Episoden der Originalserie werden Themengebiete bearbeitet, wie die Balance zwischen "Gut und Böse" , ob der Mensch tatsächlich immer im Zentrum stehen muss, ob die "neuen Wege in der Kriegsführung" wirklich ein echter Fortschritt sind oder McCoys Angst vor dem Beamen.Cover:Zeichnerin des Covers ist Olivia Vieweg. Sie hat die Crew sehr gut getroffen und im Buch findet man immer wieder Illustrationen von ihr, welche einen zum Schmunzeln bringen.Meine Meinung:Dieses Jahr ist ein besonderes Jahr: 50 Jahre Star Trek! Das ist schon etwas ganz Einmaliges was gefeiert werden muss. So dachte es sich auch der Cross Cult Verlag und hat dieses Buch rausgebracht.Dieses Buch ist für Star Trek Fans auf jeden Fall lesenswert.Klaus Vieweg hat sich intensiv mit der Originalserie auseinandergesetzt und gibt uns hier verschiedene Einblicke.Für alle Einsteiger ist es jedoch nicht empfehlenswert.Abgerundet wird das Buch mit süßen, eher schlichten Zeichnungen.Bewertung:5 Sterne